Montag, 27. Februar 2017

[Bilderbuch] "Tapsi will kuscheln" von Sean Julian

© Cover NordSüd Verlag
Der Walddrache Tapsi kuschelt gerne. Und unbedingt möchte er die kleine Elfe Pünktchen dazu überreden. Doch die lehnt das Kuscheln mit Tapsi kategorisch ab. Denn sie weiß noch genau, was beim letzten Mal passiert ist. Tapsi versucht Pünktchen mit allen Mitteln zu überreden; mit Tränen und Geschenken. Doch Pünktchen bleibt hart. Ob es dem Walddrachen noch gelingt, seine Freundin zu überreden?


"Tapsi will kuscheln" ist ein Bilderbuch zum Mitfiebern. Und das, obwohl es ums Kuscheln geht, gewürzt mit einer großen Portion Humor und Emotionen. Am Ende muss man herzlich lachen, ganz besonders die kleinen Zuhörer, die mit ihrem feinen Gespür für Gefühle die Pointe sofort verstehen.

Tapsi ist ein Walddrache und ein richtiger Kuscheldrache noch dazu. Darum fragt er auch die Elfe Pünktchen, ob sie mit ihm kuscheln mag. "Nie im Leben!", kommt es von Pünktchen zurück. Denn sie hat keine Lust mehr auf das Erlebnis vom letzten Mal. Was das war, weiß man als Leser und Betrachter des Bilderbuchs nicht. Einzig, dass es der kleinen Elfe nicht gefiel ist deutlich zu spüren. Denn soviel sich Tapsi nun auch bemüht, mit (lustigen) Geschenken oder mit (gespielten) Tränen, Pünktchen kuschelt mit allen Tieren des Waldes, mit Tapsi aber nicht. Bis dieser etwas leistet, was die kleine Elfe ihre Entscheidung nochmals überdenken lässt.

Obwohl Tapsi ein Walddrache und Pünktchen eine Elfe ist, haben Kinder nicht das Gefühl, eine Geschichte über Fantasywesen zu hören und zu betrachten. Beeindruckend sind die natürlichen Emotionen, die Autor und Illustrator Sean Julian seinen kleinen Helden ins Gesicht gezeichnet hat. Ob Ärger, Ratlosigkeit, Traurigkeit oder Freude, alles kommt direkt beim Betrachter an. Nebenbei sind die Bilder sehr niedlich und herzlich gezeichnet, und das Bilderbuch ist sehr wunderschön gestaltet.
Kinder müssen nicht kuscheln, wenn sie das nicht wollen! Egal, was ihnen versprochen wird, egal, wie sehr man sie zu überreden versucht. Das ist die schöne und wichtige Nebenbotschaft, die man aus der Geschichte heraushören kann. Dass die Geschichte vom kuschelnden Walddrachen Tapsi mit viel Humor und einer witzigen Pointe zu Ende gebracht wird, ist nochmals ein ganz besonderer Bonus.

Damaris sagt ...
"Tapsi will kuscheln" ist ein total niedliches und ansprechendes Bilderbuch. Besonders schön sind die Emotionen von Walddrache Tapsi und Elfe Pünktchen, die den beiden sehr deutlich ins Gesicht geschrieben, bzw. gezeichnet sind, darum auch unverstellt bei den kleinen Bilderbuchbetrachtern ankommen. Die Nebenbotschaft Grenzen zu akzeptieren, und diese nochmals durch eine lustige Pointe aufzuwerten, ist ganz hervorragend gelungen. Sehr klasse!

mini 2 - Die Träumerin (7) hegt ...
große Sympathien für Walddrache Tapsi und muss am Ende begeistert kichern (bevorzugt zusammen mit ihrem älteren Bruder). Sie nimmt sich das Buch immer wieder zur Hand, um es für sich ganz alleine zu lesen und anzuschauen.


NordSüd Verlag 2017 - Hardcover, 32 Seiten - 14,00 € [D] - Format 22 x 26 cm - Illustriert von Sean Julian - Übersetzt von Anna Schaub - ab 4 Jahren

Samstag, 25. Februar 2017

[Kinderbuch] "Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle" von Martin Baltscheit

Der Bär wird um sein faules Leben im Zoo beneidet. Jeden Tag drei Mahlzeiten und satt einschlafen. Dabei wäre er viel lieber frei wie die Krähe. Die bietet ihm die Chance seines Lebens: Sie können ihre Körper tauschen! Schnell muss der Krähenbär feststellen, dass gute Manieren in freier Wildbahn reine Zeitverschwendung sind, und die Bärenkrähe frisst sich nicht nur rund, sondern auch unglücklich. Und so teilen sich die beiden am Ende die Vollpension im Zoo in einer freien Entscheidung. (Text- und Coverrechte: Dressler Verlag)


Zwei unzufriedene Tiere und eine ungewöhnliche Freundschaft - so könnte man das Thema von "Krähe und Bär" in aller Kürze zusammenfassen. Dass das Buch als tiefgründig, überraschend und urkomisch beschrieben wird, war mir vor dem Vorlesen nicht deutlich bewusst. Aber umso besser. Meine zwei Kinder sind mit 7 und 9 Jahren im perfekten Vorlesealter für das Buch. Doch nach den ersten Seiten war ich irritiert und die Kinder ebenso. In mir kam die leise Frage auf, ob das Buch vielleicht nicht ZU tiefgründig oder ZU abgedreht ist? Jetzt sage ich nein, es ist genau richtig! Aber anspruchsvoll ist es schon. Mehr, als man bei der herrlich fröhlich-zufriedenen Illustration auf dem Einband erwarten würde.

Der Bär ist unzufrieden mit seinem Leben im Zoo. Zwar hat er täglich drei sichere Mahlzeiten, aber er ist in einem kleinen Gehege gefangen. Außer schlafen, essen und andauerndes Im-Kreis-Laufen passiert hier nicht viel. Er möchte frei sein. Der Autor bringt die Frustration des Bären so deutlich zum Ausdruck, dass sie einem förmlich aus dem Text entgegenschreit. Lustig und komisch ist das nicht, eher sehr ehrlich und ernüchternd - und auch etwas traurig.
Die Krähe ist frei und kann fliegen wohin sie will, dafür plagt sie andauernder Hunger. Aus anfänglicher Abneigung, seitens des Bären, entwickelt sich eine zaghafte Freundschaft, die beiden ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Am Ende werden aus Feinden echte Freunde, die dankbar für ihr Leben sind und sich die Annehmlichkeiten teilen.

Ich bin der Meinung, dass man der Geschichte etwas Zeit geben sollte. "Krähe und Bär" ist ein Kinderbuch, an das man sich gewöhnen, in das man sich einlesen muss. So schlug die anfängliche Skepsis bei mir und den Kinder in plötzlichen Enthusiasmus um. Die Handlung wurde spannend und tatsächlich überraschend. Die Illustrationen sind perfekt! Besonders mein Sohn war von der Geschichte fasziniert. Einen Anteil daran hatte sicherlich auch die spröde Erzählweise mit ihren Kraftausdrücken, die nicht jedem Vorleser gefallen werden. Der Text gleicht manchmal vom Ausdruck her einem Drehbuch, kann aber mit Bären- und Krähenstimme (farblich hervorgehoben) perfekt vorgelesen werden. Die Wirkung auf die jungen Zuhörern ist klasse. Einige Dinge wird man Kindern eventuell erklären müssen, bzw. könnte sich während des Vorlesens ein Gesprächsbedarf entwickeln.
Am Ende hat die Geschichte sogar noch liebevolle Nuancen und wird zu einem positiven Schluss geführt.

Damaris sagt ...
"Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle" ist kein gewöhnliches Kinderbuch. Es ist sogar in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Lässt man sich aber auf Erzählstil und Geschichte ein, entwickelt sie sich zu einem spannenden Abenteuer, mit ganz eigenem Humor und mancher Überraschung. Die Geschichte verfehlt ihre Wirkung nicht. Die positive Aussage und der gelungene Schluss haben uns überzeugt. Mutig sein und ausprobieren!


Dressler Verlag 2017 - Hardcover, 112 Seiten - 12,99 € [D] - Illustrationen von Wiebke Rauers - ab 6 Jahren

Freitag, 24. Februar 2017

[Bilderbuch] "Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin" von Pei-Yu Chang

© Cover NordSüd Verlag
Herr Benjamin ist ein Philosoph, ein sehr kluger Mann, mit guten und ungewöhnlichen Ideen. Doch eines Tages entscheidet das Land, in dem er lebt, dass Menschen wie Herr Benjamin nicht erwünscht und außergewöhnliche Ideen gefährlich sind. Er muss sich verstecken und später einen geheimen Weg flüchten, um nicht verhaftet zu werden. Obwohl der Weg weit und beschwerlich ist, nimmt Herr Benjamin einen großen Koffer mit. Er ist ihm so wichtig, dass er ihn nicht zurücklassen kann. Denn der Inhalt könnte alles verändern.


"Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin" basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Schriftstellers und Philosophen Walter Benjamin (1892 - 1940). Er floh vor den Nazis die so genannte F-Route über die Pyrenäen zur spanischen Grenze. Die Fluchtabsicht in die USA führte er nicht zu Ende. Den Inhalt seines Koffers kennt bis heute niemand.
Als ich das Bilderbuch durchlas, ging es mir sehr zu Herzen. Es hat eine enorme Ausdruckskraft und vermittelt geschichtliches Wissen und Werte. Aber nicht frontal, sondern subjektiv, auf eine kindgerechte Art. Ich befürchtete allerdings, dass Kinder mit der Geschichte etwas überfordert sein könnten. Das hat sich nicht bestätigt. Meine Tochter liebt dieses Buch. Sie ist völlig fasziniert von der Geschichte, den Bildern und diesem Mann mit Koffer. Die Geschichte wirft Fragen auf. So viele, dass wir das Thema noch über das Buch hinaus vertieft haben. So wünscht man sich das bei einem Bilderbuch!

Dass Herr Benjamin Jude war, wird im Buch nicht benannt. Auch nicht vor wem oder was er floh. Das soll auch nicht der Ansatz für junge Kinder sein. Es geht darum, dass es Menschen gibt, die ihre Ansichten, ihr Wissen und ihre Ideen unbedingt bewahren wollen, auch wenn sie damit bei anderen auf Ablehnung und Gegenwehr stoßen. Wie Herr Benjamin etwas in seinem Koffer verwahrt, das ihm das Allerwichtigste ist. Was es ist, ist im Grunde egal.
Neben der eigentlichen Geschichte gibt es am Ende noch sehr interessante Tatsachen-Infos zu Walter Benjamin, Fluchthelferin Lisa Fittko und der Autorin Pei-Yu Chang, die dieses Kinderbuch veröffentlichte, weil sie so sehr fasziniert vor der Geschichte des Herrn Benjamin und seinem Koffer war.

Die Gestaltung des Buches hat etwas Einzigartiges und ist sehr großformatig. Die Autorin kombiniert diverse Materialien, Schriftarten und Farbutensilien und schafft damit einen ganz besonderen Kunststil. Manche Szenen sind düster, andere wirken wie eine Kombination aus Kinderzeichnung und Scherenschnitt. Alle Illustrationen ergeben, zusammen mit der Geschichte, ein faszinierendes Gesamtbild. Meine Tochter klebt an den Seiten, egal ob sie das Buch alleine anschaut oder ob ich es vorlese. Das zu sehen ist großartig.

Damaris ...
erachtet Bilderbücher wie "Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin" als wichtig und notwendig. Nicht so sehr, wegen des geschichtlichen Hintergrundes, denn eine konkrete Benennung findet man hier nicht. Viel sinnvoller ist die Aussage Ideen und Wissen zu bewahren und zu schützen. Das Buch beschäftigt lange durch eine indirekte Aufklärung und die eindrucksvolle Gestaltung. Es wirft viele Fragen auf, bietet damit eine tolle Möglichkeit zum Gespräch. Sehr empfehlenswert!


NordSüd Verlag 2017 - Hardcover, 48 Seiten - 18,00 € [D] - Format 27 x 31 cm - Text und Illustrationen von Pei-Yu Chang - ab 4 Jahren

Donnerstag, 23. Februar 2017

[Kinderbuch] "Kasimir Karton: Mein Leben als unsichtbarer Freund" von Michelle Cuevas

Manchmal wundert Kasimir sich schon, warum ihn niemand beachtet. Im Sportunterricht wird er nicht als Letzter ins Team gewählt, er wird gar nicht gewählt. Der Busfahrer schließt die Tür vor seiner Nase, und seine Eltern vergessen, ihm bei den Mahlzeiten einen Teller hinzustellen. Nur seine Zwillingsschwester Fleur hält zu ihm. Doch eines Tages macht Kasimir eine schockierende Entdeckung: Er ist unsichtbar! Fleur hat sich ihn ausgedacht! Mit dem Wunsch, ein echter Junge zu werden, begibt sich Kasimir auf eine lange Reise ... (Text- und Coverrechte: FISCHER KJB)


Hatten wir nicht alle schon einmal einen unsichtbaren Freund? Während manche Kinder sich nur zeitweilig vorstellen, einen imaginären Freund oder Freundin zu haben, begleitet dieser Wunschfreund andere durch die phantasievolle Zeit des Kindseins. Ob als Mensch oder Tier, als Märchengestalt oder der reinen Vorstellungskraft entsprungen, ein unsichtbarer Freund bereichert die Kindheit. Ich persönlich kann mich an so manches Zwiegespräch mit einer Wunschfreundin erinnern. Und manchmal höre ich meine eigenen Kinder vor sich hinflüstern, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Wer weiß, vielleicht reden auch sie mit ihrem imaginären Freund? Michelle Cuevas hat diesem Thema in "Kasimir Karton: Mein Leben als unsichtbarer Freund" eine ganz besondere Stimme gegeben.

"Die Wahrheit ist", antwortete sie, "du bist so unsichtbar, wie du dich fühlst, egal ob dich jemand erfunden hat oder nicht."
"Hm", sagte ich, und meine Stimme klang jetzt ganz dünn. "Ich fühle mich wie Luft. Ich fühle mich wie ein Windhauch. Ich fühle mich wie aus Sand gebaut, und die Flut kommt."
- S. 51

Kasimir Karton ist der Zwillingsbruder von Fleur, schon immer, bzw. seit 8 Jahren, solange er sich eben erinnern kann. Manchmal wundert sich Kasimir schon etwas, denn niemand scheint ihn zu mögen, sogar richtiggehend zu ignorieren. Ganz deutlich wird das bei den Klassenkameraden, die ihn im Sportunterricht noch nie ins Team gewählt haben. Auch der Familienhund verhält sich komisch. Er liebt Fleur, bellt Kasimir aber nur an. Und wenn Kasimir ganz ehrlich zu sich ist, verhalten sich auch seine Eltern nicht normal. Sie übergehen ihn einfach, wie immer. Kurz, Kasimir findet heraus, dass er kein echter Junge, sondern ein unsichtbarer Freund, eine Einbildung von Fleur ist. Das wirft ihn völlig aus der Bahn ... und dann nimmt die turbulente Geschichte ihren Lauf.

Im ersten Moment tat mir Kasimir furchtbar leid. Seine Gefühle, als er entdeckt, dass er kein normaler Junge ist, sind so deutlich, dass man sich direkt betroffen fühlt. Die Geschichte besitzt eine große Sensibilität und eine ausdrucksstarke Poesie, die zwischen die Zeilen geschrieben ist. Für manchen 8-jährigen Leser könnte das Buch darum etwas anspruchsvoll sein. Doch Kasimir findet seinen Weg, auf eine total humorvolle und witzige Art und Weise. Die Zeichnungen der Autorin in Buch sind herrlich passend! Obwohl die Geschichte sehr echt wirkt, hat sie eine große, phantasievolle Komponente, die Kinder begeistern wird. Sehr schöpferisch-klug ist auch das Ende. Es gleicht einem Kreislauf, bei dem sich alles zum Richtigen und Guten fügt. Sehr anrührend.

Damaris ...
hat in diesem Buch die Phantasie wiedergefunden, die Kinder besitzen und die Erwachsenen (leider!) mit der Zeit abhanden kommt. "Kasimir Karton: Mein Leben als unsichtbarer Freund" ist die pfiffige und poetische Selbstfindung eines kleine Jungen, der anders ist und trotzdem seinen Weg findet. Der originelle Humor ist das Sahnehäubchen. Und es stimmt: "Man ist nur so unsichtbar, wie man sich fühlt." Eine sehr besondere Geschichte!


FISCHER KJB 2017 - Hardcover, 208 Seiten - 12,99 € [D] - Mit Zeichnungen von Michelle Cuevas - Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn - ab 8 Jahren

Dienstag, 21. Februar 2017

[Kinderbuch] "Mia voll verdoodelt: Krokodile lieben Fischstäbchen" von Knife & Packer

Irgendwas treibt Mia immer in die absurdesten Situationen. Stellt euch vor, sie ist umzingelt von Krokodilen, klammert sich an eine Aktentasche voller Fischstäbchen, trägt dabei eine Sumpfmonster-Maske und ihre Lehrerin ist gerade dabei, ihre Eltern anrufen! Klingt wie ein abgefahrener Traum? Nein, das ist Mias Leben: chaotisch, witzig und voller Überraschungen. Genau wie ihre lustigen Doodles, die sie in ihrem Tagebuch festhält! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Als ich selbst noch ein Kind war (lange ist es her!) gab es entweder Kinderromane oder Comics. An Comicromane kann ich mich nicht erinnern. Dabei sind sie eine perfekte Ergänzung zum klassischen Kinderbuch, denn sie schließen die Lücke zwischen Comics und Büchern mit umfangreichem Text.

"Mia voll verdoodelt" ist eine neue Comicroman-Reihe. Die Hauptzielgruppe sind Mädchen, ab etwa 9 Jahren, die bei dieser Art von Büchern bisher immer ein wenig das Nachsehen hatten. Jetzt ist es aber so, dass mein 9-jähriger Sohn zwar gerne liest, sich dabei aber nicht besonders anstrengen möchte. Er bevorzugt tatsächlich die klassischen Comics, oder aber Kinderbücher mit wenig Text und vielen Bilder. Ich drückte ihm Mias erstes Abenteuer "Krokodile lieben Fischstäbchen" in die Hand, tatsächlich mit der Hoffnung, seine Leseinteressen zu vergrößern. Das Resultat: Ich sah ihn fast nur noch mit dem Buch in der Hand. Zielgruppe hin oder her, er hat es innerhalb kurzer Zeit verschlungen.

Kinder sind so begeistert von Mia, weil sie Geschichten und Situationen aus dem Alltag erzählt. Da geht es um Familie, die beste Freundin, die Angst vor dem ersten Schultag oder der strengen Lehrerin, einen Besuch im Kino und noch viel mehr. Zwar ist die Handlung sehr überspitzt und extrem dramatisiert, aber gerade das gefällt den jungen Lesern. Sie können sich in Situationen einfühlen, sich vielleicht sogar damit identifizieren - und natürlich macht es großen Spaß Mias Schlamassel zu erleben. Das Buch so humorvoll wie witzig. Man muss beim Lesen die ganze Zeit kichern oder schmunzeln.
Es gibt keine einzelnen Kapitel, die Handlung ist fortlaufend. Der Text ist unterlegt mit vielen, vielen Zeichnungen, Listen oder hervorgehobenen Wörtern. Dadurch bleibt der Umfang jeder Seite überschaubar und ist sehr motivierend für den Lesefortschritt. Die Seiten fliegen dahin. Am Ende gibt es einen Hinweis auf den Folgeband, bzw. ein neues Mia-Abenteuer. Mein Sohn hat mich schon mehrfach daran erinnert, das Buch auf jeden Fall lesen zu wollen.

Damaris und mini 1 - Der Schelm (9) ...
können "Mia voll verdoodelt: Krokodile lieben Fischstäben" allen Kindern empfehlen, die gerne lustige und turbulente Geschichten lesen, die mit vielen Bildern unterlegt sind. Viel zu schnell ist man am Ende des Comicromans, hat dabei viel erlebt und gelacht und kann weitere Mia-Abenteuer garantiert nicht abwarten. Die Hauptzielgruppe sind zwar Mädchen, meinem Sohn war das aber herzlich egal. Er hatte mindestens genauso viel Spaß!


arsEdition 2017 - Band 1 - Hardcover, 224 Seiten - 9,99 € [D] - Text und Illustrationen von Knife & Packer - Übersetzt von Anne Braun - ab 9 Jahren

[Bilderbuch] "Auch Prinzessinnen müssen mal pupsen" von Ilan Brenman

© Cover arsEdition
Laura ist schon im Kindergarten. Und heute geht ihr die Frage nicht mehr aus dem Kopf, ob auch Prinzessinnen mal pupsen müssen. Zum Glück hat Laura einen schlauen Papa. Der sucht im Bücherregal nach einem alten Buch, in dem die größten Geheimnisse berühmter Prinzessinnen zu finden sind. Unter anderem, dass sogar Prinzessinnen mal pupsen müssen.


Kinder lieben spannende Geschichten, aber genauso sehr lieben sie Geschichten mir Humor, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen und gerne auch mal ein Reizthema enthalten dürfen. Diese verbreiten beim Vorlesen nämlich einen lockere, heitere Stimmung voller Kicheranfälle und erstaunten Ausrufen. Eines dieser Bücher ist "Auch Prinzessinnen müssen mal pupsen". Meine Tochter hat schon losgekichert, als ich ihr nur den Titel vorgelesen habe. Denn das Pupsen, das ist gerade ein Thema, das sie tatsächlich viel beschäftigt.

Die Frage der kleinen Laura kommt nicht von ungefähr. Denn schnell lernen Kinder, dass Pupse in der Öffentlichkeit unerwünscht sind. Alleine das Geräusch ist peinlich, vom Gestank müssen wir gar nicht reden. Manchmal lässt sich so ein Pups aber nicht verhindern. Aber wie ist das eigentlich bei Prinzessinnen? Was machen die, wenn sie mal pupsen müssen. Lauras Papa erzählt seine Tochter daraufhin von den berühmtesten aller Prinzessinnen: Cinderella, Schneewittchen und auch der kleinen Meerjungfrau - die alle unterschiedliche Erlebnisse mit dem Pupsen hatten. Laura ist erstaunt, überrascht und kichert viel. Die ganze Geschichte ist so niedlich und humorvoll, dabei auch sehr liebevoll, dass einem beim Vorlesen das Herz aufgeht. Die Reaktionen der zuhörenden Kinder sind unbezahlbar!

Die Bilder von Magali Le Huche haben eine ganz besondere Farbgebung. Mal sind sie sehr bunt, dann wirken sie wieder fast schon monochrom. Der Stil ist zauberhaft und sehr ausdrucksstark. Außerdem muss ich anmerken, dass ich als Erwachsene vom Einrichtungsstil der Familie begeistert bin. Eine tolle und einzigartige Kombination aus modern und retro.
Eine sehr süße Kleinigkeit ist der pupsende Zwerg, der sich auf jeder Bilderbuchseite versteckt und von den zuhörenden oder lesenden Kindern gefunden werden will. Meine Tochter ist begeistert!

Damaris ...
erklärt "Auch Prinzessinnen müssen mal pupsen" zu einem persönlichen Highlight, ganz unabhängig von der heiteren und begeisterten Reaktion der Kinder auf das Bilderbuch. Diese Geschichte ist mit ihrem Reizthema kreativ-humorvoll, und hat gleichzeitig eine so liebevolle Art, dass es eine wahre Freude ist. Die Bilder sind einzigartig und mit ihrer Kombination aus Moderne und Retro genau mein Ding. Unbedingt anschauen!

mini 2 - Die Träumerin (7) ...
hat das Buch so gerne, dass sie es für ihre täglichen Leseübungen immer wieder zur Hand nimmt. Alleine das Thema fasziniert und erheitert sie. Das Vorlesen genießt sie genauso und sucht den pupsenden Zwerg, der sich auf jeder Buchseite versteckt, bei jedem Mal neu.


arsEdition 2017 - Hardcover, 32 Seiten - 12,99 € [D] - Format 29 x 22 cm - Illustrationen von Magali Le Huche - Übersetzt von Susan Niessen - ab 4 Jahren

Samstag, 11. Februar 2017

[Kinderbuch] "Robby aus der Räuberhöhle: Wer rettet das Paradies?" von Barbara Landbeck

Robby liebt seine Räuberhöhle und sein Paradies mit den vielen Pflanzen und Tieren mitten in Jottwede. Es duftet nach frischem Moos und Abenteuern. Und ganz besonders gut nach Freundschaft, denn Gummistiefel-Mädchen Thea ist endlich wieder zu Besuch. Gerade zur rechten Zeit. Denn Bürgermeister Poeppler möchte ein schickes, neues Bürogebäude in Robbys Paradies bauen. Das muss unbedingt verhindert werden! Nur wie?
Ein supergeheimnisvolles Buch mit noch geheimnisvolleren Erfindungen kommt den Freunden da gerade recht ... (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


"Robby aus der Räuberhöhle: Wer rettet das Paradies?" ist schon das zweite Abenteuer des Räuberjungen Robby und seiner besten Freundin Thea. Wir fanden den ersten Band so wunderbar, dass die Kinder Luftsprünge machten, als ich das neue Buch für unserer Vorleserunde vorschlug. Sie sind wieder völlig in die Geschichte eingetaucht. Dabei ist es interessant, dass "Wer rettet das Paradies?" auch ohne Kenntnisse des Vorgängers gelesen werden kann. Autorin Barbara Landbeck hat die Geschichte so strukturiert, und relevante Dinge wiederholt, dass sich auch Kinder, die Robby noch nicht kennen, gut zurechtfinden. Mehr Spaß macht es allerdings, wenn man die Reihe in der richtigen Reihenfolge liest.

Es sind Robbys Lebensumstände, die Kinder vollkommen für die Geschichte einnehmen. Robby lebt nämlich auf einem versteckten Grundstück, mitten in der Stadt. Dort steht seine Hütte, die Räuberhöhle. Es gibt einen Bach, ein Baumhaus, seine Tiere und viele Verstecke - ein echtes Paradies. Und damit die Wunschvorstellung vieler Kinder (und Erwachsener). Robby lebt dort ganz alleine, weil seine Räuber-Oma für eine Weile verschwinden musste. Jedoch hat er Freunde, die für ihn da sind. Darum ist er auch nicht wirklich allein.
Genau auf diesem Paradies-Grundstück soll nun ein Bürogebäude gebaut werden. Das ist der spannende Hauptkonflikt, um den sich die Geschichte dreht. Zum Glück haben Robby und Thea einen guten Plan. Aber wird er auch gelingen?

Die Länge der Kapitel eignet sich nicht nur wunderbar zu Vorlesen, sondern auch bestens zum Selberlesen für Grundschulkinder. Und weil die Geschichte so spannend und vereinnahmend ist, bleibt es auch nie bei nur einem Kapitel. Auf die Bitten der Kinder nach einem weiteren muss sich der Vorlesende einstellen. Robby und Thea stehen hier zwar vor einem ernsthaften Problem, das ist ihnen auch sehr bewusst, die Autorin erzählt jedoch mit viel Humor. So bleibt die Geschichte immer spannend, ist aber auch sehr lustig - wir haben viel gelacht.
Als Robby und Thea eine Nacht im Baumhaus verbringen, ist das so schön dargestellt, dass die Kinder beim dazugehörigen Bild vor Begeisterung kollektiv aufgeseufzt haben. Wunderschön anzusehen sind die besonderen Bilder. Sie haben eine ganz eigenen Atmosphäre und etwas, das Kinder sehr stark anzieht. "Wer rettet das Paradies?" ist ein großartiges Kinderbuch!

Damaris sagt ...
Schon als ich den Kindern Robbys erstes Abenteuer vorlas, war klar, dass wir dieses Reihe weiterverfolgen. "Robby aus der Räuberhöhle: Wer rettet das Paradies?" hat unseren Vorstellung allerbestens entsprochen. Die Geschichte ist spannend und humorvoll, die Bilder herrlich passend und atmosphärisch. Wer eine perfekte Vorlesereihe für Kinder sucht, wird hier fündig. Das hat sich durch den zweiten Band nochmals bestätigt. Eine ganz große Empfehlung!


JUMBO Verlag 2017 - Band 2 - Hardcover, 104 Seiten - 13,00 € [D] - Text und Illustrationen von Barbara Landbeck - ab 5 Jahren

Dienstag, 7. Februar 2017

[Bilderbuch] "Onno & Ontje: Ein Freund hilft dem anderen. Immer!" von Thomas Springer

© Cover Coppenrath Verlag
Onno und Ontje haben endlich etwas Zeit, um verschiedenen Dinge zu erledigen. Zum Beispiel Ziege Zieglinde ein zweites Mal melken oder die alte Draisine reparieren, bei der mal wieder ein Rad abgefallen ist. Doch, oh nein, Ontje fühlt sich plötzlich gar nicht gut. Er muss krank ins Bett und brauch die ganze Zeit Onnos Hilfe und Unterstützung. An die Reparatur ist nun natürlich nicht mehr zu denken. Auch nicht, als Onno sich bei Ontje ansteckt und selbst das Bett hüten muss.


Die (unfreiwilligen) Freunde, der Fischer Onno und der drollige Otter Ontje, sind mit einer neuen Geschichte zurück. Schon das erste Bilderbuch der beiden gefiel uns unglaublich gut. Das jeweilige Abenteuer ist immer abgeschlossen, so dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen und betrachten kann. In "Ein Freund hilft dem anderen. Immer!" geht es um Hilfe und Empathie bei Krankheit oder Traurigkeit, auch wenn man vielleicht lieber etwas anderes machen würde. Bevor ich das neue Bilderbuch meinen Kindern vorlesen konnte, hatte es sich schon der Grosse (9) geschnappt, um es seiner Schwester vorzulesen.

"Onno & Ontje: ein Freund hilft dem anderen. Immer!" hat, wie auch der Vorgänger, recht viel Text. Das Bilderbuch wird ab etwa 3 Jahren empfohlen. Der Text ist aber so umfangreich, dass auch ältere Kinder noch viel Freude daran haben. Dabei ist die Geschichte einfach und gut verständlich erzählt. Kindern gelingt es sogar, zwischen den Zeilen zu lesen. So fragte sich meine Tochter zum Beispiel, ob Ontje nur "krank spielt", damit er von Onno umsorgt wird und nicht bei der Reparatur helfen muss. Auch eine Möglichkeit ...

Neben der freundlichen Geschichte sind eindeutig die wundervollen Bilder das Herzstück der Geschichte. Sie sind sehr detailreich und haben oft eine ganz besondere Perspektive. Beide Charaktere, Onno und auch Ontje, sind echte Originale - Kinder schließen sie sofort ins Herz. Dass die Bilder sich oft selbst nicht ganz so ernst nehmen und neben viel Realismus auch eine große Portion Phantastisches enthalten, gefällt uns besonders gut. Die Wolken in Herzform oder der Apfelbaum, der wie ein Fisch aussieht, das Ei mit Beinen oder die strickenden Krebse ...

Damaris ...
hält die Bilderbücher über Onno & Ontje für sehr charmant und einzigartig. Fischer Onno und sein Freund, der Otter Ontje, bringen mit ihrem gewinnenden Wesen Kinderaugen zum Strahlen und kleine Ohren zum aufmerksamen Zuhören. "Onno & Ontje: Ein Freund hilft dem anderen. Immer!" ist lustig und steckt voller Details, appelliert gleichzeitig an Hilfsbereitschaft und Fürsorge. Wir hoffen auf viele weitere Bände.


Coppenrath Verlag 2017 - Band 2 - Hardcover, 32 Seiten - 12,99 € [D] - Format 26 x 31 cm - Mit Bildern von Matthias Derenbach - ab 3 Jahren

Montag, 6. Februar 2017

[Bilderbuch] "Paulinchen Mutkaninchen" von Daniel Kratzke

© Cover Magellan Verlag
Das kleine Stoffkaninchen Paulinchen kann nicht einschlafen. Ängstlich kuschelt es sich im Bett an seine Besitzerin. Der Mond scheint so unheimlich ins Zimmer, und plötzlich schauen zwei riesige Augen durchs Fenster. Zum Glück wacht Paulinchens Besitzerin auf, und gemeinsam entdecken die beiden, dass von draußen ein ganz freundliches Tier zum Fenster hereinschaut.


Kuscheltiere haben auch mal Angst. Genau das ist das Thema bei "Paulinchen Mutkaninchen" und trifft damit bei kleinen Kindern einen Nerv. Denn während ein Mädchen selig schlummert, hat das Kuscheltierkaninchen Paulinchen Angst vor der Nacht und den großen Augen, die da zum Fenster hereinschauen. Dass es okay ist, sich zu fürchten, dass man sich gemeinsam Mut machen kann, und dass manches gar nicht nicht so schlimm ist wie gedacht, das erfahren Kinder in diesem Bilderbuch.

Gerade mal 14 Wörter umfasst der Text im Buch. Selbst für ein Pappbilderbuch für etwa 2-Jährige ist das wenig. Aber mehr braucht es auch gar nicht. "Paulinchen Mutkaninchen" lebt nämlich von den ausdrucksstarken, sehr niedlichen Bildern. Da ist es völlig legitim, einige Seiten auch ohne Text "sprechen" zu lassen.
Die Kinder steigen mit einer bekannten Szene in die Geschichte ein - ein Kinderzimmer bei Nacht. Während Paulinchens Besitzerin schläft, liegt das Stoffkaninchen wach im Bett und fürchtet sich. Selbst ermutigende Worte des Mädchens helfen nicht. Erst als beide aufstehen und nachschauen, was da vor dem Fenster sitzt, können sie beruhigt und aneinandergekuschelt einschlafen.

Wenn zwei große Augen ("HU-HU!") eine komplette Buchseite bedecken, dem Vorlesekind direkt ins Gesicht schauen, ist die Furcht des kleinen Kaninchens sofort nachvollziehbar. Trotzdem finde ich das Buch sehr liebevoll gestaltet. Schnell wird nämlich klar, dass ein sehr freundliches Tier zum Fenster hereinschaut, vor dem man keine Angst haben muss ("Huhu, Uhu!"). Damit endet die Geschichte positiv und beruhigend.

Damaris ...
hat sich sofort über die niedlichen und ausdrucksstarken Bilder in "Paulinchen Mutkaninchen" gefreut. Und auch mini 3 - Die Püppi (2) sieht gebannt auf die Seiten und zeigt auf alles, was sie sieht. Angst hat sie keine, auch nicht vor dem faszinierenden Tier, das dem kleinen Paulinchen einen großen Schrecken einjagt. Der extrem kurz gehaltene Text hat eine sehr schöne Wirkung, die Geschichte einen beruhigenden Ausgang. Sehr süß!


Magellan Verlag 2017 - Pappbilderbuch, 16 Seiten - 8,00 € [D] - Format 18 x 18 cm - Text und Illustrationen Daniel Kratzke - ab 2 Jahren

Donnerstag, 2. Februar 2017

[Bilderbuch] "Spieglein, Spieglein, piepst der Spatz" von Lisa Golze

© Cover HABA - Habermaaß GmbH
Unglaublich, worin die Tiere sich überall spiegeln können: in Pfützen, Schaufenstern, im Eis und in Wandspiegeln. Das ist lustig, da gibt es viel zu entdecken und zu lachen. Und vielleicht findet sich das Kind ja am Ende ja selbst in einem Spiegel.


Pappbilderbücher stehen bei unserer Kleinsten gerade hoch im Kurs. Als 2-Jährige blättert sie begeistert durch die Seiten und tut dies auch lautstark kund. Wenn es einem Buch gelingt, ihre Aufmerksamkeit besonders zu fesseln, wird es zu einem Dauerbrenner und liegt immer griffbereit. Gerade in diesem Moment sitzt die Püppi mit "Spieglein, Spieglein, piepst der Spatz" auf dem Boden und "redet" mit den Tieren.

Dabei habe ich mich etwas gewundert, als ich das Buch das erste mal in den Händen hielt. Denn ich hatte erwartet, dass gleich vorne ein Spiegel auf dem Cover ist. Keine Hologramm-Folie, die zwar in allen Regenbogenfarben funkelt und glitzert (in echt viel schöner, als auf dem abgebildeten Cover), in der man sich aber nicht spiegelt. Falsch gedacht, der Clou kommt hinten im Buch - was auch viel sinnvoller ist.

Die Handlung besteht aus einzelnen Szenen, in denen sich Tiere in diversen Dingen spiegeln. Etwa in Pfützen, Schaufenstern und einem zugefrorenen See. Begleitet werden die doppelseitigen Szenen durch kurze, zweizeilige "Spieglein, Spieglein"-Reime, die in einer Frage enden. Diese sind sehr lustig und pfiffig. Liest man das Buch vor, muss das keinesfalls von vorne bis hinten geschehen, da jede Seite für sich spricht. Das ist vor allem für Kinder von Vorteil, die noch keine lange Aufmerksamkeitsspanne haben.
Am Ende, ganz hinten im Buch, kann das Kind den "allerliebsten Schatz" entdecken - nämlich sich selbst, in einem echten Spiegel.

Damaris ...
mag die Idee hinter "Spieglein, Spieglein, piepst der Spatz". Die Reime sind kurz und lustig, die Bildszenen einfach und sehr niedlich. Genau richtig für kleine Kinder, die viel lachen, und das Buch auch ohne den Text gerne betrachten werden. Nachdem alle Tiere entdeckt haben, in welchen Flächen sie sich spiegeln, können Kinder dies mit einem echten Spiegel auf der letzten Buchseite selbst erleben.


HABA 2016 - Pappbilderbuch, 14 Seiten - 8,95 € [D] - Format 21 x 21 cm - Text und Konzept von Lisa Golze - Illustrationen von Yayo Kawamura - ab 18 Monaten