Freitag, 12. Dezember 2014

[Bilderbuch] "Die Himmelskinder-Weihnacht" von Wolfram Eicke und Dieter Faber

© Cover Loewe Verlag
Jedes Jahr an Weihnachten bringen die Himmelskinder den Weihnachtssegen zu den Menschen. Dafür werden sie auf die Erde geschickt. Die zwei jungen Engel Suta und Gihon sind zum ersten Mal dabei und natürlich sehr aufgeregt und übermütig. Sie stoßen bei ihrem Flug zur Erde mit den Köpfen zusammen und landen mitten in den Großstadt auf einem Weihnachtsmarkt. Hier geht es trubelig, laut und anders zu. Und das Schlimmste - Suta und Gihon können sich nicht mehr erinnern, warum sie auf die Erde gekommen sind ...


Komisch, es fällt mir richtig schwer "Die Himmelskinder-Weihnacht" zu beschreiben. Denn dieses Weihnachtsbilderbuch ist tatsächlich anders, als viele, die ich davor in der Hand hatte. Das dunkelblaue Design wirkt stimmungsvoll, auch wenn die Zeichnungen im Comic-Stil für ein Weihnachtsbuch doch recht ungewöhnlich sind. Der Verlag beschreibt das Buch als modernes Weihnachtsmärchen, voller Herzlichkeit und Wärme. Modern - ja! Herzlichkeit und Wärme - auch vorhanden! Aber erst auf den zweiten Blick ... und durch Kinderaugen viel besser zu erkennen.

Da landen die zwei Himmelskinder Suta und Gihon auf einem überfüllten, lauten, gar nicht so stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Dieser ist zudem noch voller Kommerz, zwielichtigen Gestalten, unzähligen Verkaufsbuden und einem Riesenrad. Nicht so, wie man sich die besinnliche Adventszeit vorstellt, aber Alltag in den Großstädten. Doch es gibt nicht nur Menschen, die sich an den Himmelskindern bereichern wollen. Suta und Gihon erfahren auch Hilfsbereitschaft und in all dem Trubel eine besondere Weihnachtsmagie, die es den beiden ermöglich sich an ihren Auftrag - den Weihnachtssegen - zu erinnern.

Während ich mir noch Gedanken über die Himmelskinder-Geschichte machte, kamen meine eigenen Kinder schon wieder an und wollten das Buch erneut vorgelesen bekommen. Ihnen gefallen die Bilder, der spannende, manchmal wunderliche, Aufbau der Geschichte. Einige Passagen sind flapsig-umgangssprachlich, andere wiederum ruhig und besinnlich. Der Text hat genau die richtige Länge zum Vorlesen, und die Kinder freuen sich besonders über kleine Wortwitze und Namensverwechslungen. Perfekt empfinde ich die Geschichte für Kinder, ab etwa 5 Jahren.

Damaris stellt fest ...
dass die "Die Himmelskinder-Weihnacht" einige Gedankengänge benötigt, bis ich selbst den Zauber des Buches erfahren konnte. Die Geschichte ist modern, etwas ungewöhnlich und verbindet Großstadtrealität mit Weihnachtszauber. Kinder sind hier völlig unbedarft und erkennen den Wert des Buches schon beim ersten Vorlesen.

mini 2 - Die Träumerin (5) fragte ...
mich mehrmals nach den Namen den Himmelskinder. Für sie ist Suta ein Engelmädchen und Gihon ein Engeljunge (im Buch sind beide männlich). Sie lacht besondern über den Umstand, dass sich der Riesenradbesitzer die Namen auch nicht richtig merken kann und darum ein lustiges Wortspiel erfindet.

mini 2 - Der Schelm (7) ist ...
sehr von dem Trubel des Großstadtweihnachtsmarktes angetan. Das kennt er sonst nur zu Jahrmarktzeiten. Dass selbst hier noch ein Weihnachtszauber möglich ist, fasziniert ihn sehr. Er wirkt beim Vorlesen sehr konzentriert und nachdenklich.


Loewe Verlag 2014 - Hardcover mit Spotlack, 40 Seiten - 12,95 € [D] - Format 24 x 27 cm - farbig illustriert von Julia Ginsbach - ab 3 Jahren

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