Montag, 16. Mai 2016

[Kinderbuch] "Pip Bartlett und die magischen Tiere: Die brandgefährlichen Fussels" von Maggie Stiefvater und Jackson Pearce

Die neunjährige Pip Bartlett hat eine besondere Gabe: Sie kann mit magischen Tieren sprechen - mit Einhörnern, Seidengreifen und Hopp-Grackeln. Mit Eltern und Lehrern klappt die Verständigung allerdings manchmal nicht so gut. Weshalb Pip in den Sommerferien wegen des Einhorn-Vorfalls (wer denkt denn auch, dass die so doof sind!) zu ihrer Tante Emma verbannt wird. Emma leitet eine Praxis für magische Tiere, und begeistert plaudert Pip den ganzen Tag mit den verrücktesten Geschöpfen, die man je gesehen hat. Doch dann taucht ein abenteuerliches Problem auf, nämlich Unmengen von Fussels. Das Schlimme an diesen kleinen pelzigen Wesen: Wenn sie sich aufregen, gehen sie in Flammen auf ... Hier können nur Pip und ihr neuer Freund Thomas helfen. (Text- und Coverrechte: Heyne fliegt)


Maggie Stiefvater und Jackson Pearce, beides erfolgreiche Autorinnen, haben gemeinsam ein Kinderbuch veröffentlicht. Auf den ersten Blick hat es den Charme, den man sich für Kinderbücher wünscht. Die Gestaltung ist herrlich, außen wie innen. Das alleine wirkt sehr motivierend auf junge und ältere Leser. Man möchte sofort wissen, was es mit Pip und den magischen Tieren auf sich hat. Alle Zeichnungen stammen von Maggie Stiefvater und könnten die Geschichte nicht besser untermalen.

In der Welt von Pip Bartlett gibt es magische Tiere. Diese sind oft nicht sehr beliebt, da sie für viel Unruhe sorgen. Und Pip weiß, was in den Tieren vorgeht. Denn sie kann, im Gegensatz zu den Erwachsenen, mit den Tieren reden. Dafür hat sie Schwierigkeiten mit Menschen auszukommen. Denn Pip ist ein sonderbares Kind, das bekommt sie immer wieder zu spüren. Nach einem Vorfall mit wunderschönen, aber arroganten Einhörnern, wird sie zu ihrer Tante Emma geschickt, die eine Praxis für magische Tiere leitet. Dort kann Pip endlich beweisen, was in ihr steckt.

Die Charaktere im Buch sind entzückend und besitzen einen ganz individuellen Charme. Das trifft sowohl auf die menschlichen als auch auf die tierischen Charaktere zu. Letztere sind so besonders und originell dargestellt, dass man meint, es gäbe sie wirklich. Die Geschichte ist sehr humorvoll, irgendwie süß und freundlich-speziell. Pip hat ein großes Herz und ist großmütig, aber schüchtern. Sie entspricht nicht den Erwartungen der Erwachsenen und Klassenkameraden, eckt darum oft an. In dem kränkelnden Thomas findet sie einen echten Freund, der zu ihr hält und sie unterstützt. Gemeinsam lösen sie den Fall der Fussels, kleine magische Tierchen, die unwillkürlich in Brand geraten, wenn sie sich freuen oder fürchten. Das macht die Handlung spannend, denn es wird brenzlig (im wahrsten Sinne). Pips Einsatz und Kombinationsgabe machen sie zur kleinen Heldin der Geschichte.

Damaris hatte ...
ja keine Ahnung, welche Ausstrahlung "Pip Bartlett und die magischen Tiere: Die brandgefährlichen Fussels" hat. Das liegt zu einem großen Teil an der fantastischen Gestaltung, aber auch an der Geschichte selbst. Es ist ein wunderbares Kinderbuch, das durch Herzlichkeit und Charme sofort überzeugt. Die Welt der magischen Tiere ist faszinierend, die Charaktere allerliebst. Man schmunzelt die ganze Zeit, denn die Situationskomik harmoniert sehr gut mit der spannenden Handlung. Unbedingt anschauen, vorlesen und lesen!


Heyne fliegt 2016 - Band 1 - Hardcover, 240 Seiten - 12,99 € [D] - übersetzt von Stefanie Frida Lemke - mit Illustrationen von Maggie Stiefvater - ab 8 Jahren

Kommentare:

  1. Huhu Damaris
    Oh ja, ich hatte auch meinen Spass mit Pip und den vielen verschiedenen magischen Tieren. Es ist wirklich ein Kinderbuch, das alles mit sich bringt, was es braucht. Ich freue mich schon auf Band 2 .....
    glg Nicole

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    1. @Favola - Das stimmt. Pip Bartlett ist ein wunderbares Kinderbuch. Ich fand alleine die Tiere sehr faszinierend und mochte Pip sehr. Wegen dem Untertitel habe ich auch schon spekuliert, ob es eine Reihe werden könnte. Habe aber noch nicht weiter nachgeforscht...

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  2. Hallo Damaris,

    auch wenn ich nicht die Zielgruppe bin und selber keine Kinder habe, so möchte ich das Buch aber auch gerne lesen. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. Es klingt so niedlich und als ich mich durch die Leseprobe geschmökert habe, war ich vollends überzeugt. :) Und so gesehen war ja auch Harry Potter ein Kinderbuch.

    Liebe Grüße,
    Anna

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    1. @Anna - Das klingt gar nicht komisch :-) Pip Bartlett wird zwar ab 8 empfohlen, ich würde das Alter aber vielleicht noch etwas erhöhen. Es kommt auch immer auf das Verständnis des jeweiligen Kindes an. Das Buch macht Erwachsenen genauso viel Spaß (hier!). Pip ist ein ganz herziges Mädchen und der Humor ist einfach gut. Lies es unbedingt ;-)

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  3. Hallo liebe Damaris,

    also ich gehöre genau wie Anna auch nicht zur "Zielgruppe", aber das macht mir nichts. Tut doch gut sich das Kindsein zu bewahren. Irgendwie erinnert mich dieses Buch auch ein wenig an "Die letzte Drachentöterin" von Jasper Fforde und lohnt allein darum einen Blick.
    Liebe Grüße Cindy

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    1. @Cindy - So geht es mir bei fast jedem Kinderbuch. Weit entfernt der Zielgruppe kann ich mich immer wunderbar in die Handlung hineinversetzen. Außerdem profitieren meine eigenen Kinder davon :-) "Pip Bartlett" ist ein ganz tolle Geschichte und die Autorinnen gehören sowieso zu den ganz großen.

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