Mittwoch, 22. März 2017

[Bilderbuch] "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" von Marcus Pfister

© Cover NordSüd Verlag
Der Regenbogenfisch fühlt sich im Glitzerschwarm sehr wohl. Sogar eine neue Freundin ist zum Schwarm dazugekommen. Das Fischmädchen Rotflosse schlägt vor Verstecken zu spielen und alle sind begeistert. Nur läuft es für den Regenbogenfisch diesmal nicht so gut wie sonst. Zuerst findet er keinen der anderen Fische, dann wird sein eigenes Versteck auch noch sofort entdeckt. So macht ihm das keinen Spaß. Früher hat er doch immer gewonnen! Ein guter Verlierer zu sein ist gar nicht einfach.


Im Jahr 2017 feiert der Regenbogenfisch ein großes Jubiläum. 25 Jahre gibt es die Bücher rund um den kleinen Glitzerfisch schon! Mich selbst begleitete das erste Buch "Der Regenbogenfisch" bereits durch meine Ausbildung zur Erzieherin, weitere Geschichten lernte ich zusammen mit meinen Kindern kennen. Bis dato sind sieben Bilderbuchabenteuer mit dem Regenbogenfisch erschienen, dazu noch einige Begleit- und Lernbücher. Es ist zwar schön, wenn man das erste Buch kennt, aber im Prinzip kann jede Geschichte unabhängig von den anderen gelesen werden. "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" ist das neueste Abenteuer.

In den Büchern über den Regenbogenfisch kann man in jeder individuellen Geschichte ein gemeinsames Thema entdecken - Werte. Hier werden Dinge angesprochen, die ein zufriedenes Miteinander vermitteln, die Kinder bewegen und zu ihrem Alltag gehören. Es geht ums Teilen, Hilfsbereitschaft, Angstgefühle, Streit oder, im neuen Buch, das Verlierenlernen.

In einer einfachen und gut verständlichen Sprache erleben Kinder eine Geschichte, die gewiss jedes von ihnen so, oder so ähnlich, schon kennt: Ein Gruppenspiel. Hier spielen die Fische Verstecken, und der Regenbogenfisch ist mal nicht der Beste von allen. Er findet die anderen Fische nicht, wird aber selbst sehr schnell entdeckt. Wie frustrierend! Der Regenbogenfisch ist eingeschnappt und boykottiert das Spiel. Zum Glück hat er eine gute Freundin, die ihm nahelegt, dass man im Leben nicht immer nur gewinnen kann. Es ist zwar nicht leicht, kein Spielverderber zu sein, aber sehr fair der Gruppe und Einzelnen gegenüber, wenn man sich auch mit anderen Gewinnern freuen kann.

Obwohl die Geschichte bewusst einfach strukturiert ist, ist sie spannend und gefühlvoll geschrieben. Es ist sehr gut nachvollziehbar, wie sich der Regenbogenfisch, aber auch seine Freunde, fühlen. Kinder verstehen die Botschaft hinter der Geschichte. Die farbenfrohen Bilder im Aquarellstil passen einfach hervorragend zur Unterwasserwelt, sind wunderschön anzusehen, und sind beispielhaft für alle Bücher mit dem Regenbogenfisch.

Damaris schätzt ...
die klaren Strukturen und die Vermittlung der Grundwerte eines positiven Miteinanders, die die Abenteuer des Regenbogenfischs beinhalten. "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" zeigt Kindern anhand einer bekannten Situation, dass man im Leben nicht immer nun gewinnt und wie man seinen Freunden gegenüber trotzdem fair bleiben kann. Die Geschichte ist sehr gut verständlich und macht Kindern großen Spaß. Die Bilder sind, wie immer, herrlich anzusehen. Ein tolles Regenbogenfisch-Abenteuer!


NordSüd Verlag 2017 - Band 7 - Hardcover, 32 Seiten - 16,00 € [D] - Format 22 x 29 cm - Text und Illustrationen von Marcus Pfister - ab 4 Jahren

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