Donnerstag, 28. Juli 2016

[Kinderbuch] "Pelle von Pimpernell: Der Geisterhund" von Claire Barker

Pelle von Pimpernell hat ein Problem. Seit er ein Geisterhund ist, versucht er vergeblich, wieder Kontakt zu seiner über alles geliebten Menschen-Freundin Winnie aufzunehmen. Seine verrückten Geistertier-Freunde können ihm da leider auch nicht so richtig weiterhelfen. Doch plötzlich geht es um noch viel mehr und Winnie und die Geistertier-Kombo müssen zusammenarbeiten, um dem bösen Geisterjäger Krispin O’Mystery das Handwerk zu legen ... (Text- und Coverrechte: KOSMOS Verlag)


Hund Pelle stirbt. Zum Glück erwacht er als Geist und kann, zusammen mit anderen Tiergeistern, weiter im Haus Sternenblick der Familie von Pimpernell leben. Leider muss er feststellen, dass seine beste Freundin Winnie ihn nicht mehr sieht, er sie in ihrer Trauer nicht trösten und sie nicht mehr richtig beschützen kann. Pelle fasst den Entschluss, das zu ändern. Als die Familie in Schwierigkeiten gerät und Haus Sternenblick droht versteigert zu werden, müssen Pelle und die anderen Geistertiere fest zusammenhalten, um der Familie zu helfen.

Dienstag, 26. Juli 2016

[Bilderbuch] "Die drei wilden Räuber Piff, Paff, Puff" von Iris Wewer

© Cover arsEdition
Piff, Paff und Puff sind richtig wilde Räuber. Und sie haben einen tollen Räuberplan. Sie wollen Eier von Oma Käthe klauen und Würste von Otto dem Hund. Und weil Piff, Paff und Puff gute Räuber sind, haben sie auch an alles gedacht. Nur nicht daran, dass beim Klauen so manches schiefgehen kann. Zum Glück sind die drei richtig gut im Weglaufen.


Bilderbücher, die viel Humor haben, manchmal augenzwinkernd daherkommen oder sich nicht ganz so ernst nehmen, gefallen Kindern besonders gut. Hier gibt es viel zu lachen und Kinder spüren es unterbewusst, wenn es Autoren bei Geschichten gelingt, sich in ihre Interessen hineinzufühlen. "Die drei wilden Räuber Piff, Paff und Puff" ist ein gutes Beispiel für ein Bilderbuch voller Humor, in dem sich Kinder wiederfinden können - nicht unmittelbar in der gleichen Situation, aber im Denken und beim Spielen.

In vielen Kindern steckt ein kleiner Räuber, bzw. der Wunsch danach, ein Räuber zu sein. So geht es auch den drei "Helden" des Bilderbuchs, denn Schweinchen Piff, Bär Pfaff und Fuchs Puff sind natürlich keine echten Räuber. Vielmehr spielen sie ein Spiel, stellen sich voller Überzeugung vor wie es wäre, ein Räuber zu sein. Und Räuber, die Hunger haben, stehlen sich die Zutaten für Pfannkuchen einfach zusammen. Wie schnell beim Klauen jedoch etwas schiefgeht, dass müssen die drei am eigenen Leib erfahren. Das wird sehr humorvoll und augenzwinkernd vermittelt. Bis Piff, Pfaff und Puff am Abend keine Räuber mehr sein wollen, gemeinsam den Tag nochmals nachspielen und sich die besten Pfannkuchen selbst backen.

Sonntag, 24. Juli 2016

[Kinderbuch] "Woodwalkers: Carags Verwandlung" von Katja Brandis

Auf den ersten Blick sieht Carag aus wie ein normaler Junge. Doch hinter seinen leuchtenden Augen verbirgt sich ein Geheimnis: Carag ist ein Gestaltwandler. Aufgewachsen als Berglöwe in den Wäldern lebt er erst seit Kurzem in der Menschenwelt. Das neue Leben ist für ihn so fremd wie faszinierend. Doch erst als Carag von der Clearwater High erfährt, einem Internat für Woodwalker wie ihn, verspürt er ein Gefühl von Heimat. In Holly, einem frechen Rothörnchen, und Brandon, einem schüchternen Bison, findet er Freunde. Und die kann Carag gut gebrauchen - denn sein neues Leben steckt voller Gefahren ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: Arena Verlag)


Die Vorstellung, sich von einem Tier in einen Menschen verwandeln zu können, ist für Kinder unheimlich faszinierend. Katja Brandis erzählt in ihrem neuesten Roman und Trilogiestart "Woodwalkers: Carags Verwandlung" die Geschichte von einem Puma und gleichzeitig Menschenjungen. Das ist sehr packend und bei aller Fantasy auch herrlich natürlich.

Carag lebt als Puma mit seiner Familie zusammen. Manchmal nimmt die Mutter ihre Kinder mit in die Menschenwelt, verwandelt sich mit ihnen zum Mensch und sie erleben zusammen einen Tag voller Faszination aber auch Gefahr. Trotzdem wünscht sich Carag dieses Leben mehr, als sein Leben als Puma. Er beschließt als Mensch zu leben. Zuerst geht sein Plan auf, doch er bleibt in seiner Pflegefamilie und bei seinen Mitschülern ein Außenseiter. Erst als Carag auf die Clearwater High kommt, eine Schule für Wandler, findet er Freunde und Selbstvertrauen.

Dienstag, 19. Juli 2016

[Bilderbuch] "Wieder beste Freunde" von Katja Reider

© Cover Coppenrath Verlag
Eigentlich sind Waschbär Mats und Bär Schimansky richtig dicke Freunde. Eigentlich. Aber jetzt haben sie sich gestritten, und keiner weiß mehr so genau, warum der Streit angefangen hat. Mats und Schimansky reden nicht mehr miteinander, und teilen sich nur noch etwas über ihre Freunde mit. Und genau von diesen kommt dann auch unerwartete Hilfe.


Für Kinder gehört die Situation zum Alltag. Im einen Moment spielen sie noch mit Freund oder Freundin und von jetzt auf gleich heißt es plötzlich: "Du bist nicht mehr mein Freund!". Oft kann keines der Kinder einen richtigen Grund für diese Aussage nennen. Meist ist der Streit auch bald wieder vorbei. Sich zu streiten und zu versöhnen ist für Kinder ein wichtige Erfahrung und ein Lernfeld fürs Leben.

Genau in dieser Situation sind Waschbär Mats und Braunbär Schimansky. Sie streiten und wissen nicht mehr genau warum. Trotzdem reden sie nicht mehr miteinander. Das geht so weit, dass sie sich kleine Gemeinheiten über ihre Freunde sagen lassen. Ein Tier trägt die Aussage zum nächsten Tier, so lange, bis sie beim Empfänger ankommt - eine Art "Stille Post" entsteht. Und hier liegt der humorvolle Clou des Buches. Die Nachricht wird natürlich immer mehr verfälscht, und kommt am Ende mit völlig neuer, positiver Bedeutung an. Der Streitgrund ist plötzlich nicht mehr wichtig. So ist der Weg geebnet, um den Streit augenzwinkernd aus der Welt zu räumen.

Mittwoch, 13. Juli 2016

[Kinderbuch] "Wie man seine absurd analogen Eltern updatet" von Pete Johnson

Luis ist in der Hölle! Nachdem sein Vater einen Erziehungskurs besucht hat, kündigt er eine computer-, fernseh- und internetfreie Auszeit an, in der "die Familie näher zusammenrücken soll". Der blanke Horror! Luis steht eine Woche in der Steinzeit bevor! Doch das Schlimmste kommt erst: Die ganze Schule hält ihn für einen Lügner, weil er allen von seinem tollen Comedy-Fernsehauftritt erzählt hat. Dass ausgerechnet sein Beitrag rausgeschnitten wurde, konnte er doch nicht ahnen. Wie soll man da nicht den Humor verlieren? (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Für Kinder, die sich an der Schwelle zum Jugendlichen befinden, im Alltag aber noch verspielt und manchmal unsicher sind, können Kinderbücher mit viel Humor genau das Richtige sein. Diese Geschichten nehmen sich oft selbst nicht so ernst, beinhalten aber einen wahren Kern oder Begebenheiten, die Kindern vertraut sind. "Wie man seine absurd analogen Eltern updatet" passt für ab 10-Jährige perfekt und punktet mit einer Menge Spaß.

Freitag, 8. Juli 2016

[Bilderbuch] "Ein Jahr im Wald" von Emilia Dziubak

© Cover arsEdition
Im Wald leben viele verschiedenen Tiere. Manche wohnen sogar unter der Erde. Doch was machen sie das ganze Jahr über? Wo schlafen sie? Was fressen sie gerne? Auch der Förster liebt den Wald und passt auf, dass alles seine Ordnung hat. Normalerweise kommt er mit jedem Tier gut aus, doch es ist ein Frechdachs im Wald, der dem Förster die ganze Zeit Streiche spielt.


Wimmelbücher machen Spaß! Nicht nur Kindern, nein, selbst Erwachsene können sich an den detailreichen Bildern oft nicht sattsehen. "Ein Jahr im Wald" ist Wimmelspaß für die ganze Familie ... und noch viel mehr. Illustratorin Emilia Dziubak wurde bereits zum zweiten Mal für einen Wettbewerb um das schönste Buch des Jahres nominiert. Zurecht! "Ein Jahr im Wald" gehört zu den allerschönsten Wimmel- und Entdeckungsbüchern, die ich kenne.

Das beginnt bereits auf den ersten Innenseiten. Alle Tiere des Waldes (samt Förster), die im Buch zu finden sind, stellen sich hier selbst vor. Und das auf sehr informative und auch humorvolle Art. Wenn man beim Betrachten der Jahresbilder ein Tier entdeckt, über das man mehr erfahren möchte, kann man schnell zum Anfang zurückblättern, um Namen und Besonderheiten zu erfahren.
Die ganze Handlung spielt sich ohne Text und auf einer einzigen Waldlichtung ab. Jedem Jahresmonat ist eine Doppelseite gewidmet. So ist es auf der Lichtung entweder schneebedeckt, regnerisch, sonnig, sternenklar, stürmisch, frühlingsmild oder sogar etwas weihnachtlich. Besonders schön ist, dass sogar die Tageszeit variiert.

Mittwoch, 6. Juli 2016

[Kinderbuch] "Hier kommt Oma" von Stefan Boonen

Zähne putzen? Nö. Frische Socken? Bah, nein!
An einem Wochenende mit Oma ist alles möglich. Zum Frühstück gibt es Froschsuppe und Wurmpudding. Zum Mittag die wildesten Spiele. Oma hat tausend verrückte Ideen. Wer traut sich vom Wackelbaum zu springen? Wer kommt dem riesigen Waldschwein auf die Spur? Dem strengen Förster Herrn Schild geht das alles zu weit. Aber er kann die trubelige Bande nicht aufhalten, denn: Hier kommt Oma! (Text- und Coverrechte: Arena Verlag)


Dass man bei Oma oft mehr darf als Zuhause, ist ein ungeschriebenes Gesetz. Länger fernsehen zum Beispiel, essen, was man mag und natürlich viel länger aufbleiben. Das ist auch völlig okay, denn schließlich ist es die Oma, da sind Ausnahmen erlaubt. Doch das, was die Oma in "Hier kommt Oma" veranstaltet, treibt die Sache auf die Spitze - auf eine völlig skurrile, humorvolle Art und Weise.

Es ist Freitag, und freitags holt Oma manchmal ihre zehn Enkel in einem alten Klapperbus ab. Dann kann das Wochenende starten. Oma wohnt in einem Haus im Wald (das aussieht wie ein Drache!), hier darf man alles machen, was sonst verboten ist. Denn um Förster-Regeln schert sich Oma nicht, und Schimpfworte machten ihr auch nichts aus.

Dienstag, 5. Juli 2016

[Bilderbuch] "Alles Natur - Meine kleine Eule" von Britta Teckentrup

© Cover arsEdition
Wenn es Nacht wird und andere Tierkinder schlafen gehen, dann wacht die kleine Eule auf. Heute freut sie sich besonders, denn sie macht mit ihren Eltern einen Ausflug durch den Wald. Was es da wohl zu entdecken gibt? Sind vielleicht noch andere Tiere wach?


Alles Natur ist eine feine Buchreihe von arsEdition. Die Bücher werden in Deutschland hergestellt, sind aus 100% Recyclingpapier und mit Ökofarben gedruckt. Perfekt für kleine Kinderhände. "Meine kleine Eule" passt sehr gut in dieses Buchkonzept. Denn die Geschichte spielt in der Natur, im Wald. Die kleinen Betrachter und Zuhörer begleiten ein Eulenkind auf einem nächtlichen Ausflug.

Normalerweise gehen Kinder abends ins Bett. Nicht so die kleine Eule. Sie wird zu dieser Zeit wach und entdeckt, dass im Wald noch nicht für jedes Tier die Schlafenszeit gekommen ist. Zusammen mit ihrer Familie besucht die kleine Eule einige anderee Tiere und entdeckt Planzen des Waldes. Und weil es Nacht ist, wird die Eulenfamilie von Mond und Sternen begleitet.