Montag, 16. Juli 2018

[Bilderbuch] "Der gute Riese" von David Litchfield

Schon immer erzählt Billys Großvater von einem Riesen. Er soll mitten unter ihnen im Städtchen Ziegelhausen wohnen, über alle wachen und heimlich gute Taten vollbringen. Aber Billy glaubt davon kein Wort. Ein Riese, mit Händen so groß wie Tischplatten und Füßen so groß wie Ruderboote, der kann doch gar nicht unbemerkt bleiben! Oder hat Billy nur nicht genau hingeschaut? (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Der Titel des Bilderbuches "Der gute Riese" klingt wie im Märchen der Brüder Grimm. Genau das war es auch, was das Buch für uns so anziehend machte. Das, und die beeindruckenden Zeichnungen, die auf den ersten Blick für eine ganz besondere Stimmung bei Vorlesern und Betrachtern sorgen. Denn wir lieben Märchen!

Ein Riese ist alleine durch seine Größe beeindruckend. Das kann in vielen Situationen zwar hilfreich sein, führt aber auch dazu, dass sich viele Menschen oder Kinder vor einem Riesen fürchten - weil er anders ist. Genau das erzählt Opa seinem Enkel Billy. Im Städtchen der beiden wird die Stadtmauer angemalt, aber keiner kommt bis oben hin. Doch Opa kennt jemanden, der helfen könnte. Ganz nebenbei erzählt er von den guten Taten, die der Riese bereits vollbracht hat. Billy ist zwar interessiert und kann sich an vieles erinnern, aber so ganz glaubt er die Geschichten seines Opas nicht. Bis er eines Tages vor dem Riesen steht. Er ist gigantisch groß und er ist anders. Billy läuft davon. Wird es ihm gelingen, dem Riesen zu zeigen, dass er ihn mag und ihm für seine Hilfe dankbar ist, obwohl er nicht der Norm entspricht?

Mittwoch, 11. Juli 2018

[Bilderbuch] "Frida Furchtlos lädt zum Tee" von Danny Baker

Frida Furchtlos lebt in einem Häuschen am äußersten Rande des Waldes. So lange sie denken kann, wohnt sie dort ganz allein. Sie fürchtet sich vor nichts und niemandem: Nicht vor Wölfen und nicht vor Bären. Und Löwen? Die lädt sie ein zum Tee! Gibt es überhaupt irgendetwas, das Frida Furchtlos Angst machen kann? (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Die Vorstellung von einem Leben alleine im Wald klingt für Erwachsene oft nach traumhafter Ruhe und Erholung. Für Kindern ist schon der Gedanke an eine Übernachtung im Wald aufregend und vielleicht auch etwas gruselig. Darum wird die Gans Frida auch sofort zur offensichtlichen Heldin des Bilderbuchs, denn sie wohnt in einem Häuschen im Wald, ganz alleine. Und sie ist so furchtlos, dass sie sogar Tiere, die ihr Böses wollen, in ihr Haus zu Tee und Kuchen einlädt. Verständlich, dass Wolf, Bär und Löwe da erst mal ganz schön irritiert sind.

"Frida Furchtlos lädt zum Tee" heißt das Bilderbuch, und der Titel verrät auch relativ detailliert, um was es geht. Gans Frida lädt zu sich zum Tee, und ausnahmslos alle Tiere, die sie vorher erschrecken und ihr nachjagen wollten. Nachdem zuerst aber keines der gefährlichen Tiere bei Frida Tee trinken möchte, überlegen sie es sich später dann doch anders. Und das hat einen ganz bestimmten (und lustigen!) Grund.

Montag, 9. Juli 2018

[Bilderbuch] "Die kleine Maus und die große Mauer" von Britta Teckentrup

Für alle Furchtlosen - und eine Welt ohne Mauern.

Was passieren kann, wenn man mutig ist, seine Ängste überwindet und sein Herz öffnet - das zeigt uns die kleine Maus, die gemeinsam mit vielen Tieren hinter einer großen roten Mauer lebt. Eines Tages macht sie sich neugierig auf den Weg auf die andere Seite und entdeckt dort eine Welt, noch viel schöner und bunter, als sie es sich jemals vorstellen konnte. Und als die kleine Maus später zu den anderen Tieren zurückkehrt, ist die Mauer plötzlich verschwunden ... (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Wäre unser Leben sicherer oder komfortabler, wenn wir uns die ganze Zeit hinter einer großen und hohen Mauer aufhalten würden? Vielleicht. Was die einen entsetzt, ist für die anderen eventuell gar keine so abwegige Vorstellung. Eines ist aber sicher; ein Leben hinter Mauern wäre auf jeden Fall einsamer, grauer und trostloser als ein Leben ohne. Diese Gedanken sind natürlich (hoffentlich!) hypothetisch. Die wenigsten Menschen werden eine echte Mauer bauen, hinter der sie sich verkriechen können. Viel präsenter sind die gedanklichen Mauern, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind. Und die sind tatsächlich zu hinterfragen. Denn Mauern entstehen im Kopf!

Sonntag, 1. Juli 2018

[Bilderbuch] "Die allerbeste Prinzessin" von Ursula Poznanski

Bianca, Violetta und Rosalind sind drei bezaubernde Prinzessinnen. Sie haben nur einen klitzekleinen Fehler: Sie streiten für ihr Leben gern!
Eines Tages meldet sich Besuch an, Prinz Waldomir hat keine Lust mehr auf die Drachenjagd und möchte lieber heiraten. Natürlich hält sich jede der Prinzessinnen für die Beste – und damit für die zukünftige Frau des Prinzen. Ein turbulenter Wettkampf entspinnt sich, noch bevor sie den mickrigen Waldomir überhaupt zu Gesicht bekommen haben ... (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Als ich "Die allerbeste Prinzessin" entdeckte, musste ich gleich zwei Mal hinschauen. Ursula Poznanski schreibt auch Bilderbücher? Wie genial ist das denn?! Nun ist es so, dass es das Buch schon mal gab, es jetzt aber neu aufgelegt und illustriert wurde. Heraus kam ein Prinzessinnen-Bilderbuch der etwas anderen Art: Wunderbar vorzulesen, herrlich lustig und mit viel Augenzwinkern geschrieben ... und gar nicht so prinzessinnenhaft, wie man anfangs vielleicht noch denkt.

Die drei wirklich zauberhaften Prinzessinnen Bianca, Violetta und Rosalind sind nicht nur lieblich anzusehen, sie haben es faustdick hinter den Ohren. Sie tanzen ihrem Vater, dem König, ständig auf der Nase herum - verstecken sogar seine Krone -, kichern die ganze Zeit und streiten viel, nämlich darum, wer von ihnen die allerbeste Prinzessin ist. Sie unterscheiden ich also nicht groß von anderen Kindern. Eine Hochzeit soll für den König alles zum Guten wenden, doch da hat er die Rechnung ohne seine drei Töchter gemacht ...

Dienstag, 19. Juni 2018

[Kinderbuch] "Der zauberhafte Eisladen: Vanille, Erdbeer und Magie" von Heike Eva Schmidt

Eis, Abenteuer und eine Prise Magie

Elli ist ein ganz normales Mädchen. Dachte sie. Doch dann stellt sich heraus, dass sie ein besonderes Talent in sich trägt. Wie ihr Großvater Leonardo, Inhaber der beliebtesten Eisdiele der Stadt, sieht sie Gefühle als farbigen Nebel und besitzt damit die Fähigkeit, magisches Eis herzustellen.

Das süßeste Buch des Jahres mit "magischem" Eisrezept zum Selbermachen (Text- und Coverrechte: Boje Verlag)


Geschichten für Kinder, die scheinbar normal sind, dazu aber noch eine Besonderheit aufweisen, stehen bei meiner Tochter (8) hoch im Kurs. Einen Eisladen - oder eine Eisdiele - kennt wohl jedes Kind. Aber einen, in dem es magisches Eis gibt? Das ist neu und aufregend. Die besten Vorraussetzungen also, dass das Buch genau den Geschmack meiner Tochter treffen würde. So war es auch. Es gefiel ihr so gut, dass sie es für ihre Buchvorstellung in der Schule ausgewählt hat. Und ich musste mich mit dem Lesen erst mal hinten anstellen.

Sonntag, 17. Juni 2018

[Kinderbuch] "Ein Freund wie kein anderer" von Oliver Scherz

Begeistert hüpft Habbi durch den Wald und stopft Schätze in seine Backentaschen: ein Schneckenhaus, eine Vogelfeder, einen Libellenflügel. Plötzlich prallt er mit einem Wolf zusammen, dem größten Feind der Erdhörnchen. Doch statt sich auf ihn zu stürzen, blinzelt der Wolf ihn nur kraftlos an. Er scheint schwer verletzt zu sein. Wie könnte Habbi ihn da einfach allein lassen? Täglich versorgt er ihn mit Futter und nach und nach freunden die beiden sich an. Bis ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird ... (Text- und Coverrechte: Thienemann Verlag)


Bücher über ungewöhnliche Freundschaften sind für Kinder immer wieder wichtig und gut. Darum mögen wir diese Art Vorlesebuch auch besonders gerne. Und "Ein Freund wie kein anderer" stach uns sofort ins Auge. Eine Freundschaft zwischen Erdhörnchen und Wolf? Das kann normalerweise nicht gut gehen. Denn der Wolf ist ein Raubtier und würde ein Erdhörnchen sicher liebend gerne verspeisen. Die Umstände, unter denen sich Habbi und Yaruk begegnen sind dafür aber alles andere als normal. Und so freunden sie sich tatsächlich an. Das klingt wirklich schön, aber die Geschichte ist mehr als das. Sie ist spannend und liebevoll gleichzeitig und für Kinder besonders wertvoll.

Donnerstag, 14. Juni 2018

[Bilderbuch] "Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?" von Andrea Reitmeyer

Die kleine Biene Hermine lebt auf einer Wiese am Wald. Zusammen mit anderen Bienen sucht sie nach Nektar und verteilt Pollen. Doch dann zerstören schwere Maschinen den Wald und die Wiese. Hermine muss sich ein neues Zuhause suchen und begibt sich auf eine aufregende und abenteuerliche Reise ...
Liebevolle und detailreiche Illustrationen verraten viel über die Welt der Bienen. Kleine und große Leserinnen erfahren, wie sie den Bienen helfen können. (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


Bienen sind im Kinderbuch gerade ein Trendthema. Und das ist gut so! Denn der Lebensraum der nützlichen Insekten wird nicht nur immer knapper, er ist zunehmend bedroht. Das zeigt auch das Bilderbuch "Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?" ganz deutlich und liebevoll. Bevor wir uns ausführlich mit dem Buch beschäftigt haben, gingen die Kinder und ich von einer Vorlesegeschichte aus. Umso überraschter waren wir, als wir feststellten, dass das Buch mehr enthält. Es ist ein durchaus ausführliches Sachbuch über die Welt der Bienen, das gleichzeitig mit einer einfachen Geschichte kombiniert ist. So ist "Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?" nicht nur informativ, das Buch ist auch so interessant, dass es eine breite Altersgruppe anspricht.

Mittwoch, 23. Mai 2018

[Kinderbuch] "Robby aus der Räuberhöhle: Abenteuer am Badesee" von Barbara Landbeck

Ausgelassene Stimmung am Badesee in Jottwede. Doch in der Stadt sorgen gefälschte Zwanzig-Euro-Scheine für Ärger! Robby und seine beste Freundin Thea sind wachsamer denn je. Während sich die beiden fürsorglich um eine verletzte Fledermaus kümmern, beobachten sie geheimnisvolle Blitzlichter in einer alten Villa. Was hat es damit auf sich? Wer ist der Mann im Bootshaus? Und wozu baut Oma Hilde diese rätselhafte Maschine? Ein Räuberhut und zwei Gummistiefel nehmen die Spur auf! (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


Oh toll, ein neues Robby-Buch! Ja, so reagieren meine großen Kinder, wenn der Räuberjunge ein neues Abenteuer erlebt. "Robby aus der Räuberhöhle: Abenteuer am Badesee" ist bereits sein drittes. Selbstverständlich haben wir seine kompletten Erlebnisse verfolgt und möchten diese Bücher in unserem Regal nicht mehr missen. Was macht sie jetzt so besonders und beliebt, die Geschichten rund um Thea und Robby, der mit seiner Oma in einem idyllischen Versteck mitten in der Stadt wohnt? Ich glaube hier ist es die Kombination aus einem realistischen Schauplatz und der unkonventionellen Lebensweise der kleinen Räuberfamilie. Dazu kommt noch ganz viel Spannung und ein herzliches Miteinander. Jede Geschichte ist wieder ein Freude!

Freitag, 18. Mai 2018

[Bilderbuch] "Wir sind elefantenstark!" von Anuska Allepuz

Fünf Elefanten, fünf Mäuse und ein Baum mit leckeren Früchten - Wer schafft es wohl, die Birnen zu pflücken? Die Elefanten versuchen einzeln an die Früchte zu kommen. Sie pusten, brüllen, rütteln, aber so sehr sich jeder Elefant auch bemüht, keiner kommt an die Birnen ran. Die schlauen Mäuse hingegen arbeiten zusammen, rufen "Unser!" und gelangen gemeinsam bis zu den Früchten. (Cover- und Textrechte: Ravensburger Buchverlag)


Schaffen wir im Leben die meisten Dinge alleine? Oder geht manches gemeinsam auf jeden Fall leichter von der Hand? Um dieses Thema geht es im neuen Bilderbuch "Wir sind elefantenstark!" von Anuska Allepuz. Auf eine ganz einfache (und sehr humorvolle!) Art können Kinder hier erfahren, dass es manchmal angebracht ist, den eigenen Egoismus hinten anzustellen, weil man gemeinsam besser zum Ziel kommt.

Dafür kommt das Bilderbuch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, denn es ist vollkommen in Ordnung, auch mal Dinge alleine zu machen. Es wirkt eher unterbewusst, behandelt das Thema wie nebenbei und dazu noch sehr, sehr lustig. Alleine die fünf Elefanten sind schon drollig anzusehen, wie sie da im Herzen des Jungels vor sich hinleben. Jeder von ihnen hat eigene Vorlieben, jeder hat seinen ganz eigenen Geschmack, wenn es um die Lieblingsfrucht geht. Nur wer ganz genau hinschaut, kann neben der fünf Elefanten noch fünf kleine Mäuse erkennen, die ständig gemeinsam zu Werke gehen.
Die beschauliche Ruhe der Elefanten wird gestört, als sie eine besondere, köstlich aussehende Frucht entdecken. Und sie hängt hoch oben am Baum. Jeder Elefant möchte die Frucht für sich haben, doch irgendwie kommt keiner ran an diese Frucht. Die Mäuse hingegen haben einen gemeinsamen Weg gefunden, die köstliche Frucht zu pflücken. Ob dieser auch den Elefanten einleuchtet?

Dienstag, 24. April 2018

[Kinderbuch] "Die Bratwurstzipfel-Detektive und das Geheimnis des Rollkoffers" von Jens Steiner

Die Bratwurstzipfel-Detektive - das sind der ziemlich schusslige Clemens, sein bester, superschlauer Freund Leo und Olivia, angehende Schriftstellerin. Ihr erster Fall: der merkwürdige Herr Radek. Er trägt immer Gummistiefel, selbst im Hochsommer, aber noch viel merkwürdiger ist, dass er das Haus nie ohne seinen Rollkoffer verlässt. Was da wohl drin ist? Die drei beschließen, Herrn Radek zu beschatten ... (Text- und Coverrechte: Ravensburger Buchverlag)


Kinder finden Detektivgeschichten toll! Vor allem, wenn sie alles andere als gewöhnlich, gerne besonders und etwas schrullig-eigen sind. Genau diese Attribute treffen auf den ersten Fall der Bratwurstzipfel-Detektive zu. In "Die Bratwurstzipfel-Detektive und das Geheimnis des Rollkoffers" gilt es nicht nur, das Geheimnis des merkwürdigen Nachbarn Herr Radek aufzudecken, es ist zudem eine Geschichte über Familie und Freundschaft, die einen hohen Unterhaltungswert besitzt.

Clemens Lebensumstände sind sehr anschaulich und auch schräg. Er wohnt mit seiner Familie mitten in den Stadt, in einem sehr beengten, aber gemütlichen Haus. Alle fühlen sich hier wohl, auch wenn Clemens Papa, Schreiner von Beruf, oftmals seine Lehrlinge und Gesellen gleich mit einquartiert. Wäre da nicht Haubesitzer und Nachbar Radek, der sich in letzter Zeit komisch benimmt. Clemens und seine Freunde möchten dem Rätsel auf die Spur kommen.

Sonntag, 15. April 2018

8 Kinderbücher zum Thema Frühjahr


Das Frühjahr, oder den Frühling, verbinden Kinder oft mit Ostern. Entsprechend viele Kinderbücher findet man zu diesem Thema. Im Frühjahr gibt es aber noch viel mehr zu erleben und zu bestaunen. Die Natur regt sich, alles wächst und blüht im Garten oder in Wald und Feld, die Vögel zwitschern und viele Tierkinder werden geboren. Ein schöner Anlass, um Kinderbücher für den Frühling vorzustellen. Acht Stück habe ich ausgewählt, die bei uns dieses Frühjahr immer in Griffweite liegen.

Mittwoch, 21. März 2018

[Bilderbuch] "Mond: Eine Reise durch die Nacht" von Britta Teckentrup

Hast du je darüber nachgedacht, warum der Mond scheint in der Nacht?

Begleite den Mond auf seiner Reise durch die Nächte unserer Welt und erlebe eines der beeindruckendsten Naturphänomene. Entdecke durch die Gucklöcher, wie der Mond in den verschiedenen Phasen seine Gestalt verändert.

Magisch illustriert von Britta Teckentrup. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Kleinen Kindern ist schnell klar und bewusst, dass am Tag die Sonne scheint. Immer wieder wird ihnen das gesagt oder ganz nebenbei vermittelt. Aber warum scheint oder leuchtet auch der Mond, und das noch in der Nacht? Warum geht er auf wie die Sonne? Diesen Fragen widmet sich das Bilderbuch "Mond: Eine Reise durch die Nacht". Das geschieht ganz natürlich, angepasst an die Aufmerksamkeit von Kindern, und wird mit einer wunderschönen und stimmungsvollen (Gute)-Nacht-Geschichte mit den Tieren unserer Welt begleitet.

Montag, 19. März 2018

[Kinderbuch] "Das Ravioli-Chaos oder Wie ich plötzlich Held wurde" von Katja Reider

Ein Mal berühmt sein ... wenigstens für 15 Minuten ... das ist Lennis großer Traum! Und dann wird Lenni zufällig Zeuge eines Überfalls und plötzlich zum gefeierten Helden - dabei war es doch gar nicht er, sondern ein umstürzender Turm von Ravioli-Dosen, der den Räuber in die Flucht geschlagen hat! Das Leben als Held gefällt Lenni aber so gut, dass es ihm überhaupt nicht passt, als der Räuber auf einmal auftaucht und sich der Polizei stellen will. Kommt jetzt etwa die ganze Wahrheit ans Licht ...? (Text- und Coverrechte: Rowohlt Verlag)


Welches Kind würde nicht mal gerne berühmt sein? Sei es auch nur für einen kurzen Moment. Genau so geht es Lenni, dem jungen Helden der Geschichte, der davon träumt, berühmt zu sein, auch wenn es nur für fünfzehn Minuten wäre. Wie schnell er dann aber Berühmtheit erlangt, auch wenn sie gar nicht der Wahrheit entspricht, das hätte er sich nicht träumen lassen. Denn ...

Lenni wird Zeuge eines Überfalls im Spätkauf. Er wird nicht nur unbeteiligter Zeuge, sondern ist sogar live dabei. Denn Strumpfmaske ist ein schusseliger und komischer Räuber, er stößt einen Turm mit Ravioli-Dosen um und flieht. Als Lenni danach die Dosen wieder aufräumen will, halten ihn alle für denjenigen, der Strumpfmaske in die Flucht geschlagen hat. Sonnt er sich nun in seinem Ruhm oder klärt er die Sache auf? Und wer steckt hinter Stumpfmaske? Ein Dilemma bahnt sich an.

Mittwoch, 14. März 2018

[Bilderbuch] "Das Staubmaushaus" von Asja Bonitz

Seit vielen, vielen Jahren wohnen die putzigen kleinen Staubmäuse schon im Staubmaushaus. Nichts und niemand kann sie daraus vertreiben. Bis eines Tages ein furchterregendes Ungeheuer auftaucht. Und das hat es auf die Staubmäuse abgesehen. (Text- und Coverrechte: EDITION PASTORPLATZ)


Die Idee ist einfach zu niedlich, denn in "Das Staubmaushaus" geht es um die kleinen Gesellen, die jeder kennt, die aber im Kinderbuch bisher nicht gesondert thematisiert wurden - Staubmäuse. Hier haben sie sogar ein eigenes Haus, in dem sie vergnügt und zufrieden leben und sich ungehindert vermehren können. Und wenn ein feuchter Lappen daherkommt, dann verstecken sich die Staubmäuse einfach unter dem Bett. Besonders der Dachboden ist ein wahres Paradies, denn dort wurde tatsächlich noch nie staubgewischt. Doch plötzlich nimmt das beschauliche Leben ein jähes Ende. Ein schrecklich lautes Krachmonster rollt durch das Haus, und das hat es, oh Schreck, auf alle Staubmäuse abgesehen. Jetzt ist eine gute Strategie gefragt ...

Mittwoch, 7. März 2018

[Kinderbuch] "Die Bibel" von Barbara Bartos-Höppner und Britta Teckentrup

Diese hochwertig ausgestattete Kinderbibel umfasst die schönsten Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament kindgerecht nacherzählt: die Schöpfungsgeschichte, die Arche Noah, Geschichten über Abraham und Mose, David und Goliath sowie die Weihnachtsgeschichte und das Leben Jesu.

Eine wunderschöne Bibel für die ganze Familie, eindringlich illustriert von der Künstlerin Britta Teckentrup. (Cover- und Textrechte: arsEdition)


Ich weiß nicht genau, wann es geschah, aber Britta Teckentrup hat sich zu einer meiner liebsten Illustratorinnen entwickelt. Ihre Bilder, so unterschiedlich sie auch sind, haben durch die eigene Technik eine großen Wiedererkennungswert und eine Beständigkeit die mich jedes Mal begeistert. Und so ist die Freude groß, dass es nun "Die Bibel" - ein Schatz für Kinder und die ganze Familie - von Britta Teckentrup illustriert gibt. Die Texte stammen von der 2006 verstorbenen Schriftstellerin Barbara Bartos-Höppner.

Wie das Original, hat "Die Bibel" zwei Teile, enthält Geschichten aus dem Alten Testament und dem Neuen Testament. Es wurden über 70 der bekanntesten und eindringlichsten Geschichten ausgewählt, chronologisch geordnet und mit einer sehr schönen und positiven Geschichte beendet. Im Anhang befindet sich ein Inhaltsverzeichnis der einzelnen Texte, zu denen auch die originale Bibelstelle angegeben ist.

Dienstag, 6. März 2018

[Kinderbuch] "Ziemlich beste Schwestern: Quatsch mit Soße" von Sarah Welk

Willkommen bei den besten Schwestern der Welt!
Mimi und Flo haben immer die besten Ideen! Einen Überraschungskuchen machen zum Beispiel. Sooo schwierig kann Backen ja nicht sein. Oder doch?
Und wie wäre es mit einer Mäusefamilie, die ins Puppenhaus einzieht? Dumm nur, dass die kleinen Nager gar nicht daran denken, brav in ihrem Versteck zu bleiben.
Und komisch, dass Mama und Papa von den neuen Mitbewohnern gar nicht begeistert sind ...
Eine Geschichte zum Vor- und Selberlesen! (Cover- und Textrechte: arsEdition)


Die Chemie zwischen Schwestern ist meist eine ganz besondere. Sie zanken sich oft, haben aber genauso oft ein schönes Miteinander. Keine kann ohne die andere. Genau so ist das auch bei "Ziemlich beste Schwestern: Quatsch mit Soße". Im Buch geht es um Schwestern, die gemeinsam die allerbesten Ideen haben - sehr zur Freude (oder dem Leid) ihrer Eltern.

Die einzelnen Geschichten im Buch werden von Mimi erzählt. Sie ist sieben und stellt ganz am Anfang ihre kleine Schwester Flo, fünf Jahre alt, vor. Gemeinsam hecken die beiden ganz schön viel aus, wollen zum Beispiel eine echte Mäusefamilie ins Puppenhaus einquartieren oder backen einen Kuchen mit drei Packungen Backpulver. Wohin das führt, kann sich jeder Leser bildhaft vorstellen. Natürlich sind die Aktionen der beiden Schwestern etwas überspitzt dargestellt. Zwischen den Zeilen streckt aber auch ganz viel Wahrheit, und wir haben in jedem Kapitel viel gelacht.

Mittwoch, 28. Februar 2018

[Bilderbuch] "Das kleine Walhorn" von Jessie Sima

Nori kam im Meer zur Welt und ist fest davon überzeugt, ein Narwal zu sein. Zwar kann er bei Weitem nicht so gut schwimmen wie die anderen Narwale und sein Stoßzahn ist viel kürzer, doch weder ihm noch seiner Familie scheint es etwas auszumachen, dass er anders ist. Als eine starke Strömung ihn weit von zu Hause an die Wasseroberfläche spült, begegnet Nori geheimnisvollen Wesen mit einem Horn, die ihm auf wundersame Weise ähnlich sehen ... (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Ich selbst bin kein großer Einhorn-Fan, und seit diese fabelhafen Wesen auch noch stark im Trend liegen, ist mein Interesse eher gesunken. Aber erstens geht es hier nicht um mich, sondern um Kinder - und die lieben Einhörner! Und zweites sprechen wir beim vorliegenden Buch von einem Walhorn, einem ganz besonders niedlichen. "Das kleine Walhorn" ist tatsächlich zum Knuddeln. Das Bilderbuch ist wunderschön gestaltet, sehr liebevoll umgesetzt und enthält zudem noch eine wunderbare und einfach zu verstehende Message für Kinder.

Samstag, 24. Februar 2018

[Bilderbuch] "Fühl mal, such mal!: Wo ist Ella Eule?" von Yayo

Abwechslungsreiche und fröhliche Illustrationen animieren zum genauen Hinsehen und Fühlen: Die kleine Ella ist kuschelweich beflockt und auf jeder Seite versteckt. Kleine Spurensucher fühlen und merken sofort: Hier ist Ella! Ein Pappbilderbuch mit besonderer Strahlkraft durch Sonderfarben-Druck und Flocking auf jeder Seite. (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Die Pappbilderbuch-Serie Fühl mal, such mal! hat nun einen zweiten Band bekommen. "Wo ist Ella Eule!" heißt das Buch, das wir uns dringend gewünscht haben. Denn die kleine Püppi (3) hatte schon mit dem Vorgängerband großen Spaß. Natürlich haben, so wie bei Bilderbüchern meist üblich, die kurzen Geschichten der Reihentitel nichts miteinander zu tun. Jedes Buch steht für sich ganz alleine. Es ist also völlig unerheblich, welches davon man ausprobieren mag.

Das Bilderbuch beinhaltet eine kleine Geschichte, in der sich die Eulenschar einen neuen Schlafplatz suchen will. Darum eignet sich das Pappbuch auch hervorragend als Gutenachtgeschichte. Die Eulen fliegen von Seite zu Seite, doch alle Schlafplätze sind schon besetzt - vom Fuchs, Familie Eichhorn, dem Hirsch und einem Bären. Am Ende, bei Sonnenaufgang, finden die Eulen aber ein schönes Plätzchen. Dann heißt es auch für sie 'Gute Nacht'.
Der Text der Geschichte ist sehr einfach und freundlich, er kommt jeweils nur mit wenigen Zeilen aus. Kleine Kinder erfahren aber genau, was die Eulen gerade machen ... und dann gibt es da ja noch die Aufforderung "Such mal! Fühl mal!", der sie gerne nachkommen.

Montag, 19. Februar 2018

[Kinderbuch] "Der Klang der Freiheit: Ein kleines Boot - Ein Funken Hoffnung - Ein Traum von Freiheit" von Gill Lewis

Eine wunderschön illustrierte poetische Geschichte über die Suche nach Freiheit und Geborgenheit.

Eine kleine Gruppe von Menschen, die in einem Boot auf offener See treiben, teilen miteinander ihre Lebensgeschichten. Der junge Rami trägt eine Geige bei sich und erzählt eine berührende Geschichte über die Erfindung dieses Instrumentes.

Eine Geschichte von Hoffnung, Freiheit und der Macht der Musik. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Obwohl das Cover von "Der Klang der Freiheit" nicht nur ein dunkles Meer und ein kleines Boot zeigt, sondern ebenso den Kopf eines Pferdes, der mit Musiknoten dargestellt ist, weiß man sofort, dass hier das Thema Flucht aufgegriffen wird. Das ist bei dem aktuellen Weltgeschehen genauso aktuell wie wichtig und wird auf lange Sicht präsent bleiben. Die Autorin Gill Lewis erzählt hier eine Geschichte, die ebenso dramatisch wie berührend ist, und verpackt sie in eine musikalisch-lyrische Unterhandlung. Unterstützt wird die Geschichte durch die vielen aussagekräftigen Bilder von Jo Waver. Heraus kommt ein feines Kunstwerk.

Freitag, 9. Februar 2018

[Kinderbuch] "Bulli & Lina: Ein Pony verliebt sich" von Frauke Scheunemann und Antje Szillat

Bulli ist mit Abstand das klügste Pferd im Stall – nur leider hat das bislang noch niemand kapiert. Da taucht plötzlich Lina auf dem Nachbarhof auf. Bulli ist völlig aus dem Häuschen und möchte sich unbedingt mit ihr anfreunden, denn Lina soll seine Reiterin werden – einziges Problem: Lina findet nichts blöder als Ponys! Doch als ein Dieb auf dem Hof sein Unwesen treibt, sieht Bulli seine Stunde gekommen und hilft Lina bei ihren Ermittlungen. Ob Lina nun endlich versteht, dass Bulli für sie bestimmt ist? (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Viele Kinder lieben Pferde. Darum sind Pferdebücher auch immer ein Hit. Zumindest für mich war das seit meiner Kindheit so und auch meine Tochter (8) kommt mittlerweile an keinem Pferdebuch vorbei. Doch wie ist es eigentlich, wenn Mädchen Angst vor Pferden haben, das Pferd ein Mädchen aber unbedingt als beste Freundin gewinnen will? Genau so ist das im Buch "Bulli & Lina: Ein Pony verliebt sich". Pony Bulli möchte Lina unbedingt als sein Mädchen gewinnen, doch die will davon erst mal nichts wissen. Mit viel Humor und einer spannenden Handlung haben die beiden Autorinnen Frauke Scheunemann und Antje Szillat dieses Thema umgesetzt und damit einem Reihenstart geschrieben, nach dem man schnell auf weitere Abenteuer von Bulli und Lina hofft.

Mittwoch, 7. Februar 2018

[Kreativ- und Sachbuch] "Floras Atelier: Die kleine Werkstatt für zauberhafte Naturkunstwerke" von Kristina Digman

Sachen suchen, ob im Wald oder am Strand - das machen alle gern, nicht nur Kinder. Flora, die zauberhafte Figur von Kristina Digman, ist auch so eine - ein Mädchen, das in Pflanzenteilen Wunderwesen sieht und daraus tolle Dinge zum Nachmachen bastelt.

Das etwas andere Naturbastelbuch, an dem auch Erwachsene Spaß haben werden.

Einfach, ungewöhnlich und schwedisch charmant! (Text- und Coverrechte: Bohem Press)


"Floras Atelier" ist ein Kinderbuch, das sich alleine durch sein Äußeres meine sofortige Aufmerksamkeit sicherte. Es ist sehr liebevoll, niedlich und detailliert gezeichnet und vermittelt damit ein bestimmtes Flair, das für mich Hand in Hand mit skandinavischem Charme geht. "Die kleine Werkstatt für zauberhafte Naturkunstwerke" ist Bilderbuch, Sach- und Kreativbuch in einem, erfüllt damit gleich mehrere Kriterien, die es für uns zu einem Muss im Kinderzimmer machen.

Das Mädchen Flora, das bedeutet Blume, stellt sich gleich am Anfang des Buches ihren kleinen und große Lesern vor ... und erinnerte mich damit an "Linnéas Jahrbuch", das in meiner Kindheit ein ständig griffbarer Begleiter für mich war und mir in allerbester Erinnerung ist. Flora ist sehr stolz auf ihren Namen. Denn sie liebt es, draußen zu sein und aus den Dingen, die sie dort findet kreative Dinge zu basteln - zumeist, indem sie ihre Fundstücke bemalt. Und genau darum geht es auch im Buch.

Donnerstag, 18. Januar 2018

[Kinderbuch] "Rotzhase & Schnarchnase: Möhrenklau im Bärenbau" und "Der Tyrann von nebenan" von Julian Gough

Hase hat Hunger. Riesenhunger! Die Vorräte sind leer und zu allem Übel ist auch noch Winter. Bär dagegen freut sich über den Schnee, denn endlich kann sie einen Schneemann bauen! Hase weiß aber eines ganz sicher: Sein Schneemann wird tausendmal besser als der von Bär. Pah! Doch als eine Lawine und ein hungriger Wolf seinen Weg kreuzen, erkennt selbst Hase, dass jeder einen guten Freund an seiner Seite braucht.
Eine Geschichte FÜR JÜNGSTE LESER über Schneemänner, Freundschaft und die beste Möhre. (Text- und Coverrechte: Magellan Verlag)


Schon der Titel dieser neuen Buchreihe "Rotzhase & Schnarchnase" ist so herrlich, dass man das Büchlein einfach sofort lesen muss, sobald man es in der Hand hält. Die drolligen Illustrationen tun ihr Übriges. Und so kam es, dass meine Tochter (8) und ich ein bisschen stritten, äh diskutierten, wer denn nun mit dem Buch beginnen durfte. Sie wollte alleine lesen (so ist es ja auch gedacht) und ich stellte mich schlussendlich gerne hinten an. "Möhrenklau im Bärenbau" ist nicht nur optisch eine Besonderheit, es ist zudem humorvoll, etwas eigen und allerliebst.

Es ist Winter, doch Bär wacht früher aus ihrem Winterschlaf auf als sonst. Ein Dieb hat ihre ganzen Vorräte gestohlen. Alles ist weg! Weil sie großen Hunger hat und nicht mehr schlafen kann, geht sie nach draussen. Dort beschließt sie zuerst einmal einen Schneemann zu bauen ... und trifft auf den furchtbar schlecht gelaunten Hase. Ob zwischen diesem ungleichen Gespann so etwas wie Freundschaft entstehen kann?