Mittwoch, 23. August 2017

[Kinderbuch] "Fabelhafte Feline: Das Geheimnis vom Glückskleehof" von Antje Szillat

"Glückskleehof", liest Feline und seufzt. Von Glück kann bei dem verwilderten Bauernhof, auf dem ihre Eltern eine Tierarztpraxis eröffnen wollen, ja wohl keine Rede sein! Widerwillig lässt Feline sich auf das Abenteuer ein ... und stößt in dem verwunschenen Garten hinter dem Haus zwischen Kletterrosen, Kamillen und Clematis auf ein ungeheuerliches Geheimnis: den sprechenden Kater Paulo von Panama. Nur Feline versteht ihn - und erkennt bald, dass sie als Katzenflüsterin eine große Hilfe bei Tiernotfällen aller Art ist ... (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


"Fabelhafte Feline" ist eine neue Tierreihe von Autorin Antje Szillat. Und Geschichten mit Tieren kommen bei Kindern immer gut an. Die Gestaltung lässt auf eine weibliche Zielgruppe schließen, doch auch mein Sohn war beim Vorlesen sofort mit von der Partie. Das Buch hält nämlich manche Überraschungen bereit, die uns alle sehr gut gefallen haben.

Feline ist frustriert. Ihr Papa übernimmt nämlich eine Tierarztpraxis auf dem Land. Dafür muss die Familie ihre alte Heimat Bamberg verlassen und weit weg, auf dem ostfriesischen Glückskleehof, ein neues Leben beginnen. Für Feline ein schwerer Schritt, alleine darum schon, weil sie ihre Freunde und ihre gewohnte Umgebung zurücklassen muss. Kein Wunder, dass sie den alten verwilderten Hof zunächst als Rumpelhof bezeichnet und insgeheim den Wunsch hegt, in ihr altes Zuhause zurückzukehren. Doch dann erlebt Feline eine große Überraschung, als sie Paulo begegnet. Die beiden werden ein ganz einzigartiges Team, und Feline kann dadurch so manchem Tier helfen, das in die Tierarztpraxis kommt.

Montag, 31. Juli 2017

[Bilderbuch] "Linas Reise ins Land Glück" von Martin Widmark

Zum Einschlafen erzählt Lina dem kleinen Daniel eine märchenhafte Geschichte aus ihrer Vergangenheit: Als kleines Mädchen landet sie auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder in einer wundersamen Welt - dem Land Glück. Dort trifft sie auf sprechende Insekten und einen höflichen Käfer in Frack und mit Fliege, der sie an die wundervollsten Orte führt. Doch schon bald muss Lina erfahren, dass auch im Land Glück nicht alles so unbeschwert ist, wie es scheint ... (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Mir persönlich fiel das Bilderbuch zuerst durch das zauberhafte Cover auf. Es schürte Erwartungen an eine traumhafte Kindergeschichte, die gleichzeitig wunderschön anzusehen ist. Schon hier zeigt sich die große Zeichenkunst der Illustratorin Emilia Dziubak, die mit dem schwedischen Autor Martin Widmark ihr erstes gemeinsames Bilderbuch veröffentlichte. Meine Erwartungen wurden erfüllt, vielmehr übertroffen. "Linas Reise ins Land Glück" ist einzigartig!
Die kleine Lina aus der Geschichte ist jetzt schon ein junges Mädchen und die Babysitterin von Daniel. Dieser bettelt zum Einschlafen nach einer weiteren Geschichte, und Lina erzählt im eine wundersame und spannende Begebenheit aus ihrer Kindheit. Diesen Einstieg empfinde ich als sehr freundlich und für Kinder perfekt. Schon hier wird den Kindern suggeriert, dass die Geschichte in jedem Fall gut ausgehen muss.

Samstag, 29. Juli 2017

[Bilderbuch] "Die Träne des Einhorns" von Bettina Göschl

Im zauberhaften Tal hinter dem Regenbogen leben die Menschen in Frieden miteinander. Doch eines Tages wird das geheimnisvolle Einhorn, das über die Bewohner wacht, von einem Ungeheuer entführt und in einen Turm aus Elfenbein gesperrt. Vor Traurigkeit weint das Einhorn so viel, dass das gesamte Tal droht im Tränenmeer zu ertrinken. Das Lachen und die Lieder der Menschen verstummen. Als niemand mehr ein noch aus weiß, nimmt der kleine Felix all seinen Mut zusammen und zieht los, um das Einhorn zu retten. In einer Papierrüstung und mit nur einem Schwert aus Holz begibt er sich entschlossen ins Abenteuer. Kann Felix das Einhorn befreien und den Menschen wieder zu ihrem Glück verhelfen? (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


Auch wenn das Einhorn gerade stärker als nie zuvor im Fokus steht, so übte es schon immer eine sehr große Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Auch Erwachsene lassen sich von Büchern und Filmen, in denen dieses Fabelwesen eine Rolle spielt, begeistern. Im Bilderbuch "Die Träne des Einhorns" erzählt Bettina Göschl die Geschichte vom Leben im Tal hinter dem Regenbogen, einem Einhorn, das in Gefangenschaft gerät - mit schrecklichen Auswirkungen für das Tal - und einem Jungen, der mutig genug ist, sich einer großen Herausforderung zu stellen.

Donnerstag, 27. Juli 2017

[Bilderbuch] "Paule Pinguin allein am Pol" von Jory John

Paule Pinguin ist nicht zufrieden mit sich und der Welt: Ihm friert der Schnabel, es ist viel zu hell, überall liegt Schnee und er sieht aus wie alle anderen ... Eine wunderbare Geschichte über einen kleinen Pinguin, der am Ende erkennt, dass es für seine schlechte Laune gar keinen Grund gibt. (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)


Dem Bilderbuch "Paule Pinguin allein am Pol" liegt ein Reizthema zugrunde, nämlich die Unzufriedenheit mit den eigenen Lebensumständen und mit sich selbst. Pinguin Paule ist nicht glücklich mit seinem Leben. Das beinhaltet die Umgebung in der er sich aufhält, und schließt auch sich selbst, seine Eigenschaften und seinen Körper, mit ein. Umso wichtiger, dass ihm jemand sagt, was das Leben so lebenswert macht. Und ihn damit motiviert, die Dinge positiv zu sehen und sich selbst wertzuschätzen. Diese Botschaft verstehen schon kleine Kinder.

Zum Niederknien niedlich ist Paule, der kleine Pinguin. Das sieht er selbst aber gar nicht so. Denn gleich am Morgen fängt er an zu schimpfen und zu zetern. Es ist ihm zu früh, zu kalt, zu laut, zu hell ... und das Meer, das ist viel zu salzig. Obwohl viele Tiere und andere Pinguine um ihn herum sind, bleibt er meist für sich alleine. Meine Kinder waren zuerst verwundert über Paules Verhalten (obwohl ihnen dieses bekannt sein dürfte, wenn sie sich an der eigenen Nase packen), fanden einige seiner Schimpfereien aber auch sehr lustig. Auch ich muss laut lachen, wenn Paule mit bemitleidenswertem Gesichtsausdruck propagiert, dass er sehr komisch aussieht, wenn er watschelt.

Montag, 24. Juli 2017

[Kinderbuch] "Der Zauberkaugummi: Hilfe, ich bin meine Lehrerin!" von Kristina Dunker

Was für ein verkorkster Tag: Zum Trost für ihr vergessenes Pausenbrot hat Mia einen Kaugummi (!) von ihrer Lehrerin (!!) bekommen und übt jetzt Blasenmachen mit Frau Strerup (!!!). Aber es kommt noch viel verrückter; denn eine geplatzte Kaugummiblase später steckt Mia plötzlich im Körper von Frau Strerup - und Frau Strerup steckt im Körper von Mia! Was Mia nun in Lehrerinnengestalt alles erlebt, wie die fiesen Knallbonbon-Brüder zahm werden, was eine experimentierfreudige Chemielehrerin mit der Sache zu tun hat, wie Mia mit einem verliebten Hausmeister fertig wird und wie zum Schluss ein Hund namens Humbug das Schulorchester rettet, ist so spannend und lustig, dass selbst dem Direktor glatt die Spucke wegbleibt ... (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Verwechslungsabenteuer sind ein großer Spaß für Kinder. Es gibt viele Bücher, aber auch Filme zu diesem Thema. Spielt die Geschichte dann auch noch während der Schulzeit, und wird die Rolle mit einer erwachsenen (Respekts)-Person getauscht, ist Lesespaß vorprogrammiert. In "Der Zauberkaugummi: Hilfe, ich bin meine Lehrerin!" tauscht Mia unfreiwillig den Körper mit ihrer Lehrerin Frau Strerup. Man kann sich vorstellen, zu was das führt. Was für ein Schlamassel!