Dienstag, 27. September 2016

[Bilderbuch] "Der Streik der Farben" von Drew Daywalt

© Cover NordSüd Verlag
Duncan malt für sein Leben gerne. Als er eines Tages nach der Schule ein Bild malen will, ist seine Farbschachtel leer. Stattdessen findet er nur einen Stapel Briefe mit seinem Namen darauf. Jeder Farbstift hat einen Brief geschrieben. Rot fühlt sich überlastet, Lila nicht genug respektiert und Beige ist traurig. Nur Grün scheint sich so richtig wohl zu fühlen. Duncan möchte, dass alle seine Farbstifte glücklich sind und hat eine wunderbare Idee ...


Bilderbücher sind für mich persönlich eine große Herzensangelegenheit. Die Auswahl ist riesig, die Ideen grandios. Die meisten Bilderbücher schließt man mit einem Lächeln im Gesicht oder einem guten, zufriedenen Gefühl. Dass man bereits nach der zweiten Seite denkt Wie genial ist das denn?!, ist dann doch eher die Ausnahme. So geschehen bei "Der Streik der Farben", einem Bilderbuch mit einer gefühlvollen Idee und viel Humor.

Donnerstag, 22. September 2016

[Kinderbuch] "Pfeffer, Minze und das Schulgespenst" von Irmgard Kramer

Hallo, ich bin Pfeffer und bin gerade in die Schule gekommen. Meine Freunde Paula und Olli sind auch bei mir in der Klasse und wir haben die beste Lehrerin der Welt: die Minze. Wir haben schon ein paar Buchstaben gelernt und das ist echt gut, denn das Schulgespenst hat uns Briefe geschickt und wir konnten zurückschreiben! Aber das Gespenst ist selbst total faul und lässt jetzt die Minze die ganze Arbeit machen - deshalb haben wir uns ein paar Briefe geborgt und helfen ihr jetzt beim Antworten. Dabei haben wir etwas echt Spannendes herausgefunden und das möchte ich euch jetzt erzählen. (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Kinderbücher über die Schule sind toll! Besonders, weil sie für die Zielgruppe der Grundschulkinder hochaktuell und lebensnah sind. Pfeffers erstes Schulabenteuer kam pünktlich vor der Einschulung. Mit "Pfeffer, Minze und das Schulgespenst" erschien jetzt der zweite Band einer hoffentlich noch lange fortgeführten Reihe. Jedes Buch ist für sich abgeschlossen. Kinder freuen sich zwar immer über bekannte Charaktere, diese werden aber im zweiten Band so eingeführt, dass man jedes Buch auch eigenständig lesen kann.

Mittwoch, 14. September 2016

[Bilderbuch] "Mein erstes Laternenfest" von Outi Kaden

© Cover Coppenrath Verlag
Die Kinder der Kita Kunterbunt sind schon ganz aufgeregt! Bald ist Martinstag, da gehen alle Kinder zusammen zum Laternenumzug. Aber wer ist denn dieser Martin? Und was macht man alles bei einem Laternenumzug? Zum Glück hat Erzieherin Anne ein großes Buch mitgebracht, in dem die Antworten auf alle Fragen der Kinder stehen. Gemeinsam erleben sie einen wunderschönes erstes Laternenfest.


Das Laufen mit einer Laterne ist für Kinder ein besonders schönes Erlebnis und eine stimmungsvolle abendliche Unternehmung im Herbst. Den ersten großen Laternenumzug werden die meisten Kinder im Kindergarten erleben. Dort erfahren sie auch alle geschichtlichen Hintergründe und lernen die passenden Lieder. "Mein erstes Laternenfest" gibt dieses Ereignis besonders gut verständlich, und wunderschön anzuschauen, wieder.

Dienstag, 13. September 2016

[Bilderbuch] "Graciella will ein Einhorn sein" von Annette Langen

© Cover NordSüd Verlag
Graciella würde so gerne ein Einhorn sein. Sie hat nur ein Problem, sie ist ein Nashorn. Da macht es auch gar keinen Sinn, die Nashorn-Mama zu fragen, die kann und will den Wunsch ihrer Tochter nicht erfüllen. Graciellas Traum scheint unmöglich. Bis sie unerwartete Hilfe von einer Wäscheleine und einer frisch gestrichenen Wand bekommt. Und als es dann ein bisschen gefährlich wird, weiß sich Graciella zu helfen - denn ein Einhorn hat vor nichts Angst!


"Graciella will ein Einhorn sein" ist ein echtes Mädchenbuch. Aber eines, dass völlig anders daherkommt, als es die hübsche rosafarbene Gestaltung erwarten lässt. Es geht um den Traum eines kleinen Nashornmädchens, der sich kurzzeitig, und auf sehr unkonventionelle Weise, auch erfüllt. Vor allem aber geht es um Selbstständigkeit und Mut - mit einer großen Portion Humor.

Graciella ist ein sehr dickköpfiges Nashorn. Darum soll ihr auch ihre Mama dabei helfen, ein Einhorn zu sein. Doch die schüttelt nur mit dem Kopf, der Wunsch der Tochter scheint absurd, sie fühlt sich leicht überfordert, die Hausarbeit ist wichtiger. Gemein, findet Graciella. Und ich muss ihr recht geben, denn es ist sehr schade, dass Erwachsene oftmals verlernt haben wie Kinder zu denken, und gerne in einem Schema stecken bleiben.
Dann zieht Graciella eben alleine los. Tatsächlich erhält sie unerwartet Hilfe, und verwandelt sich - zumindest äußerlich - wirklich in ein Einhornmädchen. Das überrascht Graciella selbst am allermeisten. Als Einhorn ist Graciella plötzlich viel mutiger als zuvor, selbst als ihr ein Jäger in die Quere kommt.

Dienstag, 6. September 2016

[Kinderbuch] "George" von Alex Gino

George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen. (Text-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER KJB)


"George" ist der erste Kinderroman zum Thema Transgender. Dabei geht es Alex Gino nicht darum zu polarisieren, vielmehr darum Normalität und Akzeptanz zu vermitteln. Persönliche Erfahrungen und dass Wissen, dass transgender Kinder Bücher brauchen, die sie ermutigen, waren der Grund für "George".

Donnerstag, 1. September 2016

[Bilderbuch] "Meine liebsten Fingerspiele" von Anne Mußenbrock

© Cover und Zitat Coppenrath Verlag
Sie alle sind ein Teil von bekannten Fingerspielen: Die Igel, die Sonntags einen Segelbootausflug machen, die Zwerge, die sich um einen dicken Kloß streiten oder die Fingerlein, die heute mal Vöglein sein wollen. Lustige Fingerspiele sind für jedes Babyalter geeignet, fördern die Entwicklung und kommen nie aus der Mode.


Fingerspiele kenne ich schon mein ganzes Leben - dazu noch recht viele. Text oder Melodie variieren zwar immer wieder, werden unterschiedlich weitergegeben, aber das ist nicht schlimm. Denn der Sinn dieser einfachen Bewegungsspiele bleibt immer der gleiche: Fingerspiele machen jedem Baby und kleinen Kind Spaß und fördern dabei die Entwicklung aller Sinne und die Motorik.

Igel machen Sonntagfrüh
eine Segelbootpartie.
Und die Kleinen jauchzen froh,
denn das Boot, das schaukelt so.
[...]
- S. 4