Dienstag, 19. Juni 2018

[Kinderbuch] "Der zauberhafte Eisladen: Vanille, Erdbeer und Magie" von Heike Eva Schmidt

Eis, Abenteuer und eine Prise Magie

Elli ist ein ganz normales Mädchen. Dachte sie. Doch dann stellt sich heraus, dass sie ein besonderes Talent in sich trägt. Wie ihr Großvater Leonardo, Inhaber der beliebtesten Eisdiele der Stadt, sieht sie Gefühle als farbigen Nebel und besitzt damit die Fähigkeit, magisches Eis herzustellen.

Das süßeste Buch des Jahres mit "magischem" Eisrezept zum Selbermachen (Text- und Coverrechte: Boje Verlag)


Geschichten für Kinder, die scheinbar normal sind, dazu aber noch eine Besonderheit aufweisen, stehen bei meiner Tochter (8) hoch im Kurs. Einen Eisladen - oder eine Eisdiele - kennt wohl jedes Kind. Aber einen, in dem es magisches Eis gibt? Das ist neu und aufregend. Die besten Vorraussetzungen also, dass das Buch genau den Geschmack meiner Tochter treffen würde. So war es auch. Es gefiel ihr so gut, dass sie es für ihre Buchvorstellung in der Schule ausgewählt hat. Und ich musste mich mit dem Lesen erst mal hinten anstellen.

Elli Sonntag ist mit ihrer Familie umgezogen. Zum Glück in die Nähe von Ellis Nonno, ihrem Großvater. Der hat nämlich einen Eisladen und dort hält sich Elli nun am allerliebsten auf. Als eine besondere Eiskreation plötzlich bitter schmeckt und sich Ellis Nonno auch noch merkwürdig verhält, möchte sie diesem Rätsel unbedingt auf die Spur kommen. Ob da etwa Magie im Spiel ist?
Genau diese Geschichten sind es doch, die Kinder sofort begeistern und anziehen. Hier macht es das Gesamtpaket aus einer Familiengeschichte mit einer Prise Magie. Ellis Familie ist herrlich schrullig und liebevoll. Das geht schon mit den drei Familienhühnern los, die bei den Sonntags auf der Dachterrasse leben. Auch die Szenen in der Schule sind schön und lustig zu lesen. Das ganze Grundgerüst ist realistisch, aber leicht verschroben aufgebaut.

Obwohl die Kapitel recht lang sind, hat meine Tochter diese verschlungen. Das liegt an der stets präsenten Spannung und dem Humor, der sich durch die Handlung zieht. Außerdem ist Elli ein wirklich herzlicher Identifikationscharakter für junge Leser; sie ist eigenwillig und pfiffig, lernt in der Geschichte auch einiges dazu. Es macht Spaß, sie zu begleiten. Auch die süßen Illustrationen lockern das Leseerlebnis auf. Bei der magischen Komponente weiß die Autorin dann tatsächlich zu überraschen, hier macht sie es sich nicht so einfach, wie man das bei einem Kinderbuch erwarten könnte. Ich empfand das als unverbraucht frisch. Das Eisrezept am Ende des Buches ist natürlich klasse!
Die Geschichte ist für diese Buch abgeschlossen, der Grundstein für Folgebände aber natürlich vorhanden. Wir würden uns freuen.

Damaris' Fazit ...
"Der zauberhafte Eisladen: Vanille, Erdbeer und Magie" ist ein Kinderbuch, bei dem man sich nach dem Lesen sofort noch weitere Teile wünscht. Zum Glück sollen diese folgen, denn die Geschichte ist wunderbar frisch und pfiffig-humorvoll, dazu leicht magisch - ganz zauberhaft also. Einmal damit begonnen, fällt es schwer wieder aufzutauchen. Ein tolles Lesevergnügen!

mini 2 - Die Träumerin (8) ...
mochte "Der zauberhafte Eisladen" so gerne, dass sie sich nach dem Lesen entschieden hat, das Buch ihrer Schulklasse vorzustellen. Für die Buchvorstellung hat sie ein Plakat gebastelt und eine spannende Stelle zum Vorlesen ausgesucht. Sie hat dafür jeden Tag mit mir geübt und war freudig aufgeregt.


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