Sonntag, 19. November 2017

[Bilderbuch] "Hänsel und Gretel" von den Brüdern Grimm

Hänsel und Gretel werden von ihren armen Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, im finsteren Wald ausgesetzt. Ein erstes Mal finden sie wieder nach Hause, weil Hänsel Kieselsteine gestreut hat; beim zweiten Mal hat er nur Brotkrümel. Und diese werden von den Vögeln aufgepickt. So verirren sich die Kinder im Wald. Sie gelangen zu einem Lebkuchenhaus und fangen vor Hunger an, daran zu knabbern. Da tritt eine alte Frau heraus und bittet sie freundlich hereinzukommen - es ist aber eine alte Hexe, die Kinder mästen und dann verschlingen will. Die beiden merken es rechtzeitig und es gelingt ihnen, die Hexe ins Feuer zu stoßen. Mit reichen Schätzen beladen, kehren sie nach Hause zurück. (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an an Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?
Es ist ziemlich kurios, denn obwohl dieses Märchenlied jeder kennt, ist der Verfasser bis heute unbekannt. Sehr bekannt sind dagegen die Brüder Grimm, denen wir das Märchen "Hänsel und Gretel", aus ihrer berühmten Sammlung Kinder- und Hausmärchen, zu verdanken haben. Es ist eines der bekanntesten und der am meist erzählten überhaupt.
Obwohl Märchen, unter heutigen Gesichtspunkten und mit modernem Gedankengut, wohl nicht mehr zeitgemäß wären, haben sie nach wie vor einen hohen Stellenwert bei vielen Lesern und Familien, da sie ihren Charme niemals verlieren. Auch, wenn sie teilweise sehr hart und drastisch erzählt sind, sollten die Originalmärchen Kindern nicht vorenthalten werden. Bei uns sind sie ein Bestandteil der Kinderliteratur.

Die Geschwister Hänsel und Gretel stammen aus einfachen Verhältnissen. Die Familie ist so arm, dass die Eltern nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Da hat die (böse) Stiefmutter - übrigens ein sehr häufiges Stilmittel im Märchen - die Idee, die Kinder im Wald auszusetzen. Der Vater hadert damit, stimmt aber schlussendlich zu. Schon alleine diese Tatsache ist äußerst herzlos und berührt stark. Was dann passiert, und dass Hänsel und Gretel im Wald auf eine Hexe samt Knusperhäuschen treffen, ist hinreichend bekannt. Oft wird das Märchen gekürzt, das hier vorliegende Original ist lang und ausführlich. Meine Tochter (8) hat sich mitreißen lassen, fand die Erlebnisse der beiden Kinder äußerst spannend und auch sehr gruselig. Denn nicht nur die Aktionen von Vater und Mutter, auch die der Hexe, lassen Vorleser und Zuhörer schaudern. Zum Glück gewinnt hier das Gute, wie in allen Märchen der Brüder Grimm. Hänsel und Gretel gelangen sicher wieder nach Hause.

"Hänsel und Gretel" wurde von Bernadette eindrucksvoll illustriert. Die Bilder erinnern an eine Inszenierung oder ein Theaterstück. Sie sind auffallend detailliert und habe einen Stil, der einzigartig ist und sich bei Schlüsselszenen als sehr herzergreifend herausstellt. Weil der Text hier umfangreich ist, eignet sich das Märchen für Kinder, die gerne zuhören und ist damit ein Garant für eine ausgiebige und gemütliche Vorlesezeit. Die Bilder passen dazu perfekt.

Damaris' Fazit ...
Wer kennt es nicht, das Märchen von "Hänsel und Gretel". Schließlich ist es eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm. Die Bilderbuchausgabe enthält das Märchen in der originalen Fassung, und die detaillierten Illustrationen erinnern an ein Theaterstück. Sie sind wirklich wunderschön und veranschaulichen "Hänsel und Gretel" perfekt. Für Kinder bedeutet das spannende Lesestunden und eine gemütliche Vorlesezeit. Diese Ausgabe gehört meiner Meinung nach in jede Bilderbuchsammlung.


NordSüd Verlag 2016 - Hardcover, 32 Seiten - 14,99 € [D] - Format 22 x 28 cm - Illustriert von Bernadette Watts - ab 4 Jahren

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