Dienstag, 19. September 2017

[Kinderbuch] "Keine Angst vor Stinktieren" von Elana K. Arnold

Bat liebt Tiere über alles. Darum ist er auch so begeistert, als seine Mutter ein Tierbaby mit nach Hause bringt. Allerdings handelt es sich bei dem Kleinen nicht um einen Welpen oder ein Kätzchen – es ist ein Stinktier!
Trotzdem schließt Bat den neuen Mitbewohner sofort ins Herz. Und er denkt sich einen Plan aus, damit sein schwarz-weißer Freund bei ihm bleiben darf: Wenn ein echter Stinktierexperte erklären würde, dass Bats Zuhause der beste Platz für den Kleinen ist, dann kann seine Mutter nicht Nein sagen. Oder? (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)


Welches Kind würde dieses Buch nicht sofort ins Herz schließen? Ein Junge, der sich um kümmert ein Babystinktier kümmert, ist einfach ein grandioses Thema. Das ist genau die Art von Geschichten, die Kinder gerne hören oder lesen. Geschichten über Tiere gibt es viele, nicht aber über Stinktiere. Das macht "Keine Angst vor Stinktieren" von vornherein zu etwas Besonderem. Wie besonders die Geschichte dann tatsächlich ist, konnten wir vor dem Lesen allerdings noch nicht erahnen. Wir wurden sehr überrascht.

Donnerstag, 14. September 2017

[Sachbuch] "Leselauscher Wissen: Pferde & Ponys" von Silke Krome

Pferde sind nicht nur die Lieblingstiere vieler Kinder, sie sind auch interessante Lebewesen, die den Menschen schon lange begleiten. Lena ist begeisterte Reiterin. Zusammen mit ihrem Pony Millie erzählt sie über die Welt der Pferde und erklärt, wie man mit Pferden Freundschaft schließt und lernt, sie zu verstehen. Pferderassen, Fellfarben, Pflegeausrüstung und Gangarten werden ebenso erklärt wie die Verhaltensweisen und Besonderheiten von Pferden. (Text- und Coverrechte: BVK Buch Verlag Kempen)


Wissensbücher oder Sachbücher standen bei mir in meiner Kindheit schon hoch im Kurs. Es war einfach total spannend, über verschiedenste Themenbereiche der Welt zu lesen, die mit Bildern und Zeichnungen kombiniert waren, und sich konkretes Wissen anzueignen. Heute können Kinder fast alle Informationen aus dem Internet bekommen. Die Erfahrung, viele Informationen zu einem Thema gesammelt in einem Buch zu bekommen, finde ich jedoch nach wie vor unschlagbar.
Leselauscher Wissen ist ein neues Konzept und bietet ein ganz besonderes Leseerlebnis. Sachwissen wird Kindern, speziell Leseanfängern, mit Text und Hörbuch gleichzeitig vermittelt. Jedem Buch, das sich einem bestimmten Themenbereich widmet, liegt eine CD bei. Kinder können die Informationen hören und gleichzeitig den Text im Buch mitlesen, oder natürlich beides getrennt voneinander erleben.

Meine Tochter (8) liebt Pferde und alles, was damit zu tun hat. Wie praktisch, dass es "Leselauscher Wissen: Pferde & Ponys" gibt. Und weil sie gerade in die 2. Klasse kam, also indirekte Leseanfängerin ist, scheint dieses Sachbuch wie gemacht für sie. Das hat sich beim ersten Lesen (und gleichzeitigem Hören) sofort bestätigt. Sie hat sich so umfassend in "Pferde & Ponys" vertieft, dass das Buch nun ihr ständiger Begleiter ist, tagsüber und bis zum Einschafen am Abend.

Mittwoch, 13. September 2017

[Bilderbuch] "Klopf! Klopf! Klopf! Wo ist der Honigtopf?" von Lydia Hauenschild

Wer schleicht denn da durchs fremde Haus? Erst tappst der Eindringling lautlos über den Teppich, doch dann rutscht der Honigtopf vom Regal, die Tüte reißt, der ganze Reis rieselt auf den Boden und die Tür fällt knallend ins Schloss. So ein Krach! Hör doch mal ...
Ein lustiges Geräuschebuch zum Mitmachen! Interaktiver Vorlesespaß! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Interaktive Mitmach-Bilderbücher, also Bilderbücher, bei denen die Kinder selbst aktiv werden, ganz ohne Hilfsmittel, gibt es einige auf dem Markt. Wir beheimaten mindestens zwei in unserem Kinderbuchregal. Das Alter spielt hier meist weniger einer Rolle, diese Art von Bilderbuch macht fast jedem Kind großen Spaß. Manchmal sogar bis ins Grundschulalter hinein. "Klopf! Klopf! Klopf! Wo ist der Honigtopf?" vereint interaktives Mitmachen, mit Geräuschen und macht das Buch für kleine Kinder erlebbar. Die Geschichte ist zudem sehr niedlich und farbenfroh.

Dienstag, 12. September 2017

[Bilderbuch] "Finger weg von diesem Buch" von Andy Lee

Finger weg von diesem Buch!
Was, du traust dich doch, es aufzuschlagen?
Na, du wirst schon sehen, was du davon hast ...

Ein Bilderbuch der besonderen Art, witzig erzählt und illustriert - mit einem überraschenden Ende! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


"Finger weg von diesem Buch" ist ein kompletter Witz! Und zwar ein richtig guter, denn diese Floskel ist hier (bei allem Humor) durchaus ernst zu nehmen. Zuerst hat sich unser Großer (10) das Buch geschnappt, hat im Zimmer andauernd gelacht und kam mit rotem Kopf und einem dicken Grinsen im Gesicht wieder heraus. Ich persönlich musste auf jeder Seite kichern. Unsere Mittlere (8) hat das Buch noch vor sich, die Glückliche. Und unsere Jüngste (2) blättert eifrig durch die Seiten und kommentiert, was sie sieht: Mann, weint, rot, Hexe, Frosch, ... Neugierig? Dann ist das Bilderbuch ein absolutes Muss und ein garantierter Angriff auf die Lachmuskeln.

[Kinderbuch] "Bluma und das Gummischlangengeheimnis" von Silke Schlichtmann

Bei Bluma läuft es nicht rund. Als sie dann noch eine Gummischlange klaut, ist das Schlamassel komplett - ein Kinderbuch über Freundschaft und Vertrauen.
Dass Bluma eine Fünf in Mathe hat, ist nicht das Schlimmste. Dass ihre beste Freundin genau den Hund haben will, den Bluma sich so sehr wünscht, wiegt viel schwerer. Und dass Mama gerade jetzt verreist, lässt Bluma fast verzweifeln. Da kann nur noch Blumas Lieblingsnachbarin helfen: Alice hat eigentlich immer ein offenes Ohr für das Mädchen. Und sie hat diese magischen Gummischlangen, die man nur in Ruhe kauen muss, um ein Problem zu lösen. Doch Alice hat keine Zeit und Bluma plötzlich keine bessere Idee, als eine der Schlangen zu klauen. Wenn sie nur geahnt hätte, in welches Gefühlsschlamassel sie dieser kleine Diebstahl stürzen würde ... (Text- und Coverrechte: Carl Hanser Verlag)


Beim ersten Blick auf und in das Buch war ich mir sicher, dass "Bluma und das Gummischlangengeheimnis" einen ganz großen Charme besitzt. Wahrscheinlich liegt das an den zauberhaften Illustrationen von Ulrike Möltgen, aber auch nach dem Lesen der ersten Sätze stellte sich bei mir eine Begeisterung ein, eine Nostalgie, wie ich sie von alten Geschichten kenne. Dabei spielt Blumas Dilemma in der heutigen Zeit und ist aktueller den je. Themen wie Freundschaft und Vertrauen werden mit einer Echtheit und Aufrichtigkeit dargestellt, die sich festsetzt. Und ja, sehr oft muss man auch herzlich lachen ...

Donnerstag, 7. September 2017

[Bilderbuch] "Das große Tafiti-Wimmelbuch" von Julia Boehme

Willkommen in der Wimmel-Savanne!
Nanu, wo steckt bloß Pinsel? Tafiti, das kleine Erdmännchen, vermisst seinen besten Freund. In der Erdmännchenhöhle ist das Pinselohrschwein nicht und auch im Garten oder am Wasserloch kann Tafiti Pinsel nicht finden. Hoffentlich hat Seine Löwenmajestät King Kofi den Freund nicht geschnappt!
Zusammen mit dem kleinen Erdmännchen begeben sich die Kinder auf eine ereignisreiche Suche durch das wimmelige Afrika. Auf jeder Doppelseite hat sich das Pinselohrschwein versteckt. Wer entdeckt es zuerst? (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Das Erdmännchen Tafiti ist schon seit einiger Zeit unser Familienfreund. Wahrscheinlich ist es die Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und Familienzusammenhalt, die auf Kinder so anziehend wirkt. Unsere älteren Kinder sind von Tafitis Vorlesegeschichten begeistert, lesen diese mittlerweile immer wieder selbst, und die jüngste Püppi (2) hat schon fleißig durchs Tafiti-Bilderbuch geblättert, obwohl der Text für sie noch etwas zu anspruchsvoll ist. Da kommt "Das große Tafiti-Wimmelbuch" genau zur richtigen Zeit. Hier gibt es so viel zu bestaunen, dass unsere Kleine das Buch gar nicht mehr aus der Hand geben möchte ... außer, die Großen schnappen es ihr weg.

Dienstag, 5. September 2017

[Bilderbuch] "Fühl mal, such mal!: Wo ist Pipo Pinguin?" von Yayo

Abwechslungsreiche und fröhliche Illustrationen animieren in diesem von Yayo Kawamura gestalteten Pappbilderbuch zum genauen Hinsehen und Fühlen: Der kleine Pipo ist kuschelweich beflockt und auf jeder Seite versteckt. Kleine Spurensucher fühlen und merken sofort: Hier ist Pipo!
Ein altersgerechter Suchspaß. Mit Flocking auf dem Cover sowie auf allen Innenseiten. (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


"Wo ist Pipo Pinguin?" ist mit dem neuen Serientitel Fühl mal, such mal! versehen, bei dem man erwarten könnten, dass noch ähnliche Bücher folgen werden. Wir würden es uns wünschen, denn das Buch macht kleinen Kindern großen Spaß - unsere Püppi (2) hat es ständig in der Hand - und ganz nebenbei ist das Konzept vom Suchen zu Finden, indem man mit den Fingern fühlt, eine lustige Idee.

Donnerstag, 31. August 2017

[Bilderbuch] "Buddy und Carl" von Maureen Fergus

Buddy ist ein braver Hund. Aber jetzt ist er doch neugierig: Was sitzt denn da für ein komisches Ding in der Pappschachtel? Eine sprechende Haarbürste? Eine Giraffe? Eine Maus? Obwohl er auf seinem Platz bleiben soll, schleicht Buddy sich näher. Als das stachelige Wesen behauptet, es sei ein Pirat - und Buddy ebenfalls -, verwandelt sich das Wohnzimmer in ein tosendes Meer, und für die beiden beginnt ein großes Abenteuer, das der Anfang einer ungleichen und wunderbar warmherzigen Freundschaft ist. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Knesebeck Verlag)


Autorin Maureen Fergus widmet ihr Bilderbuch u.a. dem echten Buddy, weil er für sie der beste Hund überhaupt ist. Ich kann ihr das total nachempfinden, auch wenn bei uns ein Hund als Familienmitglied schon einige Zeit her ist. Beim Betrachten des Buches war ich bereits nach der ersten Seite gerührt, ebenso meine Tochter (8), die die Geschichte ganz leise für sich alleine genoss und, so schien es mir, eine innige Beziehung zu Bilderbuchhund Buddy gefunden hat. "Buddy und Carl" ist eine fiktive Geschichte, die unser Herz erwärmt hat, und gleichzeitig eine Authentizität an den Tag legt, die zum Schmunzeln einlädt und großen Spaß macht.

Montag, 28. August 2017

[Bilderbuch] "Zusammen umarmen wir die ganze Welt" von Manuela Monari

"Papa, schau mal, die Wolke streichelt den Berg! Und die Blütenblätter kuscheln sich dicht aneinander! Hat sich alles so lieb wie wir beide uns?", fragt der kleine Bär. Papa Bär erklärt es ihm in einer einfachen und wunderschönen Botschaft: Die Welt besteht aus vielen liebevollen Umarmungen und darum ist alles miteinander verbunden.
Ein poetisches Bilderbuch über Liebe, Geborgenheit und Achtsamkeit. Mit bezaubernden Bildern kindgerecht erzählt. (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Wenn ich mir "Zusammen umarmen wir die ganze Welt" anschaue, also erst mal rein von außen, dann habe ich sofort den Eindruck, dass ich ein ganz liebevolles Bilderbuch vor mir habe. Ob dafür die warmen Farben oder die innige Zweisamkeit der beiden Bären verantwortlich sind? Wahrscheinlich. Und auch, nachdem ich das Buch gemeinsam mit meinen Töchtern betrachtet und vorgelesen habe, bleibt dieser Eindruck bestehen. Gut so! Bilderbücher über Liebe und Geborgenheit kann es gar nicht genug geben.

Mittwoch, 23. August 2017

[Kinderbuch] "Fabelhafte Feline: Das Geheimnis vom Glückskleehof" von Antje Szillat

"Glückskleehof", liest Feline und seufzt. Von Glück kann bei dem verwilderten Bauernhof, auf dem ihre Eltern eine Tierarztpraxis eröffnen wollen, ja wohl keine Rede sein! Widerwillig lässt Feline sich auf das Abenteuer ein ... und stößt in dem verwunschenen Garten hinter dem Haus zwischen Kletterrosen, Kamillen und Clematis auf ein ungeheuerliches Geheimnis: den sprechenden Kater Paulo von Panama. Nur Feline versteht ihn - und erkennt bald, dass sie als Katzenflüsterin eine große Hilfe bei Tiernotfällen aller Art ist ... (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


"Fabelhafte Feline" ist eine neue Tierreihe von Autorin Antje Szillat. Und Geschichten mit Tieren kommen bei Kindern immer gut an. Die Gestaltung lässt auf eine weibliche Zielgruppe schließen, doch auch mein Sohn war beim Vorlesen sofort mit von der Partie. Das Buch hält nämlich manche Überraschungen bereit, die uns alle sehr gut gefallen haben.

Feline ist frustriert. Ihr Papa übernimmt nämlich eine Tierarztpraxis auf dem Land. Dafür muss die Familie ihre alte Heimat Bamberg verlassen und weit weg, auf dem ostfriesischen Glückskleehof, ein neues Leben beginnen. Für Feline ein schwerer Schritt, alleine darum schon, weil sie ihre Freunde und ihre gewohnte Umgebung zurücklassen muss. Kein Wunder, dass sie den alten verwilderten Hof zunächst als Rumpelhof bezeichnet und insgeheim den Wunsch hegt, in ihr altes Zuhause zurückzukehren. Doch dann erlebt Feline eine große Überraschung, als sie Paulo begegnet. Die beiden werden ein ganz einzigartiges Team, und Feline kann dadurch so manchem Tier helfen, das in die Tierarztpraxis kommt.

Montag, 31. Juli 2017

[Bilderbuch] "Linas Reise ins Land Glück" von Martin Widmark

Zum Einschlafen erzählt Lina dem kleinen Daniel eine märchenhafte Geschichte aus ihrer Vergangenheit: Als kleines Mädchen landet sie auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder in einer wundersamen Welt - dem Land Glück. Dort trifft sie auf sprechende Insekten und einen höflichen Käfer in Frack und mit Fliege, der sie an die wundervollsten Orte führt. Doch schon bald muss Lina erfahren, dass auch im Land Glück nicht alles so unbeschwert ist, wie es scheint ... (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Mir persönlich fiel das Bilderbuch zuerst durch das zauberhafte Cover auf. Es schürte Erwartungen an eine traumhafte Kindergeschichte, die gleichzeitig wunderschön anzusehen ist. Schon hier zeigt sich die große Zeichenkunst der Illustratorin Emilia Dziubak, die mit dem schwedischen Autor Martin Widmark ihr erstes gemeinsames Bilderbuch veröffentlichte. Meine Erwartungen wurden erfüllt, vielmehr übertroffen. "Linas Reise ins Land Glück" ist einzigartig!
Die kleine Lina aus der Geschichte ist jetzt schon ein junges Mädchen und die Babysitterin von Daniel. Dieser bettelt zum Einschlafen nach einer weiteren Geschichte, und Lina erzählt im eine wundersame und spannende Begebenheit aus ihrer Kindheit. Diesen Einstieg empfinde ich als sehr freundlich und für Kinder perfekt. Schon hier wird den Kindern suggeriert, dass die Geschichte in jedem Fall gut ausgehen muss.

Samstag, 29. Juli 2017

[Bilderbuch] "Die Träne des Einhorns" von Bettina Göschl

Im zauberhaften Tal hinter dem Regenbogen leben die Menschen in Frieden miteinander. Doch eines Tages wird das geheimnisvolle Einhorn, das über die Bewohner wacht, von einem Ungeheuer entführt und in einen Turm aus Elfenbein gesperrt. Vor Traurigkeit weint das Einhorn so viel, dass das gesamte Tal droht im Tränenmeer zu ertrinken. Das Lachen und die Lieder der Menschen verstummen. Als niemand mehr ein noch aus weiß, nimmt der kleine Felix all seinen Mut zusammen und zieht los, um das Einhorn zu retten. In einer Papierrüstung und mit nur einem Schwert aus Holz begibt er sich entschlossen ins Abenteuer. Kann Felix das Einhorn befreien und den Menschen wieder zu ihrem Glück verhelfen? (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


Auch wenn das Einhorn gerade stärker als nie zuvor im Fokus steht, so übte es schon immer eine sehr große Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Auch Erwachsene lassen sich von Büchern und Filmen, in denen dieses Fabelwesen eine Rolle spielt, begeistern. Im Bilderbuch "Die Träne des Einhorns" erzählt Bettina Göschl die Geschichte vom Leben im Tal hinter dem Regenbogen, einem Einhorn, das in Gefangenschaft gerät - mit schrecklichen Auswirkungen für das Tal - und einem Jungen, der mutig genug ist, sich einer großen Herausforderung zu stellen.

Donnerstag, 27. Juli 2017

[Bilderbuch] "Paule Pinguin allein am Pol" von Jory John

Paule Pinguin ist nicht zufrieden mit sich und der Welt: Ihm friert der Schnabel, es ist viel zu hell, überall liegt Schnee und er sieht aus wie alle anderen ... Eine wunderbare Geschichte über einen kleinen Pinguin, der am Ende erkennt, dass es für seine schlechte Laune gar keinen Grund gibt. (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)


Dem Bilderbuch "Paule Pinguin allein am Pol" liegt ein Reizthema zugrunde, nämlich die Unzufriedenheit mit den eigenen Lebensumständen und mit sich selbst. Pinguin Paule ist nicht glücklich mit seinem Leben. Das beinhaltet die Umgebung in der er sich aufhält, und schließt auch sich selbst, seine Eigenschaften und seinen Körper, mit ein. Umso wichtiger, dass ihm jemand sagt, was das Leben so lebenswert macht. Und ihn damit motiviert, die Dinge positiv zu sehen und sich selbst wertzuschätzen. Diese Botschaft verstehen schon kleine Kinder.

Zum Niederknien niedlich ist Paule, der kleine Pinguin. Das sieht er selbst aber gar nicht so. Denn gleich am Morgen fängt er an zu schimpfen und zu zetern. Es ist ihm zu früh, zu kalt, zu laut, zu hell ... und das Meer, das ist viel zu salzig. Obwohl viele Tiere und andere Pinguine um ihn herum sind, bleibt er meist für sich alleine. Meine Kinder waren zuerst verwundert über Paules Verhalten (obwohl ihnen dieses bekannt sein dürfte, wenn sie sich an der eigenen Nase packen), fanden einige seiner Schimpfereien aber auch sehr lustig. Auch ich muss laut lachen, wenn Paule mit bemitleidenswertem Gesichtsausdruck propagiert, dass er sehr komisch aussieht, wenn er watschelt.

Montag, 24. Juli 2017

[Kinderbuch] "Der Zauberkaugummi: Hilfe, ich bin meine Lehrerin!" von Kristina Dunker

Was für ein verkorkster Tag: Zum Trost für ihr vergessenes Pausenbrot hat Mia einen Kaugummi (!) von ihrer Lehrerin (!!) bekommen und übt jetzt Blasenmachen mit Frau Strerup (!!!). Aber es kommt noch viel verrückter; denn eine geplatzte Kaugummiblase später steckt Mia plötzlich im Körper von Frau Strerup - und Frau Strerup steckt im Körper von Mia! Was Mia nun in Lehrerinnengestalt alles erlebt, wie die fiesen Knallbonbon-Brüder zahm werden, was eine experimentierfreudige Chemielehrerin mit der Sache zu tun hat, wie Mia mit einem verliebten Hausmeister fertig wird und wie zum Schluss ein Hund namens Humbug das Schulorchester rettet, ist so spannend und lustig, dass selbst dem Direktor glatt die Spucke wegbleibt ... (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Verwechslungsabenteuer sind ein großer Spaß für Kinder. Es gibt viele Bücher, aber auch Filme zu diesem Thema. Spielt die Geschichte dann auch noch während der Schulzeit, und wird die Rolle mit einer erwachsenen (Respekts)-Person getauscht, ist Lesespaß vorprogrammiert. In "Der Zauberkaugummi: Hilfe, ich bin meine Lehrerin!" tauscht Mia unfreiwillig den Körper mit ihrer Lehrerin Frau Strerup. Man kann sich vorstellen, zu was das führt. Was für ein Schlamassel!

Freitag, 21. Juli 2017

[Bilderbuch] "Otto + Robotto" von Ame Dyckman

Otto - das ist ein kleiner Junge.
Robotto - das ist ein Roboter.

Wenn zwei, die sich mögen, aber ganz unterschiedlich sind, Freundschaft schließen, kann es zu manch wunderlichen Ereignissen kommen. Eine warmherzige Mensch-Maschine-Geschichte über Fürsorge und Freundschaft vom preisgekrönten Illustrator Dan Yaccarino nach einer Geschichte von Ame Dyckman.

Am Ende des Buches ist Platz für einen kleinen Steckbrief von dir und deinem besten Freund. (Text- und Coverreche: Bohem Press)


Bilderbücher sollen für Kinderhände praktisch sein. Dafür hat sich ein rechteckiges Format bewährt. Doch manchmal gibt es Bilderbücher, die sich außerhalb dieser Norm bewegen und darum für Kinder (und Erwachsene Bilderbuchfreunde) besonders reizvoll sind. "Otto + Robotto" ist solch ein Buch. Es hat die Form eines Roboters, nämlich die von Robotto, den man in Begleitung seines Freundes Otto auf dem Cover erkennen kann. Alleine das ist so niedlich, dass das Bilderbuch ein Muss für uns wurde.

Montag, 17. Juli 2017

[Bilderbuch] "Her mit den Gefahren!" von Alexandre Chardin

Kennt ihr noch Filou, den mutigen Hasen, der heimlich auszog, die Welt zu entdecken und das Fürchten zu lernen? Nun, Filou ist nicht allein mit seiner Sehnsucht nach Abenteuern. Seine kleine Schwester Anouk steht ihm in nichts nach, und als eines Morgens ihr Bettchen leer ist, beginnt eine spannende Reise durch den Wald ...
Eine modern gereimte Geschichte mit viel Witz und Überraschungen - über Mut und Übermut, aber vor allem über Selbstvertrauen und eine Familie, die zusammenhält. (Text- und Coverrechte: Bohem Press)


Das kleine Häsenmädchen Anouk setzt schon auf dem Cover des Bilderbuchs ein klares Statement. In "Her mit den Gefahren!" verlangt sie deutlich nach Abenteuern und ist bereit, sich diesen mutig zu stellen. Damit, und mit der reizvollen Farbgestaltung, übt das Buch eine große Anziehungskraft auf kleine Kinder aus, selbst dann, wenn sie den Wortlaut des Titels noch nicht komplett verstehen können. Ich habe das Buch vorgelesen. Schon währenddessen waren die Kinder und ich uns einig, dass wir es mit einem sehr besonders gestalteten (wunderschön!) und zudem sehr humorvollen Bilderbuch zu tun haben.

Dienstag, 11. Juli 2017

[Kinderbuch] "Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper" von Renée Holler

Selina hat ihre Kindheit in Indien verbracht, wo ihre Mutter für ein Umweltschutzprojekt arbeitet. Doch völlig unerwartet soll Selina nach Oxford ziehen und bei ihrem Onkel wohnen, einem bekannten Experten für antike Texte. So kommt Selina an einem dunklen Winternachmittag aus dem bunten Indien im grauen England an. Ihr einziger Lichtblick ist, dass sie ihre gleichaltrige Cousine Lily wiedersehen wird. Bei ihrer Ankunft herrscht im Haus ihres Onkels jedoch helle Aufregung: Lily wird vermisst. Die Polizei nimmt an, dass sie einfach ausgerissen ist, doch Lilys Freund Eric hält eine Entführung für sehr wahrscheinlich. Am Vorabend ihres Verschwindens hatte Lily ihm eine SMS geschickt. Lily war anscheinend einer großen Sache auf der Spur! Gemeinsam mit Eric macht sich Selina daran, die Puzzleteile um Lilys Verschwinden zusammenzusetzen. Aber was sie dabei herausfinden, darf nicht sein! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Alleine das Cover von "Das mordmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper" ist düster und gruselig, aber auch ein Eyecatcher. Darum wirkt es auch sehr anziehend. Und obwohl man nicht so recht ermessen kann, in welche Richtung die Geschichte gehen wird, können sich Kinder auf spannende Lesestunden freuen. Dazu kommt, vor allem gegen Ende, eine große Portion Grusel. Das Lesealter ab 10 Jahren ist hier gerechtfertigt, denn die Geschichte hat es wirklich in sich.

Donnerstag, 29. Juni 2017

"Mein erstes Buch" für kleine Kinder - zum Schieben, Entdecken und Spaß haben


Kleine Kinder sind neugierig und entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Ab etwa 18 Monaten gehören Pappbilderbücher für sie zum festen Bestandteil und sind in fast jedem Kinderzimmer zu finden. Und das ist gut so, denn damit werden spielerisch und ganz natürlich allererste Erfahrungen mit Lerninhalten gemacht. Welche Tiere gibt es? Was kann ich mit Musikinstrumenten machen? Welche Aufgaben hat der Bauer? Wer lebt im Wald? Wie viele Bälle sind auf dem Bild? Die Erfahrungsmöglichkeiten sind fast unerschöpflich, ebenso die Auswahl und Gestaltung der Bilderbücher.
Wir haben für uns eine Reihe entdeckt, die ich selbst klasse finde und bei der unsere Püppi (2) jedes einzelne Buch liebt. Und ich kann sie so gut verstehen, denn die Reihe "Mein erstes Buch", erschienen im Verlag arsEdition, deckt ein umfangreiches Interessengebiet von Kindern dieses Alters ab. Darum möchten wir sie heute ganz besonders empfehlen.

Montag, 26. Juni 2017

[Bilderbuch] "Zusammen unter einem Himmel" von Britta Teckentrup

Wir leben unter einem Himmel,
hier bei uns zu Hause.
Wir leben unter einem Himmel,
in jedem weit entfernten Land ...


Dieses poetische Bilderbuch von Britta Teckentrup zeigt, dass uns alle mehr verbindet, als uns trennt. Mit großen, besonderen Gucklöchern. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Das Bilderbuch "Zusammen unter einem Himmel" enthält eine Widmung der Autorin: Für einen vereinte Welt ... Damit, und mit dem Buchtitel, ist auf den ersten Blick recht deutlich, in welche Richtung das Buch geht.
Geschichten, die viel Poesie enthalten, verstehen kleine Kinder noch nicht so gut. Wohl aber den Sinn des Miteinanders, des toleranten Zusammenlebens, was im Buch durch viele ausdrucksstarke Bilder gezeigt wird. Dazu benötigt es nicht zwingend einen Text (obwohl dieser wunderschön ist!). Mit unserer Jüngsten (2) schaue ich bereits jetzt die Bilder an und wir "reden" darüber, was dargestellt ist. Ich bin mir sicher, dass sich bei Kindern so ganz natürlich ein Sinn für Toleranz und Gemeinschaftsgefühl entwickelt.

Freitag, 23. Juni 2017

[Comic] "Marsupilami TWO-IN-ONE: Tumult in Palumbien + Panda in Panik" von André Franquin & Batem & Greg

Der Jubiläumsband versammelt zwei Alben des Marsupilamis zum günstigen Preis. Der humoristische Comic um das Wundertier aus dem Dschungel Palumbiens gehört zu den Bestsellern von Carlsen Comics. Dies ist die Chance, in die Serie hineinzuschnuppern. Große Funnyklassiker – kleiner Preis!
Diese Ausgabe enthält die Originalbände 1 und 2 der Reihe. (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)


"Marsupilami" gibt es schon seit 1952. Das kleine gelb-schwarze Fabeltier mit dem bis zu acht Meter langen Schwanz lebt im Urwald von Palumbien. Dort warten allerhand Abenteuer mit viel Humor auf das Marsupilami. Zwischenzeitlich hat es sogar eine Familie gegründet, zu der auch ein kleines schwarzes Marsupilami-Tierkind gehört. Es ist also tatsächlich Kult ... und der Doppelband-Comic eine gute Gelegenheit, seine Geschichten kennenzulernen.

Bei Comics ist die Reihenfolge des Lesens (oder der Betrachtung) im Prinzip egal. Die Handlungen sind pro Geschichte abgeschlossen, und mit jeder weiteren lernt man die Welt und Charaktere besser kennen. Normalerweise, und so ist es ja auch gedacht, beginnen wir bei Büchern mit dem ersten Band, sehen das aber bei Comics nicht so eng. Da "Marsupilami" für uns völlig neu war, habe ich mich jedoch gefreut, dass in diesem Doppelband die beiden ersten Abenteuer des Fabeltiers enthalten sind: "Tumult in Palumbien" und "Panda in Panik". So konnten wir, mein Sohn und ich, uns von Anfang an mit dem niedlichen und lustigen Wesen anfreunden.

Dienstag, 20. Juni 2017

[Kinderbuch] "Nur mal schnell das Mammut retten" von Knut Krüger

Eigentlich wünscht sich Henry nichts sehnlicher als einen eigenen Hund. Doch seine Eltern haben tausend und einen Grund parat, warum er keinen haben darf. Da stolpert Henry zu Beginn der Osterferien im Wald über einen Blätterhaufen - und traut seinen Augen nicht: Darunter verbirgt sich ein zotteliges Wesen mit fluffigen Schlappohren und gelben Stoßzähnen. Ein Zwergmammut! Gemeinsam mit seinen besten Freunden Finn und Zoe karrt er das Tier heimlich nach Hause - zu allem bereit, um es zu retten. Nur, wie versteckt man ein übermütiges Mammut, wenn es zum Frühstück am liebsten Hausschuhe und Mathehefte verputzt? Und vor allem: Was tun, als es plötzlich in Gefahr gerät? (Text- und Coverrechte: dtv Verlagsgesellschaft)


Unsere Tochter kennt das Dilemma. Sie wünscht sich nämlich nichts lieber als einen Hund. Wollen oder können Eltern diesen Wunsch nicht erfüllen, ist das für Kinder meist nicht einfach nachzuvollziehen. Genau so geht es Henry in "Nur mal schnell das Mammut retten". Darum war es auch unsere Tochter, die sich sofort mit Henry (und seinem Hundewunsch) identifizieren konnte. Obwohl das Buch auch ihren älteren Bruder sehr angesprochen hat. Denn was Henry stattdessen im Wald entdeckt, ist ein echtes, lebendes Babymammut. Und weil seine Eltern nicht zu Hause sind, nimmt Henry das kleine Mammut kurzerhand mit nach Hause. Da scheint das Chaos vorprogrammiert, oder?

Freitag, 16. Juni 2017

[Bilderbuch] "Kleine Entdecker: Im Weltraum & Tiere" von Ruth Martin

Achtung, an alle kleinen Entdecker: Reise ins Weltall und erkunde weit entfernte Galaxien! Finde heraus, wie wichtig die Sonne für das Leben auf der Erde ist. Öffne die Klappen und schau, wie Raumschiffe fliegen und die Planeten in unserer Nachbarschaft aussehen. Es gibt so viel zu entdecken ...

Achtung, an alle kleinen Entdecker: Mach eine Reise um die Welt und lerne das Reich der Tiere kennen! Finde heraus, wo sie leben. Öffne die Klappen und schau nach, was die wilden Tiere fressen und was deine Haustiere am liebsten tun. Es gibt so viel zu entdecken ... (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


"Kleine Entdecker" heißt eine neue Bilderbuchserie, die Kindern erstes Lernen mit viel Spaß vermitteln will. Die Bücher sind aus stabiler Pappe gefertigt und damit genau richtig für kleine Kinderhände ab 3 Jahren. Und, sehr wichtig, sie haben eine große Anziehungskraft (auf Kinder und Erwachsene!), denn zuerst hat sich unser Großer (9) "Im Weltraum" geschnappt, sich lange damit beschäftigt und alles komplett durchgelesen. Immer wieder hörte ich ihn kichern oder erstaunt ausrufen. Danach folgte das Gleiche mit "Tiere". Schon damit war beschlossene Sache, dass die Sachbilderbücher echte Allroundtalente sind und Kinder fast jeden Alters ansprechen. Für die spielerische und humorvolle Wissenvermittlung sind sie perfekt.

Zuerst fallen die ansprechenden und lustigen Zeichnungen ins Auge. Allan Sanders gestaltet seine Illustrationen naturgetreu, jedoch mit viel Witz. So wirken manche Tiere fast menschlich und irgendwie drollig-herzlich. Dazu passt ein toller Humor und lustige Spezialaufgaben. So ist beispielsweise ein kleiner Hamster reiselustig geworden und aus seinem Käfig verschwunden. Kinder sollen ihn suchen (sie finden ihn dann samt Koffer im Pferdeanhänger). Das sind ganz herzige Details, die viel Spaß machen. Wir müssen beim Anschauen und Vorlesen viel lachen und grinsen.

Donnerstag, 15. Juni 2017

[Kinderbuch] "Wundervogel" von Mike Revell

Liams Familie zieht nach Swanbury, in das Haus seiner Großmutter. Dass dem Ort etwas Magisches anhaftet, merkt Liam schnell. Denn hier begegnet er Wundervogel, der geflügelten Steinfigur vom Dach der Kirche. Wundervogel entpuppt sich als Beschützer und Bewacher über Liams neues Leben, in dem er noch nicht richtig angekommen ist. Und er scheint dem Jungen unerklärliche Mächte zu verleihen. Mit Wundervogels Hilfe kann Liam Dinge geschehen lassen, die vorher nur in seiner Phantasie möglich waren. Als Liam schließlich das alte Tagebuch seiner Großmutter in die Hände fällt, stellt er fest: Auch Großmutter hat Wundervogel gekannt - und er scheint gleichzeitig der Schlüssel zu einem großen Geheimnis zu sein, das sie hütet ... (Text- Cover- und Zitatrechte: FISCHER Sauerländer)


Mike Revells "Wundervogel" hat schon vor dem Lesen etwas, das Spannung, Geheimnisse und viel Fantasie verspricht. Und genau das ist der Stoff, aus dem Kinderträume gemacht sind. Eine riesige Steinfigur, die zum lebenden Beschützer eines Junge wird? Ein Tagebuch, das alte Familiengeheimnisse offenbart? Das klingt wunderbar rätselhaft und faszinierend. Und so kam es, wie es kommen musste: Ich konnte "Wundervogel" nicht aus der Hand legen.

Mittwoch, 14. Juni 2017

[Kinderbuch] "Mein Freund Pax" von Sara Pennypacker

Peter hat den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen – seitdem sind die beiden unzertrennlich. Peter und Pax verstehen sich ohne Worte, und nur zusammen fühlen sie sich ganz. Aber dann kommt der Krieg und reißt die beiden auseinander. Zwischen ihnen liegen Hunderte von Kilometern und warten tausend Gefahren, doch von ihrer Sehnsucht getrieben, kennen die beiden nur einen Gedanken: den anderen wiederzufinden ... (Text-, Cover- und Zitatreche: FISCHER Sauerländer)


Freundschaftsgeschichten zwischen Kindern und Tieren kennt fast jeder, egal ob als Film oder als Buch. In "Mein Freund Pax" geht es um Peter und seinen zahmen Fuchs Pax. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft und Zuneigung. Trotzdem werden sie unfreiwillig getrennt. Doch manche Freundschaften überstehen sogar Hunderte von Kilometern.
Man ahnt es schon, das Buch trifft mitten ins Herz. Auf eine sehr einfühlsame und fast poetische Art erzählt die Autorin eine Geschichte, in der ein Junge und ein Fuchs über sich hinauswachsen.

Die Geschichte beginnt damit, dass Peter seinen Fuchs aussetzen muss. Sein Vater zieht in den Krieg, Peter soll beim Großvater leben. Dort ist für Pax kein Platz. Für Peter ist die Situation kaum zu ertragen. Zu spät realisiert er, dass es nicht richtig war, sich den Plänen seines Vater ohne Widerspruch zu fügen. Er möchte die Dinge in Ordnung bringen, mehrere Hundert Kilometer wandern, und Pax zurückholen. Doch das ist einfach gesagt als getan.

Montag, 12. Juni 2017

[Bilderbuch] "Der wilde Räuber Donnerpups: Überfall aus dem All" von Walko

KRAWUMMMMMMMS!!!! Eine funkensprühende Sternschnuppe kracht mit einem Mords-Rums mitten im Donnerwald zu Boden. Als die Räuber nachsehen, stellen sie fest: Der Feuerball ist gar keine Sternschnuppe, sondern ein echtes Raumschiff mit echten Außerirdischen. Die aber kommen nicht in friedlicher Mission: Sie wollen die ganze wilde Räuberbande entführen! Das lässt sich Räuberhauptmann Donnerpups natürlich nicht bieten. Doch er hat die Rechnung ohne die Außerirdischen und ihre Verkleinerungswaffen gemacht! Zum Glück hat Robin im letzten Moment eine Idee ... (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Schon zum zweiten Mal dürfen sich Kinder über eine sehr lustige und ebenso spannende Geschichte vom Räuber Donnerpups freuen. Reizthemen kommen bei Kindern einfach immer wieder an - der wilde Räuber pupst besonders laut - und sorgen während des Vorlesens für Kicheranfälle. Ganz ehrlich kann ich zugeben, dass ich den Büchern zuerst mit Skepsis gegenüberstand. Völlig unbegründet. Denn Verhaltensweisen, die im Alltag unerwünscht oder verpönt sind, können Kinder durch Bücher erleben. Natürlich auf eine witzige und augenzwinkernde Art. Die kleinen Zuhörer, bzw. Betrachter können das auch ganz leicht unterscheiden.

Mittwoch, 31. Mai 2017

[Bilderbuch] "Ritter und Drachen haben gut lachen: Eine Freundschaftsgeschichte" von Elli Woollard

Als der kleine Konrad einer komisch aussehenden Ente hilft, beginnt zwischen den beiden eine wunderbare Freundschaft. Was sie aber nicht voneinander wissen: Konrad ist eigentlich ein mutiger Ritter ... und die "Ente" der junge Drache Theo! Was nun? Eigentlich sind sie ja Feinde und sollten gegeneinander kämpfen ... (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Ich glaube, das Thema Freundschaft gehört zu den am häufigsten vorkommenden Bilderbuchgeschichten. Und das ist gut so. Die Ideen dazu sind fast unerschöpflich und vor allem für Kinder jeder Altersklasse immer wieder aktuell. "Ritter und Drachen haben gut lachen" gehört zu den besonders erwähnenswerten Freundschaftsgeschichten, denn der kleine Ritter Konrad und Drache Theo schließen Freundschaft, ohne zu wissen, wer der jeweils andere ist. Die Auflösung ist nicht nur humorvoll und für kleine Kinder spannend, die Bilder sind auch noch so niedlich, dass beim Anschauen sofort das Herz aufgeht.

Donnerstag, 18. Mai 2017

[Kinderbuch] "Drachenalarm auf meinem Teller" von Tom Nicoll

Kleiner Drache, große Schwierigkeiten! Als Eric einen winzigen Drachen in seinem Essen findet, denkt er erst, es wäre ein Spielzeug. Aber Ping, der Mini-Drache, ist quicklebendig. Er kann sogar sprechen. Und er bringt Eric in jede Menge Schwierigkeiten. Weil Pings Leibspeise Bergziege gerade nicht verfügbar ist, macht er sich über die müffelige Dreckwäsche her. Und verhält sich auch sonst ziemlich auffällig! Wie soll Eric da bloß sein Mini-Drachen-Geheimnis bewahren? (Text-, Cover- und Zitatrechte: arsEdition)


"Drachenalarm auf meinem Teller" ist das erste Kinderbuch des Autors Tom Nicoll. Und weil ich gerne Kinderbücher lese, und weil alleine das Cover eine spaßige Geschichte verspricht, freute ich mich auf eine schöne Kinderbuch-Schmökerzeit. Doch ich hatte nicht mit meinem 9-jährigen Sohn gerechnet, der mir das Buch sogleich aus der Hand riss. Nun gut, damit hatte er das Lesevorrecht und ich musste mich hinten anstellen. Nachdem wir beide die Geschichte beendet hatten, waren wir uns aber völlig einig: "Drachenalarm auf meinem Teller" ist eine überaus humorvolle und liebeswerte Geschichte. Und spaßig noch dazu!

Montag, 15. Mai 2017

[Bilderbuch] "Als Mama nur noch traurig war: Wenn ein Elternteil an Depression erkrankt" von Anja Möbest

Jan ist fünf Jahre alt, als die Grummelgrame kommen. Mamas Grummelgrame. Sie sind furchtbar mies gelaunt. Alles finden sie schlecht, und sie reden so lange auf Mama ein, bis die ihnen glaubt. Ganz grau ist ihre Welt dadurch geworden. Sie lacht kaum noch, mag nichts mehr unternehmen und alles wird ihr zu viel - selbst Jan! Jan ist ganz elend deswegen. Er fühlt sich allein und furchtbar hilflos: Ist er womöglich schuld daran, dass es Mama so schlecht geht ...? (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Manchmal entstehen im Leben von Kindern Situationen, mit denen sie nicht umzugehen wissen. Das muss nicht immer unmittelbar mir ihnen selbst zu tun haben, sondern kann auch Menschen im direkten Umfeld betreffen, z.B. ihre Eltern. Ein Elternteil, das an einer Depression erkrankt, ist so eine Situation. Kinder dürfen damit nicht alleine gelassen werden, brauchen besonderen Zuspruch und Aufmerksamkeit. Doch was tun? Vor allem, wenn die Bezugsperson in diesem Fall nicht uneingeschränkt auf das Kind zugehen kann? Ein Bilderbuch kann eine gute Möglichkeit sein, ein Kind an der Hand zu nehmen, ihm die Krankheit zu erklären und Verständnis zu wecken. Das ist der Zweck von "Als Mama nur noch traurig war".

Dienstag, 9. Mai 2017

[Bilderbuch] "Mein erstes Buch von den Zahlen" von Nathalie Choux

Erster Zählspaß für die Kleinsten!
Eine Schnecke, zwei Schmetterlinge, drei Küken ... Hier gibt es allererste Zahlen zu entdecken. Die besonders stabile Verarbeitung der Schiebeeffekte garantiert einen lang anhaltenden Spaß beim Immer-wieder-Ausprobieren und Ansehen des Buches. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Bilderbücher, die kleinen Kinder - ab etwa 18 Monaten - erstes Grundwissen vermitteln, gehören zur Standardausrüstung vieler Familien. Das macht schon Sinn. Eine liebevolle Ausstattung bringt Spaß und Lernmotivation mit sich. Außerdem werden fast alle wichtigen Themen, vor allem solche, die Kinder interessieren, mit diesen Büchern abgedeckt. "Mein erstes Buch von den Zahlen" hat uns sofort überzeugt. Es gehört zu den stabilsten Pappbilderbüchern, die ich bisher in der Hand hatte. Und die Dreh- und Schiebeeffekte funktionieren reibungslos.

Sonntag, 7. Mai 2017

[Bilderbuch] "Wunderdinge der Natur" von Britta Teckentrup

Von Pusteblumen, Schmetterlingen und anderen kleinen Naturwundern.

Kleinkinder erleben die Natur als ein großes Wunder und bestaunen die Tier- und Pflanzenwelt mit großen Augen. Dieses Buch zeigt kleine Phänomene der Natur und lädt zum Entdecken und Staunen ein. Mit großen Klappen! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Bilderbücher mit Klappen stehen bei unserer jüngsten Tochter (2) gerade hoch im Kurs. Gut, wahrscheinlich vor allem der Klappen wegen, denn an diesen erfreut sie sich tatsächlich am meisten. Doch wenn das Bilderbuch zusätzlich noch so schön gestaltet und inszeniert ist wie "Wunderdinge der Natur", dann freuen sich Tochter und Mama gleichermaßen.

Das Konzept des Bilderbuchs ist einfach und gerade darum wirkungsvoll. Es geht um die Natur - um Blumen und Pflanzen, das Wetter, aber hauptsächlich um Tiere. In sechs verschiedenen Rubriken werden Kindern diese Dinge nähergebracht. So thematisiert 'Es grünt und blüht' zum Beispiel das Pflanzenwachstum. Die Fortschritte des Wachsens können Kinder anhand der Klappen im Buch erfahren. Die Rubrik 'Hier wohne ich ...' zeigt das Zuhause vieler Tiere: Der Vogel lebt in seinem Nest, der Igel im Blätterhaufen, die Spinne baut ein Netz, der Hase wohnt in seinem Bau. Auch hier wird das anhand der Klappen verdeutlicht. Ein einfacher Text, ein- bis dreizeilig, begleitet die Bilder mit Erklärungen, die Kinder gut verstehen.

Mittwoch, 26. April 2017

[Kinderbuch] "Tafiti und das große Feuer" von Julia Boehme

Tafiti und Pinsel trauen ihren Augen kaum. Wie kann es sein, dass die Sonne im Westen gerade erst untergegangen ist und im Osten schon wieder aufgeht? Oh nein, ein Buschfeuer lodert in der Savanne! Jetzt müssen alle Tiere zusammenhalten: Elefanten, Giraffen, Warzenschweine - und sogar Löwen! Die Großen helfen den Kleinen und die Starken den Schwachen. Und am Ende schaffen sie das Unmögliche! (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Das Erdmännchen Tafiti und sein Freund Pinsel kommen bei uns so gut an, dass wir froh sind uns mittlerweile schon über den achten Band der Reihe freuen zu dürfen. Und die Freude ist jeweils groß, wenn es an der Zeit ist, ein neues Tafiti-Abenteuer vorzulesen. Vielleicht ist es von Vorteil, wenn man zumindest Band 1 kennt, in dem Kinder Tafiti, seine Familie und Freunde kennenlernen. Ansonsten ist jeder Band so angelegt, dass man die Bücher auch als Einzelbände lesen kann.

Dienstag, 25. April 2017

[Bilderbuch] "Weißt du noch" von Zoran Drvenkar

Kind zu sein ist das größte Abenteuer. Als Kind erlebt man alles zum ersten Mal und sieht ganz unverfälscht auf die Welt. Da wächst der Regenbogen direkt aus der Wiese, und das taunasse Gras glänzt wie ein Meer aus Taschenlampen. Auf jedem Grashalm sitzt ein Diamant und macht den Maulwurf, der seinen Kopf aus dem Hügel steckt, ganz reich. Alles ist bunt und strahlend, und alles ist möglich, zumindest in der Fantasie. "Weißt du noch" ist eine außergewöhnliche Hommage an die Kindheit, an die einzigartigen Augenblicke, in denen man zum ersten Mal etwas bewusst sieht, riecht, fühlt, tut, erlebt oder versteht - für Kinder und Erwachsene. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Carl Hanser Verlag)


Ein Bilderbuch von Zoran Drvenkar? Das will zu mir! Ganz unabhängig von meinen Kindern. Der Autor gehört zu denen, die mir die eindrücklichsten Leseerlebnisse beschert haben. Und ja, ich meine seine Handschrift auch in "Weißt du noch" zu erkennen. Gemeinsam mit meiner Tochter (7) habe ich das Buch gelesen. Wir waren völlig versunken darin. Ich als Vorlesende, sie als Zuhörerin. Gemütlich war's und stimmungsvoll. Das Bilderbuch hat etwas in mir zum Klingen gebracht. Vielleicht waren das Erinnerungen, bestimmt auch Nostalgie. Und meine Tochter? Sie wirkte sehr konzentriert und nachdenklich und amüsiert und auch etwas verwundert.

Mittwoch, 19. April 2017

[Bilderbuch] "Schüttel den Apfelbaum: Ein Mitmachbuch" von Nico Sternbaum

Dieses Bilderbuch hat es in sich. Denn man kann mit ihm viel mehr machen, als es nur zu lesen oder seine lustigen bunten Bilder zu betrachten. Hier können Kinder ab 2 Jahren selbst aktiv werden: Sie dürfen das Buch schütteln, schaukeln, rubbeln, darauf herumklopfen oder es auf den Kopf stellen, je nachdem, was die kleine Geschichte verlangt. Da gilt es zum Beispiel, den Apfelbaum zu schütteln, Kitzelmonster Kalle durchzukitzeln oder an die Tür eines geheimnisvollen Schlosses zu klopfen, um zu sehen, was auf der nächsten Seite passiert. Ein Buch voller Überraschungen für jede Menge Spiel, Spaß und Spannung. (Text- und Coverrechte: Bassermann Verlag)


Das Konzept eines Mitmachbuches kennen wir bereits. Jedoch wird es oft unterschiedlich ausgelegt, manchmal mit Klappen, Schiebern, etc. Teilweise werden Kinder aber auch einzig mit dem Text dazu animiert, mitzumachen. Genau solch ein Buch, ohne physische Hilfsmittel, ist "Schüttel den Apfelbaum". Dieses Buch will mit Kindern spielen!

Dienstag, 18. April 2017

[Bilderbuch] "Guck mal, wie die gucken!" von Werner Holzwarth

Eine Familie ist zu Besuch im Zoo und spaziert durchs Affenhaus. "Guck mal, das sind ja richtige Prachtexemplare!", heißt es da. Oder: "Oh, die da drüben haben Babys!" Aber schon bald fragt sich: Wer beguckt hier eigentlich wen? Mit großem Vergnügen wird in diesem Bilderbuch aufgedeckt, wie ähnlich wir Tiere und Menschen uns in Wirklichkeit sind. Und natürlich muss die Geschichte, nachdem der "Dreh" enthüllt ist, gleich noch mal gelesen werden! (Text- und Coverrechte: Thienemann Verlag)


"Guck mal, wie die gucken!" ist das neueste Bilderbuch von Werner Holzwarth (Autor des Kinderbuch-Bestsellers "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat"). In seinem neuen Buch geht es um den Buch bei den Affen in Zoo. Bei mir lösen diese Tiere ja zwiespältige Gefühle aus, meine Kinder sind von ihnen jedoch begeistert. Und genau darum geht es im Bilderbuch. "Guck mal, wie die gucken!" hat einen tollen, überraschenden Dreh. Denn wer guckt hier eigentlich wen an?

Dienstag, 11. April 2017

[Kinderbuch] "Salon Salami: Einer ist immer besonders" von Benjamin Tienti

Tja, manchmal ist das Leben etwas bunter: Hani Salmani (nein, nicht Salami) ist zwölf, hat einen kleinen Bruder, ihre Mama ist verschwunden und ihr Papa schneidet im Friseursalon von Onkel Ibo Haare, während der krummen Geschäften nachgeht. Als Hani herausfindet, dass ihre Mama im Gefängnis sitzt und Onkel Ibo wohl schuld daran ist, fasst sie einen verrückten Plan. Zum Glück hilft ihr Sozialarbeiterin Mira, und am Ende ist im Salon Salami-Salmani alles (fast) wieder paletti. (Text- und Coverrechte: Dressler Verlag)


Die Familie Salmani (den Salami-Witz kennt Hani schon aus der Schule - und findet ihn doof) besitzt einen Friseursalon. Papa schneidet Haare, Mama hilft im Salon mit und Hanis Bruder Moma geht noch in den Kindergarten. Hani selbst geht zur Schule, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, Vorher-Nachher-Fotos von Papas Kunden zu machen und im Friseursalon aufzuhängen. Eigentlich läuft es gut bei Familie Salmani, bis eines Tages Hanis Mama nicht mehr da ist und ihr Leben sehr turbulent wird. Es wird für Hani immer schwieriger der Dreh- und Angelpunkt der Familie zu sein und bald muss sie erkennen, dass sie es ohne Hilfe nicht mehr schafft.

Donnerstag, 30. März 2017

[Bilderbuch] "Eddy, der Elefant, der lieber klein bleiben wollte" von Hans Traxler

Eddy ist der Jüngste in der Herde, deshalb darf er auf Tante Adele reiten und auf Mamas Rüssel in die Schlammgrube rutschen. Seit er weiß, dass Wilderer großen Elefanten die Stoßzähne abschneiden, möchte Eddy am liebsten nie erwachsen werden. Eddys Brüder können darüber nur lachen. Doch als Eddy eines Tages verschwunden ist, machen auch sie sich Sorgen. Kann er allein in der Wildnis überleben? Zum Glück landet Eddy in einer Elefantenstation. Bis er aber seine Herde wiedersieht, braucht er viel Hilfe - und vor allem den Mut, ein Großer zu werden. (Text- und Coverrechte: Carl Hanser Verlag)


Oh, wie ist dieses Bilderbücher süß! Sobald man die ersten Seiten aufschlägt, sind das die wesentlichen Gedanken, die einem in den Kopf schießen. Dabei steckt in "Eddy, der Elefant, der lieber klein bleiben wollte" so viel mehr. Eine große Portion ehrlicher Realismus, viel Spannung und auch überraschend Wunderliches.

Mittwoch, 22. März 2017

[Bilderbuch] "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" von Marcus Pfister

© Cover NordSüd Verlag
Der Regenbogenfisch fühlt sich im Glitzerschwarm sehr wohl. Sogar eine neue Freundin ist zum Schwarm dazugekommen. Das Fischmädchen Rotflosse schlägt vor Verstecken zu spielen und alle sind begeistert. Nur läuft es für den Regenbogenfisch diesmal nicht so gut wie sonst. Zuerst findet er keinen der anderen Fische, dann wird sein eigenes Versteck auch noch sofort entdeckt. So macht ihm das keinen Spaß. Früher hat er doch immer gewonnen! Ein guter Verlierer zu sein ist gar nicht einfach.


Im Jahr 2017 feiert der Regenbogenfisch ein großes Jubiläum. 25 Jahre gibt es die Bücher rund um den kleinen Glitzerfisch schon! Mich selbst begleitete das erste Buch "Der Regenbogenfisch" bereits durch meine Ausbildung zur Erzieherin, weitere Geschichten lernte ich zusammen mit meinen Kindern kennen. Bis dato sind sieben Bilderbuchabenteuer mit dem Regenbogenfisch erschienen, dazu noch einige Begleit- und Lernbücher. Es ist zwar schön, wenn man das erste Buch kennt, aber im Prinzip kann jede Geschichte unabhängig von den anderen gelesen werden. "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" ist das neueste Abenteuer.

Montag, 20. März 2017

[Kinderbuch] "Zeitreise mit Hamster" von Ross Welford

"Hätte mich früher einer gefragt, ich hätte gesagt, dass eine Zeitmaschine vermutlich wie ein U-Boot aussieht. Oder vielleicht wie eine Rakete. Stattdessen schaue ich jetzt auf einen Laptop und eine Zinkwanne aus dem Gartencenter. Das ist Dads Zeitmaschine. Und sie wird die Welt verändern. Na ja, auf jeden Fall meine."

Al Chaudhury hat eine unglaubliche Chance. Er kann das Leben seines verstorbenen Vaters retten. Das Einzige, was er dafür tun muss: in das Jahr 1984 zurückreisen, um einen schicksalsvollen Gokart-Unfall zu verhindern ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: Coppenrath Verlag)


Was für ein tolles Thema! Ein Junge hat die Möglichkeit das Schicksal zu beeinflussen, vielleicht sogar zu ändern. Und zwar so, wie er es sich sehnlichst wünscht. Aber ist es immer erstrebenswert nach den eigenen Wünschen zu handeln? Ohne Rücksicht auf Verluste? Ross Welford hat einen Roman geschrieben, der einen Jungen zum Helden seines Schicksals macht. Der aber auch nahelegt, dass das Leben ein Geschenk ist, dass man es annehmen soll, wie es ist und sich an den Erinnerungen erfreuen soll. Denn Dinge ändern sich nunmal.

Freitag, 17. März 2017

[Kinderbuch] "Frieda Kratzbürste und ich" von Rüdiger Bertram

Frieda Kratzbürste, die traut sich was! Anna ist sieben und manchmal ein bisschen schüchtern. Als sie von Marie zum Kindergeburtstag eingeladen wird, weiß sie nicht recht, ob sie sich freuen soll. Frieda, Annas Stoffpuppe, ist sich hingegen absolut sicher: Geburtstage sind super! Denn Frieda hat vor gar nichts Angst, sie ist selbstbewusst, aufmüpfig und vorlaut. Da ist es manchmal ganz gut, dass nur Anna hören kann, was Frieda den lieben langen Tag so von sich gibt. (Text- und Coverrechte: Oetinger Verlag)


Kinderbücher über Mut und Selbstvertrauen kann man gar nicht genug haben. Besonders, wenn ein Buch diese Themen mit so viel Spaß aufgreift wie bei "Frieda Kratzbüste und ich". Außerdem ist meinen Tochter genau im passenden Alter, und so haben wir es uns mit dem Buch bei einem gemeinsamen Vorlesenachmittag gemütlich gemacht. Ganz ruhig hat sie zugehört - interessiert, mitfühlend und oftmals erstaunt-kichernd.

Mittwoch, 15. März 2017

[Sachbuch] "Hai Ahoi!: Alles von Ammenhai bis Zebrahai" von Owen Davey

Dieses Buch erkundet die unterschiedlichsten Haie unserer Erde - vom winzigen Zwerg-Laternenhai zum riesigen Weißen Hai. Die wunderbaren Illustrationen von Owen Davey zeigen Haie, ihre Eigenarten und ihre typischen Verhaltensweisen. Viele wissenswerte und humorvolle Fakten erklären, was Haie ausmacht, wie sie leben, warum sie vom Menschen zu Unrecht so gefürchtet werden und wieso sie so bedroht sind. Für alle, die schon immer wissen wollten, was diese großen Räuber der Meere so besonders macht! (Text- und Coverrechte: Knesebeck Verlag)


Sachbilderbücher sind eine wertvolle Bereicherung fürs Kinderbuchregal. Für kleine Kinder gibt es viel zu sehen und zu entdecken, größere Kinder können sich bereits anhand der Texte informieren und spielerisch Wissen erlangen. "Hai Ahoi!: Alles von Ammenhai bis Zebrahai" thematisiert das Leben dieser besonderen und faszinierenden Meeresbewohner (zu den nicht wenige Menschen ein etwas zwiegespaltenes Verhältnis haben). Mich persönlich begeistert das Buch alleine aufgrund des Gestaltung, für unsere zwei ältesten Kinder ist es ein dauerhafter Begleiter geworden.

Sonntag, 12. März 2017

[Bilderbuch] "Anleitung zum Ungezogensein" von Sophie Schmid

Regeln sind dazu da, um befolgt zu werden - von wegen! Dieses Buch ist ein Plädoyer, selbstbewusst seinen Kopf zu gebrauchen, wohlmeinende Lebensregeln individuell und situationsbezogen zu hinterfragen und ihnen mit einer guten Portion Fantasie und Kreativität, mit Sinn und Verstand zu begegnen.
Ein Buch, das inhaltlich und gestalterisch keiner Norm entspricht - mit einem Augenzwinkern erzählt für alle kleinen und großen Regelbrecher dieser Welt. (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Wer kennt sie nicht, Sprüche wie Ordnung ist das halbe Leben! oder Mit dem Essen spielt man nicht! Besteht das ganze Leben nur aus Regeln, die unbedingt eingehalten werden müssen? Keinesfalls. Kinder sind keine Maschinen, die ihr Leben in eine enge Form pressen können. Genau das wird mit dem Bilderbuch "Anleitung zum Ungezogensein" deutlich. Das Thema ist augenzwinkernd und mit viel Humor umgesetzt. Es spricht damit auch Erwachsene an.

Donnerstag, 2. März 2017

[Kinderbuch] "Club der Heldinnen: Entführung im Internat" von Nina Weger

Juhu, es geht los! Das neue Schuljahr auf dem Matilda Imperatrix, dem Internat für Mädchen mit außerordentlichen Fähigkeiten! Flo und Pina beratschlagen schon, wie sie die Geländespiele gewinnen und die beiden Oberzicken Cilly und Lilly abhängen. Doch dann kommt der große Schreck: Flos kleine Schwester Charly verschwindet spurlos! Flo verdächtigt sofort die Neue in ihrem Zimmer. War doch klar, dass diese Blanca ein dunkles Geheimnis verbirgt! Aber bald merken Flo und Pina, dass sie Charly nur mit Blancas Hilfe retten können. Denn gemeinsam sind die drei wirklich heldenhaft! (Text- und Coverrechte: Oetinger Verlag)


"Club der Heldinnen" ist eine neue Kinderbuchreihe für Mädchen. Eine Internatsgeschichte, bei der ich überzeugt bin, dass sie bei jungen Leserinnen gut ankommen wird. Die erste Geschichte, "Entführung im Internat" ist pfiffig und spannend. Mit den Figuren können sich Mädchen gut identifizieren, ganz im Sinne des Reihentitels. Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend, und als toller Bonus sind dem Buch vier Club-Ausweise beigelegt. Wenn das nicht dazu animiert, einen eigenen Freundinnen-Club zu gründen ...

Montag, 27. Februar 2017

[Bilderbuch] "Tapsi will kuscheln" von Sean Julian

© Cover NordSüd Verlag
Der Walddrache Tapsi kuschelt gerne. Und unbedingt möchte er die kleine Elfe Pünktchen dazu überreden. Doch die lehnt das Kuscheln mit Tapsi kategorisch ab. Denn sie weiß noch genau, was beim letzten Mal passiert ist. Tapsi versucht Pünktchen mit allen Mitteln zu überreden; mit Tränen und Geschenken. Doch Pünktchen bleibt hart. Ob es dem Walddrachen noch gelingt, seine Freundin zu überreden?


"Tapsi will kuscheln" ist ein Bilderbuch zum Mitfiebern. Und das, obwohl es ums Kuscheln geht, gewürzt mit einer großen Portion Humor und Emotionen. Am Ende muss man herzlich lachen, ganz besonders die kleinen Zuhörer, die mit ihrem feinen Gespür für Gefühle die Pointe sofort verstehen.

Tapsi ist ein Walddrache und ein richtiger Kuscheldrache noch dazu. Darum fragt er auch die Elfe Pünktchen, ob sie mit ihm kuscheln mag. "Nie im Leben!", kommt es von Pünktchen zurück. Denn sie hat keine Lust mehr auf das Erlebnis vom letzten Mal. Was das war, weiß man als Leser und Betrachter des Bilderbuchs nicht. Einzig, dass es der kleinen Elfe nicht gefiel ist deutlich zu spüren. Denn soviel sich Tapsi nun auch bemüht, mit (lustigen) Geschenken oder mit (gespielten) Tränen, Pünktchen kuschelt mit allen Tieren des Waldes, mit Tapsi aber nicht. Bis dieser etwas leistet, was die kleine Elfe ihre Entscheidung nochmals überdenken lässt.

Samstag, 25. Februar 2017

[Kinderbuch] "Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle" von Martin Baltscheit

Der Bär wird um sein faules Leben im Zoo beneidet. Jeden Tag drei Mahlzeiten und satt einschlafen. Dabei wäre er viel lieber frei wie die Krähe. Die bietet ihm die Chance seines Lebens: Sie können ihre Körper tauschen! Schnell muss der Krähenbär feststellen, dass gute Manieren in freier Wildbahn reine Zeitverschwendung sind, und die Bärenkrähe frisst sich nicht nur rund, sondern auch unglücklich. Und so teilen sich die beiden am Ende die Vollpension im Zoo in einer freien Entscheidung. (Text- und Coverrechte: Dressler Verlag)


Zwei unzufriedene Tiere und eine ungewöhnliche Freundschaft - so könnte man das Thema von "Krähe und Bär" in aller Kürze zusammenfassen. Dass das Buch als tiefgründig, überraschend und urkomisch beschrieben wird, war mir vor dem Vorlesen nicht deutlich bewusst. Aber umso besser. Meine zwei Kinder sind mit 7 und 9 Jahren im perfekten Vorlesealter für das Buch. Doch nach den ersten Seiten war ich irritiert und die Kinder ebenso. In mir kam die leise Frage auf, ob das Buch vielleicht nicht ZU tiefgründig oder ZU abgedreht ist? Jetzt sage ich nein, es ist genau richtig! Aber anspruchsvoll ist es schon. Mehr, als man bei der herrlich fröhlich-zufriedenen Illustration auf dem Einband erwarten würde.

Freitag, 24. Februar 2017

[Bilderbuch] "Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin" von Pei-Yu Chang

© Cover NordSüd Verlag
Herr Benjamin ist ein Philosoph, ein sehr kluger Mann, mit guten und ungewöhnlichen Ideen. Doch eines Tages entscheidet das Land, in dem er lebt, dass Menschen wie Herr Benjamin nicht erwünscht und außergewöhnliche Ideen gefährlich sind. Er muss sich verstecken und später einen geheimen Weg flüchten, um nicht verhaftet zu werden. Obwohl der Weg weit und beschwerlich ist, nimmt Herr Benjamin einen großen Koffer mit. Er ist ihm so wichtig, dass er ihn nicht zurücklassen kann. Denn der Inhalt könnte alles verändern.


"Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin" basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Schriftstellers und Philosophen Walter Benjamin (1892 - 1940). Er floh vor den Nazis die so genannte F-Route über die Pyrenäen zur spanischen Grenze. Die Fluchtabsicht in die USA führte er nicht zu Ende. Den Inhalt seines Koffers kennt bis heute niemand.
Als ich das Bilderbuch durchlas, ging es mir sehr zu Herzen. Es hat eine enorme Ausdruckskraft und vermittelt geschichtliches Wissen und Werte. Aber nicht frontal, sondern subjektiv, auf eine kindgerechte Art. Ich befürchtete allerdings, dass Kinder mit der Geschichte etwas überfordert sein könnten. Das hat sich nicht bestätigt. Meine Tochter liebt dieses Buch. Sie ist völlig fasziniert von der Geschichte, den Bildern und diesem Mann mit Koffer. Die Geschichte wirft Fragen auf. So viele, dass wir das Thema noch über das Buch hinaus vertieft haben. So wünscht man sich das bei einem Bilderbuch!

Donnerstag, 23. Februar 2017

[Kinderbuch] "Kasimir Karton: Mein Leben als unsichtbarer Freund" von Michelle Cuevas

Manchmal wundert Kasimir sich schon, warum ihn niemand beachtet. Im Sportunterricht wird er nicht als Letzter ins Team gewählt, er wird gar nicht gewählt. Der Busfahrer schließt die Tür vor seiner Nase, und seine Eltern vergessen, ihm bei den Mahlzeiten einen Teller hinzustellen. Nur seine Zwillingsschwester Fleur hält zu ihm. Doch eines Tages macht Kasimir eine schockierende Entdeckung: Er ist unsichtbar! Fleur hat sich ihn ausgedacht! Mit dem Wunsch, ein echter Junge zu werden, begibt sich Kasimir auf eine lange Reise ... (Text- und Coverrechte: FISCHER KJB)


Hatten wir nicht alle schon einmal einen unsichtbaren Freund? Während manche Kinder sich nur zeitweilig vorstellen, einen imaginären Freund oder Freundin zu haben, begleitet dieser Wunschfreund andere durch die phantasievolle Zeit des Kindseins. Ob als Mensch oder Tier, als Märchengestalt oder der reinen Vorstellungskraft entsprungen, ein unsichtbarer Freund bereichert die Kindheit. Ich persönlich kann mich an so manches Zwiegespräch mit einer Wunschfreundin erinnern. Und manchmal höre ich meine eigenen Kinder vor sich hinflüstern, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Wer weiß, vielleicht reden auch sie mit ihrem imaginären Freund? Michelle Cuevas hat diesem Thema in "Kasimir Karton: Mein Leben als unsichtbarer Freund" eine ganz besondere Stimme gegeben.

Dienstag, 21. Februar 2017

[Kinderbuch] "Mia voll verdoodelt: Krokodile lieben Fischstäbchen" von Knife & Packer

Irgendwas treibt Mia immer in die absurdesten Situationen. Stellt euch vor, sie ist umzingelt von Krokodilen, klammert sich an eine Aktentasche voller Fischstäbchen, trägt dabei eine Sumpfmonster-Maske und ihre Lehrerin ist gerade dabei, ihre Eltern anrufen! Klingt wie ein abgefahrener Traum? Nein, das ist Mias Leben: chaotisch, witzig und voller Überraschungen. Genau wie ihre lustigen Doodles, die sie in ihrem Tagebuch festhält! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Als ich selbst noch ein Kind war (lange ist es her!) gab es entweder Kinderromane oder Comics. An Comicromane kann ich mich nicht erinnern. Dabei sind sie eine perfekte Ergänzung zum klassischen Kinderbuch, denn sie schließen die Lücke zwischen Comics und Büchern mit umfangreichem Text.

"Mia voll verdoodelt" ist eine neue Comicroman-Reihe. Die Hauptzielgruppe sind Mädchen, ab etwa 9 Jahren, die bei dieser Art von Büchern bisher immer ein wenig das Nachsehen hatten. Jetzt ist es aber so, dass mein 9-jähriger Sohn zwar gerne liest, sich dabei aber nicht besonders anstrengen möchte. Er bevorzugt tatsächlich die klassischen Comics, oder aber Kinderbücher mit wenig Text und vielen Bilder. Ich drückte ihm Mias erstes Abenteuer "Krokodile lieben Fischstäbchen" in die Hand, tatsächlich mit der Hoffnung, seine Leseinteressen zu vergrößern. Das Resultat: Ich sah ihn fast nur noch mit dem Buch in der Hand. Zielgruppe hin oder her, er hat es innerhalb kurzer Zeit verschlungen.

[Bilderbuch] "Auch Prinzessinnen müssen mal pupsen" von Ilan Brenman

© Cover arsEdition
Laura ist schon im Kindergarten. Und heute geht ihr die Frage nicht mehr aus dem Kopf, ob auch Prinzessinnen mal pupsen müssen. Zum Glück hat Laura einen schlauen Papa. Der sucht im Bücherregal nach einem alten Buch, in dem die größten Geheimnisse berühmter Prinzessinnen zu finden sind. Unter anderem, dass sogar Prinzessinnen mal pupsen müssen.


Kinder lieben spannende Geschichten, aber genauso sehr lieben sie Geschichten mir Humor, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen und gerne auch mal ein Reizthema enthalten dürfen. Diese verbreiten beim Vorlesen nämlich einen lockere, heitere Stimmung voller Kicheranfälle und erstaunten Ausrufen. Eines dieser Bücher ist "Auch Prinzessinnen müssen mal pupsen". Meine Tochter hat schon losgekichert, als ich ihr nur den Titel vorgelesen habe. Denn das Pupsen, das ist gerade ein Thema, das sie tatsächlich viel beschäftigt.

Samstag, 11. Februar 2017

[Kinderbuch] "Robby aus der Räuberhöhle: Wer rettet das Paradies?" von Barbara Landbeck

Robby liebt seine Räuberhöhle und sein Paradies mit den vielen Pflanzen und Tieren mitten in Jottwede. Es duftet nach frischem Moos und Abenteuern. Und ganz besonders gut nach Freundschaft, denn Gummistiefel-Mädchen Thea ist endlich wieder zu Besuch. Gerade zur rechten Zeit. Denn Bürgermeister Poeppler möchte ein schickes, neues Bürogebäude in Robbys Paradies bauen. Das muss unbedingt verhindert werden! Nur wie?
Ein supergeheimnisvolles Buch mit noch geheimnisvolleren Erfindungen kommt den Freunden da gerade recht ... (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


"Robby aus der Räuberhöhle: Wer rettet das Paradies?" ist schon das zweite Abenteuer des Räuberjungen Robby und seiner besten Freundin Thea. Wir fanden den ersten Band so wunderbar, dass die Kinder Luftsprünge machten, als ich das neue Buch für unserer Vorleserunde vorschlug. Sie sind wieder völlig in die Geschichte eingetaucht. Dabei ist es interessant, dass "Wer rettet das Paradies?" auch ohne Kenntnisse des Vorgängers gelesen werden kann. Autorin Barbara Landbeck hat die Geschichte so strukturiert, und relevante Dinge wiederholt, dass sich auch Kinder, die Robby noch nicht kennen, gut zurechtfinden. Mehr Spaß macht es allerdings, wenn man die Reihe in der richtigen Reihenfolge liest.