Freitag, 29. November 2019

[Bilderbuch] "Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte: Eine Weihnachtsgeschichte" von Heike Conradi

Bald ist Weihnachten! In einem Kirchturm üben drei Glocken das Läuten für den Heiligen Abend. Aber die neueste und kleinste Glocke im Turm gibt einfach keinen Ton von sich. Was ist mit ihr los? Die Taube Felidia geht der Sache nach.
Eine warmherzige Geschichte über das Wesentliche und die Bedeutung von Weihnachten. Mit den stimmungsvollen Bildern von Maja Dusíková ein wunderschöner Begleiter für die Weihnachtszeit. (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Was bedeutet Weihnachten? Zuallererst feiern wir mit dem Weihnachtsfest die Geburt von Jesus Christus, das ist auch der ursprüngliche Grund, warum sich Menschen zu Weihnachten beschenken. Doch auch Gemeinsamkeit, Freundlichkeit und Besinnlichkeit sind wesentliche Bestandteile der Weihnachtszeit. Im Laufe der Jahre haben sich viele weitere Traditionen entwickelt, die alle ihre Daseinsberechtigung haben und dazu beitragen, Freude zu verbreiten. Leider ist der Advent und das Weihnachtsfest oftmals bestimmt von Hektik und Stress. Bilderbücher wie "Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte" können dabei helfen, sich an das Wesentliche und die Bedeutung von Weihnachten zu erinnern.

Im Kirchturm einer Stadt, mitten auf dem Marktplatz, wohnen vier Glocken. Drei der Glocken sind schon alt und erfahren, nur die kleinste, die ist ganz neu. Als der Winter kommt, beginnen die Glocken für Weihnachten zu üben. Sie schwingen hin und her und probieren ihre Tonlagen aus. Und die kleine Glocke? Die ist ganz still, schwingt nicht und gibt nicht einen einzigen Ton von sich. Ach herrje!
Weil die Taube Felidia die Glockenklänge zur Weihnachtszeit besonders gerne mag, setzt sie sich auf das Turmgeländer. Sie fragt sich, warum die kleine Glocke still bleibt. Von der klugen Krähe bekommt Felidia den Tipp, dass gute Worte helfen können. Also macht sich Felidia mit vielen Freunden auf die Suche, um gute Worte zur kleinen Glocke zu bringen.

Ein Weihnachtsbilderbuch über Glocken gibt es eher selten, und weil dieses besonders bedeutungs- und stimmungsvoll sein sollte, war unsere Neugierde sofort geweckt. Und was soll ich sagen, "Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte" ist wirklich wunderschön. Das hat auch sofort unsere jüngste Tochter (4) erkannt, für die das Bilderbuch schon kurz vor der Adventszeit zu einem täglichen Ritual geworden ist. Der Text ist manchmal ein kleinwenig umfangreicher, aber sehr gut verständlich und freundlich gehalten. Die Botschaft, die vermittelt wird, könnte den Sinn und die Bedeutung von Weihnachten nicht besser unterstreichen.
Die Bilder und Illustrationen von Maja Dusíková verbinden Nostalgie und Moderne. Sie sind sehr schön anzuschauen, abwechslungsreich und aussagekräftig und passen perfekt zu dieser Weihnachtsgeschichte. Kinder werden das Buch gerne anschauen, auch ohne dass es ihnen vorgelesen wird

Damaris' Fazit ...
Wer noch kein Weihnachtsbilderbuch über Glocken kennt, bzw. ein besonders schönes Exemplar zum Vorlesen sucht, der sollte sich "Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte" mal genauer anschauen. Mit gleichzeitig nostalgischen und heimelig-modernen Bildern wird eine stimmungsvolle Weihnachtsgeschichte erzählt, die die Bedeutung und das Wesentliche von Weihnachten wieder ins Bewusstsein ruft. Das ist nicht nur schön anzuschauen, sondern vermittelt auch noch die Botschaft des Miteinanders und der guten und freundlichen Worte. Unbedingt merken!


"Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte: Eine Weihnachtsgeschichte", NordSüd Verlag 2019 - Hardcover, 32 Seiten - 15,00 € [D] - Format 22 x 28 cm - Text von Heike Conradi - Illustrationen von Maja Dusíková - ab 4 Jahren