Mittwoch, 19. Dezember 2018

[Kinderbuch] "Das Weihnachtswunder: Eine magische Wintergeschichte" von Katherine Rundell

Es ist Weihnachten - und ausgerechnet am Heiligen Abend müssen Theos Eltern lange arbeiten! Als Theo eine Sternschnuppe am Himmel sieht, weiß er genau, was er sich wünscht: Nicht mehr alleine sein!
Im nächsten Moment werden vier Figuren lebendig, die Theo als Schmuck an den Weihnachtsbaum gehängt hat: Ein Schaukelpferd, ein Engelchen, ein Trommler und ein Rotkehlchen begleiten Theo durch einen ganz und gar wunderbaren und magischen Weihnachtsabend ... (Text- und Coverrechte: arsEdition)


"Das Weihnachtswunder" ist eines der Bücher, die man auspackt, um sie danach mit offenem Mund zu bestaunen. Das Coverbild gibt nicht einmal ansatzweise wieder, wie schön dieses Buch in der Realität aussieht. Äußerst detailverliebt und mit Goldprägung auf und unter dem Schutzumschlag. Wunderschön gestaltet, passt es hervorragend in die Weihnachtszeit. Ein optisches Highlight, von dem meine Kinder und ich auf den ersten Blick fasziniert waren. Und die Geschichte, in der Weihnachtsbaumanhänger lebendig werden? Ganz neu war diese Tatsache für uns nicht, gefällt aber immer wieder gut. Auch durch eine modernere Auslegung, vor allem aber durch die unglaublich zauberhaften Bilder, verliert die Geschichte nichts von ihrem weihnachtlichen Charme.

Das Buch beginnt ziemlich traurig für den kleinen Theo. Denn ausgerechnet an Heiligabend müssen seine Eltern lange arbeiten. Die Babysitterin ist über ihrem Handy eingeschlafen und selbst das Baumschmücken wird zu einer trostlosen Angelegenheit. Viele Kugeln und Figuren des Baumschmucks sind kaputt oder alt, weil sie zu lange in einer Umzugskiste lagen. Als Theo am Fenster eine Sternschnuppe entdeckt, hat er nur einen einzigen Wunsch: Er möchte nicht mehr alleine sein. Plötzlich werden vier der Weihnachtsfiguren am Baum lebendig. Mit Engelchen, Schaukelpferd, Zinnsoldaten und Rotkehlchen beginnt Theos ganz besonderes Weihnachtserlebnis. Und am Ende wartet tatsächlich eine große Überraschung.

Freitag, 14. Dezember 2018

[Bilderbuch] "Der kleine Hirte und das Weihnachtswunder" von Silvia Schröer und Silke Schwarz

Stille Nacht, heilige Nacht
Der kleine Hirtenjunge Liran und seine Freunde, das Lämmchen und die Nachtigall, sie sind ganz aufgeregt. Denn in dieser Nacht ist etwas anders als sonst. Ein Engel erscheint und verkündet Jesu Geburt. Liran folgt dem Stern und ist der Erste im Stall. Der kleine Hirte schließt das Jesuskind sofort in sein Herz. Er bewacht es eifrig, als immer mehr Besucher kommen und der Trubel im Stall immer größer wird. Zusammen mit Lämmchen und Nachtigall sorgt Liran dafür, dass das Jesuskind endlich in Ruhe einschlafen kann. (Text- und Coverrechte: cbj Verlag)


Ist Weihnachten ein Fest des Glaubens oder der Geschenke und des Konsums? Das kann jeder für sich selbst entscheiden. Doch auch, wenn man Wert auf die ursprüngliche Bedeutung von Weihnachten legt, nämlich die Geburt von Jesus Christus, und diese Kindern vermitteln will, einfach aufrechtzuerhalten ist sie nicht. Wie auch, bei langen Wunschzetteln und einem übervollen Terminkalender im Dezember?
Eine schöne Tradition ist es, den Kindern die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Möglichst originalgetreu, aber gerne kindgerecht umschrieben. Hier kommt "Der kleine Hirte und das Weihnachtswunder" ins Spiel. Das Bilderbuch veranschaulicht das Wunder von Weihnachten sehr deutlich und erzählt nebenher noch eine herzliche und freundliche Geschichte.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

[Sachbuch] "Naturforscher im Winter: Zum Mitmachen und Ausfüllen" von Eva Eich

Mit diesem spannenden Forscherbuch gehen Kinder vor der Haustür auf eine Winterexpedition. Wie bereiten sich die Tiere auf den Winter vor? Welche Spuren kannst du im Schnee entdecken und wie entsteht eigentlich Eis? Aufgebaut nach Themengebieten und Lebensräumen lässt dieses Buch keine Fragen offen. Zahlreiche Tipps, Platz für Beobachtungen und viele praktische Anregungen machen Natur erleb- und erfahrbar. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Meine Kinder sind große Tier- und Naturliebhaber. Und weil gerade der Winter beginnt, passt das Sachbuch "Naturforscher im Winter: zum Mitmachen und Ausfüllen" besonders gut.
Eine große Freude hat damit meine 9-jährige Tochter. Sie ist kaum noch ohne das Buch anzutreffen. Und auch ich selbst bin überrascht, wie umfangreich die Themenwahl und hübsch die Gestaltung ist. Und dann ist das Buch nicht nur informativ, sondern macht auch noch großen Spaß.

Mit der Information geht es schon auf den Umschlagklappen im Innenteil los. Auf der ersten befindet sich eine kleine Nadelbaumkunde, auf der letzten kann man einen Blick auf den Winterhimmel im Januar werfen. Vorne im Buch ist ein Stickerbogen mit heimischen Wildtieren. Die Sticker sind nicht für eine Verwendung im Buch vorgesehen, sondern können nach Belieben verklebt werden. Eine Inhaltsangabe gibt einen Überblick der Themen: Es wird Winter, Der Schnee ist da!, In der Stadt, Am Wasser, Im Wald, Auf der Wiese, Es wird Frühling. Jedes Thema wird umfangreich ausgeführt und spannend verdeutlicht.

Donnerstag, 29. November 2018

[Kinderbuch] "Giraffe und dann ab ins Bett!" von David Grossman

Ruthis Papa trägt ein Bündel auf dem Arm, das unter einem Handtuch versteckt ist. Das Bündel strampelt und kichert. Papa sieht nach, was unter dem Handtuch ist. Vielleicht eine Giraffe? Erst schaut Papa, ob sie Giraffenfüße hat: Stimmt, genau fünf Zehen an jedem Fuß, das passt. Jetzt noch die Ohren. Das Handtuch bewegt sich, bis ein kleines Ohr hervorschaut. Das passt auch. Fehlen noch Mund und Augen - das Handtuch biegt sich vor Lachen und streckt den ganzen Kopf hervor: Hallo, Ruthi! (Text- und Coverrechte: Carl Hanser Verlag)


So auf Anhieb ist mir das Kinderbuch "Giraffe und dann ab ins Bett!" nicht aufgefallen. Ist das Cover zu dunkel oder zu unscheinbar? Völlig unverständlich, wie ich jetzt finde. Denn auf den zweiten Blick haben zwei meiner Kinder, und natürlich ich, dieses Buch ganz fest in unser Herz geschlossen. Schaue ich es jetzt an, dann bin ich entzückt; vom Cover und von den Geschichten sowieso.

Zuerst muss ich aber anmerken, dass ich nicht komplett nachvollziehen kann, warum die Altersempfehlung ab 3 Jahren festgesetzt wurde. Meine jüngste Tochter ist drei, bald vier, und sie versteht keine der Geschichten im Zusammenhang. Dafür saugt sie das, was sie versteht, auf wie ein Schwamm und ist begeistert von den vielen lebensnahen Bildern, die die einzelnen Geschichten begleiten. Meine 9-jährige Tochter hingegen ist völlig fasziniert von den Geschichten, obwohl sie schon etwas zu alt dafür erscheint. Allerdings kann sie hinter den Humor, den Twist oder die Situationskomik jeder Geschichte schauen und kichert beim Lesen und Vorlesen am laufenden Band. Damit ist "Giraffe und dann ab ins Bett!" für sie und mich ein wunderschönes Vorleseerlebnis. Empfehlen würde ich dieses Kinderbuch ab etwa 5 Jahren.

Dienstag, 27. November 2018

[Kinderbuch] "Professor Plumbums Bleistift: Voll verschneit!" von Nina Hundertschnee

Professor Plumbums Bleistift ist magisch: Wer mit ihm schreibt, reist in andere Welten!

BAND 3: Brrr, ist das kalt! Erst wissen Hanna und Henri gar nicht, wo sie sind. Bis plötzlich ein zotteliges Mammut vor ihnen steht - ein Urtier aus der Eiszeit! Nun müssen die Freunde schnell sein: denn wenn es dunkel wird, erwachen die Säbelzahntiger ... (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)


In meiner Kindheit war Zauberpapier voll im Trend. Mit einem Bleistift wurde über eine vermeintlich weiße Fläche schraffiert, und heraus kamen Bilder, die zuvor verborgen waren. In der Kinderbuchreihe Professor Plumbums Bleistift, wird genau das aufgegriffen und jeweils über eine spannende (und spaßige) Geschichte vertieft. Jedes Buch enthält vier Seiten Zauberpapier, über das Kinder nach Herzenslust schraffieren können, genau wie Hanna und Henri in der Geschichte. Denn wenn diese beiden mit dem magischen Bleistift von Professor Plumbum schreiben, dann werden sie sofort in ein neues Abenteuer gewirbelt und reisen in eine andere Welt.

"Voll verschneit!" ist das dritte Abenteuer der Freunde Hanna und Henri. Es ist kalt geworden und es liegt Schnee. Die beiden wollen Professor Plumbum in seinem Schreibwarenladen besuchen. Doch dieser ist verschlossen, der Professor ist krank. Er leidet an Herzschmerz, weil er seinen alten Freund vermisst, der vor vielen Jahren verschwand. Als Henri und Hanna mit dem magischen Bleistift davongewirbelt werden, versprechen sie Professor Plumbums alten Freund zu suchen. Sie landen zu einer Zeit, als es überall kalt und eisig war ... in der Eiszeit.