Donnerstag, 21. November 2019

[Bilderbuch] "Das magische Weihnachtskarussell" von Jutta und Jeremy Langreuter

"Schau mal, Paul, dahinten ist ein Karussell!", ruft Sofie.
"Hier auf dem Weihnachtsmarkt gibt es ein Karussell?", fragt Papa.
"Ja, damit wollen wir fahren", sagt Paul.

Kaum haben Sofie und Paul das Karussell mit seinen schönen weißen Hirschen bestiegen, gehen Lichter an und eine zarte Musik beginnt zu spielen. Das Karussell fängt an, sich zu drehen, schneller und schneller – und nimmt die Kinder mit an den Nordpol, wo der Weihnachtsmann und seine Wichtel mitten in den Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest stecken ... (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Weihnachtsbilderbücher stehen bei uns jedes Jahr aufs Neue hoch im Kurs. Bei der Püppi (4) genauso wie bei ihren älteren Geschwistern (immerhin schon 10 und 12). Sie dürfen gerne etwas kitschig und übertrieben freundlich sein. Wichtig ist dieses ganz besondere Weihnachtsgefühl, das in dieser Zeit einfach dazugehört. "Das magische Weihnachtskarussell" gehört zu den Bilderbüchern, die diese Stimmung gut einfangen und dabei für Kinder sehr nahe an die fast schon märchenhafte Wunschvorstellung der Weihnachtszeit herankommen. Ein magisches Karussell, eine Reise zum Nordpol und ein Treffen mit den Wichteln und sogar dem Weihnachtsmann; wer träumt nicht davon?

Sophie und Paul besuchen mit ihren Eltern einen gemütlichen Weihnachtsmarkt, als sie ein besonders schönes Karussell entdecken. Während die Eltern an einem Stand mit Bratäpfeln warten, besteigen Sophie und Paul das Karussell und landen prompt, und wie im Traum, am Nordpol. Dort lernen sie nicht nur einen Engel und die Weihnachtswichtel kennen, ihnen wird auch die Spielzeugproduktion und die Weihnachtsbäckerei gezeigt. Und als das magische Karussell seinen Dienst verweigert, erscheint sogar der Weihnachtsmann selbst, um es zu reparieren. Am Ende kommen die Kinder wieder zurück zu ihren Eltern auf den Weihnachtsmarkt ... samt einer schönen Erinnerung.

Freitag, 8. November 2019

[Kinderbuch] "Wunderbare Weihnachtszeit: Ein Hausbuch mit Geschichten Liedern und Gedichten"

Wenn die Schneeflocken vom Himmel fallen und es draußen kalt und dunkel wird, kündigt sich die Weihnachtszeit an. Und was gibt es Schöneres, als es sich nun drinnen auf dem Sofa gemütlich zu machen und bei Kerzenschein gemeinsam zu schmökern und vorzulesen?
In diesem Hausbuch für die ganze Familie erzählen und bewegen klassische und moderne Geschichten, Lieder und Gedichte von James Krüss, Rotraut Susanne Berner, Toon Tellegen und vielen anderen Autoren: Ein besonderer Geschichtenschatz für die stimmungsvolle Winter- und Weihnachtszeit! (Text-, Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag)


Weihnachten, die Zeit der Ruhe und der Besinnung. Das zumindest ist unsere alljährliche Vorstellung, die dann leider immer sehr schnell von der Realität abweicht. Gerade mit Kindern stehen viele Termine auf der Tagesordnung, die die Vorweihnachtszeit mit Hektik überschütten. Dabei bietet diese Zeit die besonders stimmungsvolle Gelegenheit für ein schönes Miteinander, gemeinsames Lesen und die Freude an der Familie. Ein neues Hausbuch kommt da wie gerufen, und ich bin ein großer Fan solcher Bücher. "Wunderbare Weihnachtszeit" steckt voller Geschichten, Lieder und Gedichten. Es ist klassisch und zeitgleich modern. Eine echte Bereicherung für die Adventszeit und für Weihnachten.

Morgen, Kinder, wird's was geben, morgen werden wir und freu'n;
welch ein Jubel, welch ein Leben wird in unserm Haue sein!
Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Weihnachtstag.
- S. 130

"Wunderbare Weihnachtszeit" besteht aus nur drei Hauptzutaten: Geschichten, Liedern und Gedichten. Alle passend zur Weihnachts- und Winterzeit. Rezepte oder Bastelanleitungen findet man im Buch nicht. Damit liegt der Fokus auf der gemeinsamen (Vor)-Lesezeit mit der Familie, was mir sehr gut gefällt. Die Geschichten sind eine bunte Mischung aus klassischen Erzählungen und modernen Vorlesegeschichten. Alle von unterschiedlichen Autoren, sind sie so geschrieben, dass auch jüngere Kinder gerne und aufmerksam zuhören. Die Lieder, samt Noten, sollten allgemein bekannt sein (z. B. "Schneeflöckchen, Weißröckchen" oder "Wir sagen euch an den lieben Advent"), wir kennen jedes einzelne davon, ebenso viele Gedichte. Eine weihnachtliche Stimmung ist hier garantiert.

Zur besseren Orientierung, das Buch erscheint doch recht umfangreich, ist es in fünf thematische Inhalte unterteilt. Zum Beispiel: "Leise rieselt der Schnee" für den Winter - "Bald ist Nikolausabend da" enthält alles rund um diesen spannenden Tag - "Stille Nacht, Heilige Nacht" thematisiert das Weihnachtsfest. In der Vorweihnachtszeit kann täglich aus diesem tollen Hausbuch vorgelesen werden, jeden Tag etwas anderes, ohne dass es langweilig wird.
Illustriert wurde das Buch komplett einheitlich von Almud Kunert, sodass ein stimmiges Gesamtbild entstanden ist. Die Zeichnungen haben einen ganz eigenen Stil, der bei Kindern sehr gut ankommt. Damit enthält das Buch wirklich alles für einen wunderbare Weihnachtszeit.

Damaris' Fazit ...
Ich bin, gerade zur Weihnachtszeit, ein großer Fan von Geschichtensammlungen. "Wunderbare Weihnachtszeit: ein Hausbuch mit Geschichten, Liedern und Gedichten" ist ein besonders schönes Exemplar. Es konzentriert sich mit seinem Inhalt auf das Wesentliche im Advent: Gemeinsamkeit, gemütliche Vorlesezeit und klassische Weihnachtslieder, die gerne gesungen werden. Die Geschichten sind jeweils ein Erlebnis und haben genau die richtige Länge, die Gedichte sorgen für diese besondere Weihnachtsstimmung. Und schön anzusehen ist "Wunderbare Weihnachtszeit" auch. Toll!


"Wunderbare Weihnachtszeit: Ein Hausbuch mit Geschichten, Liedern und Gedichten", Magellan Verlag 2019 - Hardcover mit Halbleinen, 160 Seiten - 25,00 € [D] - Format 23 x 28 cm - Mit Illustrationen von Almud Kunert - ab 4 Jahren




Mittwoch, 16. Oktober 2019

[Kinderbuch] "Hotel der Magier" von Nicki Thornton

Gemüse schnippeln, Törtchen aus dem Ofen holen, Gelee umrühren. Küchenjunge Seth hat alle Hände voll zu tun. Denn im abgelegenen Hotel Zur letzten Chance werden besondere Gäste erwartet. Mit ganz speziellen Wünschen und kleinen Geheimnissen. Seth muss sich richtig ins Zeug legen, damit das Willkommensdinner kein Reinfall wird. Doch dann geschieht etwas Schreckliches: Der nette Dr. Thallomius stirbt. Vergiftet durch die Nachspeise - und die hat Seth zubereitet. Auch wenn ihn alle für schuldig halten, Seth hat mit diesem fiesen Mord nichts zu tun. Also muss er selbst ermitteln und mehr über dieses seltsame Treffen der Magier herausfinden. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Carlsen Verlag)


Ein magischer Krimi! Na, das hörte sich doch sofort super an und machte mich neugierig auf "Hotel der Magier". Bei Kinderbüchern ist es immer eine gute Idee, Spannung und Fantasy zu verbinden. Ein abgelegenes Hotel, ein geheimnisvolles Magier-Treffen und ein Mordfall, das sind beste Voraussetzungen für einen unterhaltsamen und kniffeligen Kinderkrimi. Und mysteriös wurde es tatsächlich, manchmal sogar recht lustig. Allerdings auch etwas überladen und verwirrend. Das Buch ist anspruchsvoll für junge Leser*innen und nicht das einfache oder lockere Leseerlebnis, das ich zu Beginn erwartete.

"Mich braucht ihr nicht anzuschauen. Ich war es nicht. Wenn irgendjemand hier Gift reingetan hat, dann war es Seth!", erklärte Tiffany mit fester Stimme.
Wütend kam Fischadler auf Seth zu.
Bevor er wusste, wie ihm geschah, wurde er gepackt, aus dem Speisesaal geschleift und in Richtung Besenkammer gestoßen. Dann landete er in der Dunkelheit, und die Tür wurde verriegelt.
- S. 59

Seth hat keine Familie mehr. Schon immer lebt er im abgelegenen Hotel Zur letzten Chance, arbeitet dort als Küchenjunge und als Tellerwäscher. Glücklich ist er nicht, denn die Besitzer des Hotels sind unfreundlich, und Seth wird den ganzen Tag gepiesackt. Als geheimnisvolle Gäste im Hotel ankommen, legt Seth sich richtig ins Zeug, um endlich seinem Traum näherzukommen. Er möchte ein großartiger Koch werden. Ab jetzt soll sich alles für ihn ändern. Seth kreiert ein perfektes Dessert, extra zubereitet für den sympathischen Gast Dr. Thallomius. Doch dieser stirbt nach dem Genuss der Nachspeise. Alle halten Seth für schuldig. Doch auch die magischen Gäste scheinen etwas zu verbergen. Seth beginnt zu ermitteln, auch, um seine Unschuld zu beweisen.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

[Bilderbuch] "Es war einmal ein magisches Buch" von Lily Murray

Ein fantastisches Such-und-Finde-Abenteuer durch dreizehn magische Welten erwartet uns in diesem Buch! In einem alten Spielzeugladen finden Sophie und Jakob ein staubiges Buch mit einem leuchtenden Schlüssel. Sie drehen den Schlüssel und WHOOSH! Die beiden finden sich im Buch wieder, mitten in einem wunderen, fantastischen Abenteuer. Es gibt nur ein Problem - wie kommen Jakob und Sophie wieder aus dem Buch heraus? Die zwei brauchen Hilfe ... Wir folgen ihnen auf ihrer Reise, erleben Abenteuer auf der Pirateninsel, entdecken das Land der Süssigkeiten und reisen auf einem fliegenden Teppich. Auf jeder Doppelseite gibt es eine neue Welt zu entdecken und ein Rätsel, das gelöst werden muss damit Sophie und Jakob aus dem Buch entkommen. (Text- und Coverrechte: Orell Füssli Kinderbuch)


"Es war einmal ein magisches Buch" ist ein Rätsel- und Suchspielbuch, eingebettet in eine moderne Märchengeschichte. Das klingt doch schon mal super, denn wer liebt sie nicht, die Bücher, in denen man gewisse Dinge suchen muss, um weiterzukommen? Unsere jüngste Tochter ist 4 Jahre alt, passt also genau in die empfohlene Zielgruppe. Trotzdem fragte ich mich beim ersten Durchblättern, ob das Bilderbuch vielleicht noch etwas zu anspruchsvoll für sie ist. Einfach ist es nämlich nicht, manchmal sogar recht verzwickt. Doch weit gefehlt; unsere Tochter liebt "Es war einmal ein magisches Buch". Sie kann völlig darin versinken, alleine oder beim gemeinsamen Lesen. Zur Zeit vergeht kein Tag, an dem sie es nicht vorgelesen haben möchte.

Es geht darum, dass die beiden Kinder Jakob und Sofie in einem geheimnisvollen Spielzeugladen ein blaues Buch und den dazu passenden goldenen Schlüssel finden. Als sie den Schlüssel drehen, finden sie sich mitten im Buch wieder und erleben auf jeder Doppelseite ein neues, märchenhaftes Abenteuer. Um im Buch vorwärts zu kommen, müssen sie Rätsel lösen, Dinge finden und durch eine magische rote Tür in die jeweils nächste Buchwelt gelangen. Doch Vorsicht, Jakob und Sofie werden von einer Hexe verfolgt. Diese will unbedingt verhindern, dass die Kinder wieder in die wirkliche Welt gelangen.

Montag, 30. September 2019

[Bilderbuch] "Reise in den Schlummerdschungel" von Juan Muñoz-Tébar

Wenn Elisa nicht schlafen kann, nimmt sie ihre Laterne und geht in die Nacht hinaus. Sie hat keine Angst im Dunkeln. Auf der Schwelle zwischen Schlafen und Wachen, zwischen Fantasie und Wirklichkeit streift sie durch den Schlummerdschungel.

Elisa trifft auf den Ameisenbären Estebaldo. Auch er kann nicht schlafen, und gemeinsam erkunden sie eine wundersame Welt voller verschlungener Pflanzen. Immer wieder stoßen sie auf Tiere - in Höhlen, Bäumen und im See. Schlafen sie oder sind sie noch wach? (Text- und Coverrechte: Atlantis)


Das Einschlafen ist für viele Kinder ja so eine Sache. Die einen tun sich damit leicht und gehen gerne ins Bett. Die anderen haben etwas mehr Mühe. Vielleicht spielen Ängste eine Rolle, vielleicht kreisen die Gedanken zu sehr. Elia, aus "Reise in den Schlummerdschungel", geht es ähnlich. Wenn sie nicht einschlafen kann, wird sie aktiv, begibt sich auf eine Fantasie-Reise in ihren persönlichen Dschungel ... und das hilft ihr am Ende tatsächlich. Nach all ihren Erlebnissen kehrt sie zurück in ihr Bett, um gelassen einzuschlafen.

Wahrscheinlich kann Elisa oft nicht einschlafen, denn es hat den Anschein, als wäre ihr nächtlicher Ausflug in den Schlummerdschungel ihr ganz eigenes Ritual. Elisa steigt aus dem Fenster und befindet sich sofort im Schlummerdschungel. Dunkel ist es hier und ruhig. Doch Elisa hat keine Angst. Mit einer Lampe sucht sie nach allem, was die Nacht versteckt. Und das Beste ist, dass sie sich im Schlummerdschungel mit ihrem Freund Estebaldo trifft, einem Ameisenbären. Die beiden gehen gemeinsam auf Entdeckungsreise oder sie schauen sich die Sterne an, bis sie müde werden. Danach verabschieden sie sich mit einem "Gute Nacht, bis bald wieder".