Donnerstag, 18. Mai 2017

[Kinderbuch] "Drachenalarm auf meinem Teller" von Tom Nicoll

Kleiner Drache, große Schwierigkeiten! Als Eric einen winzigen Drachen in seinem Essen findet, denkt er erst, es wäre ein Spielzeug. Aber Ping, der Mini-Drache, ist quicklebendig. Er kann sogar sprechen. Und er bringt Eric in jede Menge Schwierigkeiten. Weil Pings Leibspeise Bergziege gerade nicht verfügbar ist, macht er sich über die müffelige Dreckwäsche her. Und verhält sich auch sonst ziemlich auffällig! Wie soll Eric da bloß sein Mini-Drachen-Geheimnis bewahren? (Text-, Cover- und Zitatrechte: arsEdition)


"Drachenalarm auf meinem Teller" ist das erste Kinderbuch des Autors Tom Nicoll. Und weil ich gerne Kinderbücher lese, und weil alleine das Cover eine spaßige Geschichte verspricht, freute ich mich auf eine schöne Kinderbuch-Schmökerzeit. Doch ich hatte nicht mit meinem 9-jährigen Sohn gerechnet, der mir das Buch sogleich aus der Hand riss. Nun gut, damit hatte er das Lesevorrecht und ich musste mich hinten anstellen. Nachdem wir beide die Geschichte beendet hatten, waren wir uns aber völlig einig: "Drachenalarm auf meinem Teller" ist eine überaus humorvolle und liebeswerte Geschichte. Und spaßig noch dazu!

Weil es in Erics Familie etwas zu feiern gibt (Erics Dad ist ein Fußballtrainer, dessen Mannschaft tatsächlich mal ein Tor geschossen hat, ein Eigentor zwar, aber das zählt genauso!), bestellen sie chinesisches Essen. Sie bekommen sogar noch Sojasprossen umsonst dazu. Und genau in diesen Sojasprossen findet Eric einen kleinen Spielzeugdrachen - das nimmt er jedenfalls an -, bis der vermeintlich Spielzeugdrache plötzlich zu reden beginnt.

Ganz langsam ließ ich das Comicheft sinken und blickte zum Ende meines Bettes.
Dort saß der Spielzeugdrache aus der Sojasprossen-Box und las mit seinen drachenartigen Krallen in einem Captain-Bin-Man-Comic. (Glückskeksnachricht: "Dein Leben wird sich schon bald verändern.")
Zwei Dinge wurden mir klar:
Der Spielzeugdrache war gar kein Spielzeug.
Und wer auch immer bei 'Panda Pavillon' für die Glückskekse zuständig war, hatte sich diesmal richtig ins Zeug gelegt.
- S. 23

Ab nun wirbelt Ping, der Mini-Drache, Erics Leben ganz schön durcheinander. Und das so lustig, turbulent und einfach reizend, dass das Lesen eine wahre Freude ist. Das Ganze wird noch dadurch verschärft, dass Eric den Drachen als Geheimnis bewahren will. Ein fast unmögliches Unterfangen, verdeutlicht durch viel Situationskomik und witzige Vorkommnisse. Zudem ist Erics Familie herrlich schräg und trotzdem fühlt man sich dort gut aufgehoben.

Die Textgröße ist an die Zielgruppe angepasst, die Sprache des Buches ist heiter und gut zu verstehen. Kinder können sich mit Eric identifizieren, weil er die Geschichte erzählt. Besonders viel Spaß machen den jungen Lesern die viele Illustrationen, Zeichnungen und lustigen Listen, die im Buch zu finden sind. Ich habe meinen Sohn mehrfach beim Vorblättern ertappt, als er sich die Bilder anschaute. Er konnte nicht erwarten zu erfahren, wie es weiterging. "Drachenalarm auf meinem Teller" ist eine abgeschlossene Geschichte. Bis jetzt sind noch zwei weitere Abenteuer mit Eric und Mini-Drache Ping erschienen.

Damaris und mini 1 - Der Schelm (9) ...
hatten unheimlich viel Spaß beim Lesen von "Drachenalarm auf meinem Teller". Was das lustige Cover verspricht, wird in der Geschichte ebenso fortgesetzt. Das Buch ist herrlich witzig, voller Situationskomik und Humor. Dazu liebevoll schräg mit vielen tollen Illustrationen und Besonderheiten. Wir haben Eric und Mini-Drache Ping sofort in unser Herz geschlossen. Unbedingt anschauen!


arsEdition 2017 - Band 1 - Hardcover, 160 Seiten - 9,99 € [D] - Illustrationen von Sarah Horne - Übersetzt von Doris Hummel - ab 8 Jahren

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