Dienstag, 16. Februar 2016

[Kinderbuch] "Poppy Pym und der gestohlene Rubin" von Laura Wood

Willkommen in Poppys Welt! Hier gibt es Zuckerwatte und Popcorn zum Frühstück, einen zahmen Löwen namens Butterblume als besten Freund und Jonglieren und Seiltanz als Lieblingsfächer. So sieht Poppys Zirkusleben aus - bis kurz vor ihrem zwölften Geburtstag. Da nämlich kommt sie aufs Internat. Dort sorgt nicht nur Poppy, sondern auch eine ägyptische Ausstellung für Trubel. Denn auf einem geheimnisvollen Rubin soll ein böser Fluch lasten. Und mit einem Mal ist dieser Rubin auch noch wie vom Erdboden verschluckt! Poppy und ihre neuen Freunde wittern ein spannendes Abenteuer ... (Text-, Zitat- und Coverrechte: EGMONT Schneiderbuch)


Ein Reihenstart sowie Debütroman erregt sofort meine Aufmerksamkeit. Dass "Poppy Pym und der gestohlene Rubin" dann noch mit einem fröhliche bunten Cover daherkommt, tat sein Übriges. Jenseits bekannter Internatsgeschichten für junge Mädchen hat Poppy einige Besonderheiten aufzuweisen. Das Buch lebt von einer lustig-empfindsamen Protagonistin, einer herzlich-verrückten Familie und einer spannenden Schulstory.

Außerdem sollte ich noch Folgendes erwähnen: Wenn du zu viel Zuckerwatte isst - vier Stäbchen voll reichen beispielsweise schon -, DANN WIRD DIR SCHLECHT. Und das ist nichts, was die Erwachsenen behaupten. Ich habe selbst diverse gründliche Experimente durchgeführt, um zu diesem Ergebnis zu kommen. - S. 16

Poppys Leben verlief schon immer anders. Als Baby wurde Poppy, samt Nachricht, in dem Zylinder eines Zirkus-Zauberers gefunden. Seitdem sind die Zirkusleute ihre Familie. Dort lernt sie alles, was sie ihrer Meinung nach fürs Leben braucht. Umso unsicherer und trauriger ist Poppy, als sie ins Internat soll, um etwas "Richtiges" zu lernen.
Die 11-jährige Poppy erzählt dem Leser die Geschichte, indem sie ihn direkt anspricht. Junge Leser fühlen sich sofort integriert. Die Autorin lässt sich viel Zeit, um Poppy und ihre Zirkusfamilie vorzustellen. Das macht einfach Spaß. Auch Poppys Ängste, als sie auf eine unbekannte Schule gehen soll, kamen sehr deutlich bei mir an. Somit gibt es, neben vielen lustigen Szenen, Kuriosem und Spannendem, auch eine große Portion Gefühl.

Mit der Zeit entwickelt sich das Buch nicht nur zu einer echten Freundschafts- und Internatsgeschichte, selbst einen spannenden Fall gilt es für Poppy und ihre Freunde zu lösen. Es werden einige falsche Fährten gelegt, Überraschungen sind garantiert und aufregend-gefährlich wird es auch. Das herzliche Ende ist nicht nur für Poppy eine Wohltat, genau wie sie fühlt man sich in der neuen Geschichte zu Hause - mit all ihren lustigen Eigenarten. "Poppy Pym und der gestohlene Rubin" kann abgeschlossen gelesen werden. Das Buch wird jedoch nicht lange alleine im Regal bleiben. Die Fortsetzungen sind Pflicht!

Damaris hätte ...
sich als junge Leserin mehr von dieser Art Bücher gewünscht. "Poppy Pym und der gestohlene Rubin" ist nicht nur spannend und ein bisschen verrückt, das Buch ist zudem sehr liebenswürdig und freundschaftlich. Poppy ist eine echte Sympathieträgerin, deren Gefühle, inmitten des Humors, völlig authentisch beim Leser ankommen. So manche Eigenheit macht das Buch sehr herzlich. Und wer hätte nicht gerne einen zahmen Löwen mit dem Namen Butterblume (der sich sogar als Geisterlöwe verkleiden lässt)?!


EGMONT Schneiderbuch 2016 - Band 1 - Hardcover, 320 Seiten - 12,99 € [D] - übersetzt von Leena Flegler - ab 9 Jahren

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Damaris,

    Poppy Pym wäre auch in meinem Kinderzimmer herzlich willkommen gewesen. Ich hatte eine Schwäche für Internatsgeschichten gehabt. Vielleicht ergibt sich bald die Möglichkeit Poppy kennenzulernen.
    Liebe Grüße Cindy

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    1. @Cindy - Oh ja, Internats- und Schulgeschichten mochte ich auch immer sehr. Und Poppy ist eine ganz Süße! :-)

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